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Ausbildung zum Stuckateur/-in

Gebäude unterschiedlichste Art haben dich schon immer angesprochen, mal Neubau, mal Altbau. Ausserdem bist du ein Mensch, der gerne handwerklich tätig ist. Der Gedanke, wie es wäre, wenn du selber an einem dieser Häuser mitwirkst, war schon öfter in deinem Kopf. Vielleicht wäre eine Ausbildung zum Stuckateur dann genau das Richtige für dich. Wenn du dir noch nicht sicher bist, kannst du auch erstmal ein Praktikum machen und einen Stuckateur bei seiner Arbeit begleiten.

Stuckateur/-in
© Syda Productions / shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 610-755 Euro
2. Lehrjahr: 895-1115 Euro
3. Lehrjahr: 1120-1400 Euro
Einstiegsgehalt
ca. 2000 Euro
Ausbildungsplätze zum Stuckateur/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Stuckateur/-in Ausbildung

Überall dort, wo neu gebaut und renoviert aber auch saniert und restauriert wird, findet man Stuckateure. Wenn man sich überlegt, wie oft das geschieht, weiß man auch wie sehr Stuckateure gebraucht werden. Sehr oft!

Stuckateure arbeiten sowohl im Inneren eines Gebäudes als auch draussen. Sie verputzen oder restaurieren Fassaden, bringen Wärmedämmungen oder Verzierungen an. Bei Neubauten oder Sanierungen kann es auch sein, dass sie Rollläden und Lichtquellen integrieren oder auch Belüftungseinrichtungen installieren. Auch als Lehrling wirst du diese Arbeiten erlernen.

Neben den Arbeiten an den Aussenwänden, sowohl von innen als auch von aussen, ziehen sie Zwischenwände oder kümmern sich um den Schallschutz. Für das Verputzen von Wänden müssen sie selber Mörtelmasse herstellen und den Putzgrund vorbereiten. Das kann zum Beispiel durch ein Abstrahlen der Wände geschehen. Nach den Vorarbeiten erfolgt der Grundanstrich. Möchten Bauherren ihr Eigentum durch eine Stuckgestaltung verschönern, sind sie die besten Fachleute, um Ornamente, Stuckdecken- und Säulen oder Ecksimse zu integrieren. Deshalb sollten Stuckateure auch einen Sinn für Schönheit haben, denn bei den genannten Verzierungen liegt die Schönheit sowohl im Detail als auch im Zusammenspiel mit der Umgebung. 

Arbeiten Stuckateure an denkmalgeschützten Gebäuden, sind oft Restaurierungsarbeiten gefragt. Dann müssen zum Beispiel historische Stuckelemente wieder hergestellt oder ausgebessert werden. Wichtig bei den Restaurierungsarbeiten ist, dass mit historischen Baustoffen gearbeitet wird und dafür noch das traditionelle Handwerk beherrscht werden muss. Auch ein Wissen über die historischen Kunstepochen ist dafür ein absolutes Muss, denn sollen alte Stucke wieder hergestellt werden, muss der Stuckateur genau wissen, wie der Stuck in der jeweiligen Epoche aussah. So werden zum Beispiel Stempelstuckarbeiten durchgeführt oder aber Stuccolustro und Sgraffito. Sgrafitto ist ein Putz aus verschiedenfarbigen Mörtelschichten, der später durch Einschneiden so bearbeitet wird, dass die verschiedenen Schichten sichtbar werden. Es kann auch vorkommen, dass ganze Stuckprofile wieder hergestellt oder Fresken modelliert werden müssen. Da ist in jedem Fall Feingefühl gefragt.

Wie du siehst, ist das Arbeitsgebiet eines Stuckateurs sehr umfangreich. Es ist also immer genügend Abwechslung für einen Azubi da. Um allerdings allen Aufgaben im Ausbildungsberuf Stuckateur nachkommen zu können, solltest du folgende Fähigkeiten besitzen: eine gute Auge-Hand Koordination, Geschicklichkeit und handwerkliches Geschick, Sorgfalt, Sinn für Ästhetik, Verständnis für Formen und Farben, Schwindelfreiheit und körperliche Fitness.

Notwendiger Schulabschluss

Für die Ausbildung zum Stuckateur gibt es keine gesetzlichen Vorschriften bezüglich des Schulabschlusses. Auch mit einem Hauptschulabschluss hast du hier gute Chancen, einen geeigneten Ausbildungsplatz und später eine Einstellung zu finden.

Ausbildungsdauer

In der Regel dauert die Ausbildung zum Stuckateur drei Jahre und findet als duale Ausbildung statt. Das heißt, die Ausbildung besteht aus einem schulischen und einem praktischen Teil und wird durch die Ausbildungsverordnung geregelt. Den praktischen Teil wirst du als Auszubildender dann in deinem Ausbildungsbetrieb absolvieren.

Ausbildungsvergütung

Je nach Betrieb und Branche kann die Vergütung sehr unterschiedlich ausfallen. Allerdings sind die Ausbildungsvergütungen tariflich geregelt und somit branchenabhängig festgelegt. In deinem ersten Ausbildungsjahr kannst du, je nach Branche, zwischen 610 und 755 Euro verdienen. Im zweiten steigt dein Gehalt dann merklich an, zwischen 895 und 1115 Euro sind dann drin. Im dritten Jahr liegt die Gehaltsspanne zwischen 1120 und 1400 Euro. Damit liegt das Ausbildungsgehalt im Vergleich zu anderen Handwerksberufen im oberen Bereich. Das Einstiegsgehalt eines Stuckateurs liegt bei etwa 2000 Euro. Größere Betriebe im Baugewerbe zahlen oft mehr. Mit dem Meister in der Tasche kannst du bis zu 3600 Euro verdienen.

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