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Ausbildung zum Fischwirt/-in

Du guckst dir gerne quicklebendige Fische im Aquarium an, dir läuft aber auch das Wasser im Munde zusammen, wenn du geräucherte Forellen siehst? Du bist auf der Suche nach einem Ausbildungsberuf, möchtest aber auf keinen Fall im Büro landen? Dann solltest du als Naturliebhaber/-in eine Ausbildung zum/zur Fischwirt/-in starten!

Fischwirt/-in
© Leonardo Gonzalez / www.shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 580 Euro
2. Lehrjahr: 620 Euro
3. Lehrjahr: 690 Euro
Einstiegsgehalt
1900 Euro
Ausbildungsplätze zum Fischwirt/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Fischwirt/-in Ausbildung

In deiner Ausbildung zum/zur Fischwirt/-in wirst du sehr viel Zeit an der frischen Luft und am und auf dem Wasser verbringen. Je nach Saison, mal mehr mal weniger. Du musst dich allerdings für eine der folgenden Schwerpunkte entscheiden „Fischhaltung und Fischzucht“, „Seen- Flussfischerei“ und „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“.

Der Schwerpunkt „Fischhaltung und Fischzucht“ ist auf die Zucht von Fischarten ausgelegt, daher wirst du jede Menge Zeit auf Fischfarmen verbringen. Die künstlich angelegten Teiche der Fischfarmen müssen allerdings gepflegt werden: Auch dies wird deine Aufgabe sein, wenn du dich für diesen Schwerpunkt entscheiden solltest. Das Pflegeprogramm besteht zum Beispiel aus der Kontrolle der Wasserqualität. Damit du diese bestimmen kannst, entnimmst du Proben, die du dann analysierst. Auch der Verkauf der Fische, und damit die Tötung dieser, gehört zu dieser Ausbildung dazu, und daher auch zu diesem Schwerpunkt. Für diesen Schwerpunkt kannst du dich bei Fischzucht- und Fischmastbetrieben bewerben.

Für den Schwerpunkt „Kleine Hochsee- und Küstenfischerei“ solltest du am Besten nicht seekrank sein und bereit sein, auch nach Norddeutschland zu ziehen, denn hier wirst du auch mal über einen längeren Zeitraum auf einem Schiff oder Kutter unterwegs sein und Fische, Muscheln und Krustentiere mit Hilfe von Netzen fangen. Auch bei diesem Schwerpunkt steht der Verkauf ganz oben auf der Liste. Bewerben kannst du dich bei Fischereibetrieben.

TIPP: Du wirst nicht nur an der Nord- und Ostsee fischen, sondern auch im Pazifik und vor der norwegischen Küste!

Wenn du doch seekrank sein solltest, dich aber das Fischen super interessiert, dann muss dein Traum nicht platzen! Entscheide dich einfach für den Schwerpunkt „Seen- und Flussfischerei“. Auch hier wirst du Fische fangen, sie weiterverarbeiten und verkaufen. Allerdings kannst du nicht einfach die Gewässer leer fischen! Im Gegenteil: Du bist auch dafür verantwortlich die Bestände zu erhalten, indem du beispielsweise Brut- und Besatzfische einsetzt. Wenn dich diese Tätigkeiten mehr ansprechen, dann kannst du dich bei Fischereibetrieben und Fischbrutanstalten bewerben.

TIPP: Du musst dich jedoch erst im dritten Ausbildungsjahr für einen Schwerpunkt entscheiden!

Doch neben deinem Ausbildungsbetrieb wirst du auch die Berufsschule besuchen müssen! Diese bieten ihren Unterricht entweder ein- bis zweimal in der Woche an, oder in Form von Blockunterricht. Hier lernst du zum Beispiel welche Fischkrankheiten und welche Fangtechniken es gibt. Aber auch allgemeinbildende Fächer, wie Wirtschafts- und Sozialkunde, stehen auf dem Plan.

Notwendiger Schulabschluss

Wenn du einen Hauptschulabschluss in der Tasche hast, sieht es ziemlich gut für dich aus! Doch auch mit einem mittleren Bildungsabschluss oder gar der Hochschulreife hast du noch Chancen einen Ausbildungsplatz zu finden.

TIPP: Von Vorteil ist auch, wenn du gute Noten in Biologie hast und du dich in Geografie auskennst.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre. Sie kann unter Umständen jedoch auch verkürzt werden, wenn du beispielsweise bereits eine Ausbildung in der Tasche hast, die Hochschulreife erlangt hast oder in der Berufsschule überdurchschnittlich gute Noten hast. Ein Recht auf Verkürzung hast du jedoch nicht! Kläre also am besten früh genug mit deinem Ausbilder, welche Möglichkeiten dir überhaupt offen stehen!

Ausbildungsvergütung

Im ersten Ausbildungsjahr solltest du etwa 580 Euro bekommen, im zweiten etwa 620 Euro und schließlich könntest du im letzten Lehrjahr mit etwa 690 Euro rechnen. Wenn du fleißig gelernt hast und deine Abschlussprüfung bestanden hast, könnte dein Einstiegsgehalt bei etwa 1900 Euro brutto liegen. Allerdings könne wir dir nicht versprechen, dass deine Vergütung auch tatsächlich so ausfällt, daher sollen dir diese Zahlen nur der Orientierung dienen.

TIPP: So wie in jedem Ausbildungsberuf, kannst du dich auch als ausgelernte/-r Fischwirt/-in weiterbilden lassen! Das macht sich in der Regel nicht nur finanziell bemerkbar, sondern erlaubt es dir auch verantwortungsvollere Aufgaben zu erledigen! Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum/zur Fischwirtschaftsmeister/-in in dem Bereich ablegen, für den du dich in deinem dritten Lehrjahr entschieden hast. Mit der Hochschul- oder Fachhochschulzugangsberechtigung kannst du auch Agrarbiologie studieren gehen!

6 freie Ausbildungsplätze Fischwirt/-in
Städte mit freien Stellen für Fischwirt/-in
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