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Ausbildung zum Textillaborant/-in

Chemie gehört zu deinen Lieblingsfächern? Die unterschiedlichen Versuche haben dir am meisten Spaß gemacht, sowie das anschließende Auswerten und Dokumentieren? Wenn du auch auf die Qualität von Textilien großen Wert legst, dann schau dir den Ausbildungsberuf zum/zur Textillaborant/-in an!

Textillaborant/-in
© shutterstock.com / l i g h t p o e t
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Abitur
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 750 Euro
2. Lehrjahr: 780 Euro
3. Lehrjahr: 870 Euro
4. Lehrjahr: 940 Euro
Einstiegsgehalt
1200 - 3000 Euro
Ausbildungsplätze zum Textillaborant/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Textillaborant/-in Ausbildung

Als Textillaborant/-in untersuchst du die Textilien auf ihre chemischen und physikalischen Eigenschaften und prüfst zum Beispiel welche Arten von Faserschäden es gibt und wie man sie erkennen kann. Dafür entnimmst du Proben mit unterschiedlichen Messgeräten, die du einer ausführlichen Untersuchung unterziehst. Ist das Gewebe auf der Haut überhaupt verträglich? Um diese Frage zu beantworten, ermittelst du beispielsweise den pH-Wert. Doch auch bei der Produktentwicklung kannst du so richtig Stoff geben und wirst die unterschiedlichen Veredlungsprozesse kennen lernen. Wie im Chemieunterricht, kommst du um etwas Schreibarbeit nicht herum, denn deine Untersuchungen wollen natürlich nachvollzogen werden können und das klappt am Besten mit Protokollen und Dokumentationen. Auch für das Ausstellen von Zertifikaten wirst du verantwortlich sein.

Du musst dich jedoch für einen Schwerpunkt entscheiden. Du hast die Wahl zwischen Textiltechnik, Textilveredlung und Textilchemie. In der Fachrichtung Textiltechnik wirst du lernen, wie man die Verarbeitungskriterien ermittelt, wie genau man Textilien prüft und wie man sie in ihren Eigenschaften beeinflussen kann. Wenn du dich für den Schwerpunkt Textilveredlung entscheidest, so wirst du die unterschiedlichen Möglichkeiten lernen, wie man die Stoffe veredeln und gestalten kann. Dass dafür jede Menge Wasser zum Einsatz kommt, ist dir bestimmt bewusst. Doch als Textillaborant/-in mit dem Schwerpunkt Textilveredlung musst du auch dafür sorgen, dass das Abwasser nicht umweltschädlich verunreinigt ist. Und schließlich solltest du dich als richtiger Chemie-Crack für den Schwerpunkt Textilchemie entscheiden. Hier erlernst du die unterschiedlichen Verfahren, mit denen man die Textilien analysieren kann.

Egal für welchen Schwerpunkt du dich entscheidest: Nicht nur in deinem Ausbildungsbetrieb lernst du Wissenswertes! Auch in der Berufsschule erweiterst du dein Fachwissen und lernst beispielsweise wie man mit Reklamationen umgeht, wie man Proben entnimmt, wie man die Qualität der Textilien beeinflusst und sichert und welche Arten von Analysen es gibt. Doch auch allgemeinbildende Fächer stehen auf dem Stundenplan, wie Deutsch beispielsweise.

Für die Ausbildung zum/zur Textillaborant/-in solltest du technisches Verständnis mitbringen, du solltest aufmerksam sein, zum Beispiel wenn du die Textilien auf Veränderungen beobachten sollst, und schließlich ist eine sorgfältige Arbeitsweise vonnöten. Damit du dich nicht beim Umgang mit den Stoffen verletzt, zum Beispiel in Form von Reizungen, wirst du dein Outfit anpassen müssen: Weißer Kittel, Handschuhe und Schutzbrille werden dich richtig professionell erscheinen lassen!

Bewerben kannst du dich bei Betrieben der Textil- und Bekleidungsindustrie, bei Forschungsinstituten, bei der Automobil- und Luftfahrtindustrie und bei Abteilungen, die sich auf die Prüfung der Materialien spezialisiert haben. In deinem Ausbildungsbetrieb wirst du dich überwiegend in Produktionshallen und im Labor aufhalten.

TIPP: Wenn Chemie für dich wirklich das Nonplusultra ist, dann kannst du dir alternativ auch die Ausbildung zum/zur Chemielaborant/-in anschauen!

Notwendiger Schulabschluss

In der Praxis hat sich gezeigt, dass du mit der Hochschulreife die besten Chancen auf einen Ausbildungsplatz hast! Erst recht, wenn du auch noch gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern Physik und Chemie hast! Für die Auswertung kann es nicht schaden, wenn du auch noch im Matheunterricht aufgepasst hast. Doch auch mit einem mittleren Bildungsabschluss kannst du dein Glück versuchen.

Ausbildungsdauer

Für die Ausbildung zum/zur Textillaborant/-in musst du etwas mehr als die üblichen drei Jahre einplanen, denn hier erwartet dich die Abschlussprüfung erst nach dreieinhalb Jahren! Es besteht jedoch auch die Möglichkeit die Ausbildungszeit zu verkürzen, wenn du beispielsweise die Hochschulreife hast, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule vorweisen kannst. Doch auch wenn du die entsprechenden Voraussetzungen vorweisen kannst, hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Wie hoch deine tatsächliche Vergütung ausfallen wird, können wir dir nicht sagen. Hier hast du jedoch einige Zahlen, an denen du dich orientieren kannst: Im ersten Lehrjahr solltest du etwa 750 Euro bekommen, im zweiten 780 Euro, im dritten 870 Euro und auf der Zielgerade könnten dir schließlich etwa 940 Euro winken. Nach bestandener Abschlussprüfung sollte dein Einstiegsgehalt zwischen 1200 Euro und 3000 Euro brutto liegen. Die Differenz ist so hoch, weil dein Einstiegsgehalt unter anderem davon abhängt, ob du in der Chemie- oder Textilindustrie deine Lehre gemacht hast.

TIPP: Auch in diesem Beruf gibt es noch Möglichkeiten, wie du dich weiterbilden kannst! Du kannst zum Beispiel die Prüfung zum/zur Industriemeister/-in in der Fachrichtung Textilwirtschaft ablegen, oder Textil- und Bekleidungstechnik studieren, vorausgesetzt du hast die Hochschul- oder Fachhochschulreife in der Tasche!

27 freie Ausbildungsplätze Textillaborant/-in
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