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Ausbildung zum Biologielaborant/-in

Du kannst dich noch an die mikroskopische Untersuchung der Zwiebelhaut im Bio-Unterricht erinnern, als wäre es gestern gewesen? Auch die Versuchsprotokolle samt Skizze hast du mit links angefertigt, sodass dir deine Klassenkameraden neidische Blicke zugeworfen haben? Dann kannst du deine Leidenschaft für Biologie zum Beruf machen: Mit der Ausbildung zum Biologielaboranten!

Biologielaborant/-in
© Tyler Olson / www.shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 830 Euro
2. Lehrjahr: 885 Euro
3. Lehrjahr: 950 Euro
4. Lehrjahr: 1000 Euro
Einstiegsgehalt
1800 Euro
Ausbildungsplätze zum Biologielaborant/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

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Forschen steht für dich als Biologielaborant an der Tagesordnung, sei es mit Pflanzen, Tieren oder Mikroorganismen. Du führst zum Beispiel unterschiedliche Versuche an Zellen, Parasiten, Viren und sogar an Tieren durch und wertest die Ergebnisse aus. Ja du hast richtig gelesen: Tierversuche! Du entnimmst den Tieren beispielsweise Gewebe und Blutproben und untersuchst deren Reaktion auf bestimmte Medikamente. Für zarte Gemüter ist dieser Ausbildungsberuf also nicht unbedingt etwas! Doch solltest du auch wissen, dass du mit deinen Versuchen auch etwas für die Menschheit tust! Du führst die Tierexperimente meist mit einem medizinischen Ziel durch, untersuchst beispielsweise die Nebenwirkungen von Medikamenten, und außerdem unterliegen die Tierversuche dem Tierschutzgesetz.

Millionen-Umsätze werden auch im Bereich Kosmetik gemacht, daher ist auch dies ein Schwerpunkt von Biologielaboranten. Doch auch die Schädlingsbekämpfung spielt eine wichtige Rolle. Hier lauten die Stichworte: Pflanzenschutz und Pflanzenzucht!

Während deiner Tätigkeiten im Labor wirst du dein Outfit mit einem weißen Laborkittel aufpeppen. Auch Handschuhe, Schutzbrille und Atemschutz sorgen für deine Sicherheit, damit du dich nicht bei einer Untersuchung von Viren mit diesen infizierst. Daher ist für diesen Beruf Sorgfalt besonders wichtig! Schnell wirst du lernen wie man Messdaten erfasst, auswertet und verarbeitet.

Aber nicht nur im Umgang mit Mikroskopen und Reagenzgläsern wirst du zum richtigem Experten avancieren! Auch Computer mit unterschiedlichen Softwareprogrammen lernst du schnell zu bedienen um deine Ergebnisse zu analysieren.

Was genau zu deinen täglichen Aufgaben gehören wird, hängt aber von deinem Ausbildungsbetrieb ab. Da es so viele unterschiedliche Richtungen gibt, kannst du dich auch bei einigen Unternehmen und Einrichtungen bewerben, wie zum Beispiel in medizinischen und biologischen Forschungseinrichtungen, im öffentlichen Gesundheitswesen, bei Pharma- und Kosmetikherstellern, bei Lebensmittelherstellern und sogar in Krankenhäusern mit entsprechender Abteilung.

Aber auch die Schulbank wirst du wohl oder übel noch einmal drücken müssen. Den Berufsschulunterricht wirst du entweder ein- bis zweimal in der Woche besuchen müssen, es sei denn er findet in Blockform statt. Hier lernst du zum Beispiel wie man Stoffe vereinigt und sie wieder trennt, aber auch wie man mikrobiologische, biochemische, botanische und zellkulturtechnische Arbeiten durchführt. Du verstehst nur Bahnhof? Keine Sorge, dafür sind ja Ausbildungen schließlich auch da, nämlich um alles zu lernen, was den Beruf betrifft!

TIPP: Du willst gerne einen Beruf erlernen, bei dem du viel im Labor unterwegs bist? Dann schau dir alternativ den Ausbildungsberuf zum Chemie-, Physik- oder Textillaboranten an!

Notwendiger Schulabschluss

Dieser Ausbildungsberuf ist nicht ohne! Daher hat sich in der Praxis gezeigt, dass die Arbeitgeber Bewerber mit der Hochschulreife bevorzugen! Aber auch mit einem mittleren Bildungsabschluss hast du noch relativ gute Karten einen Ausbildungsplatz zu ergattern!

TIPP: Wie es die Berufsbezeichnung verrät, solltest du gute Kenntnisse in Biologie mitbringen! Wünschenswert sind auch gute Noten in Chemie, Physik und Mathe!

Ausbildungsdauer

Da es für den Biologielaboranten jede Menge zu lernen gibt, dauert die Ausbildung auch nicht wie üblich drei Jahre, sondern dreieinhalb Jahre! Unter Umständen kannst du die Ausbildung auch um ein halbes Jahr verkürzen, wenn du beispielsweise dein Abi gemacht hast, du überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule hast oder bereist eine Ausbildung in der Tasche hast. Leider kannst du aber nicht auf die Verkürzung bestehen, auch nicht wenn du die Voraussetzungen erfüllst, da diese Entscheidung einzig und allein in den Händen deines Betriebes liegt! Falls aber zugestimmt wird, so musst du gemeinsam mit deinem Ausbilder bei der zuständigen Kammer einen Antrag stellen.  

Ausbildungsvergütung

Geldprobleme werden von Beginn deiner Ausbildung der Vergangenheit angehören, da du schon in deinem ersten Lehrjahr mit etwa 830 Euro rechnen kannst! So viel verdienen manche Azubis nicht mal in ihrem letzten Lehrjahr! Im zweiten kannst du mit etwa 885 Euro rechnen, im dritten mit etwa 950 Euro und schließlich könnten satte 1000 Euro auf deinem Konto landen! Auch dein Einstiegsgehalt nach bestandener Abschlussprüfung ist nicht von schlechten Eltern! Dies sollte nämlich bei etwa 1800 Euro liegen! Allerdings können diese Zahlen stark variieren und sollen dir daher bloß zur Orientierung dienen!

TIPP: Als Biologielaborant hast du auch nach deiner Ausbildung noch zahlreiche Möglichkeiten dich weiterzubilden! Und das lohnt sich! Nicht nur dass du verantwortungsvollere Aufgabe übernehmen darfst, Weiterbildungen machen sich in der Regel auch auf deiner Gehaltsabrechnung bemerkbar! Du kannst beispielsweise die Prüfung zum Labor- und Biotechniker ablegen oder Biologie studieren gehen, vorausgesetzt du hast die Hochschul- oder Fachhochschulreife!

Info: Die Berufsbezeichnung Biologielaborant schließt, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen ein. 

68 freie Ausbildungsplätze Biologielaborant/-in
Städte mit freien Stellen für Biologielaborant/-in
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