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Tipps für das Vorstellungsgespräch

Tipps für das Vorstellungsgespräch
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Die Freude über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch verfliegt oft sehr schnell. Denn kurz nach der Euphorie kommt die Nervosität. Damit diese nicht überhand nimmt ist es wichtig, sich bewusst zu machen, dass ein Vorstellungsgespräch kein Verhör, sondern ein gegenseitiges Kennenlernen ist. Wie gut ein Vorstellungsgespräch verläuft, hängt häufig mit der Vorbereitung auf dieses zusammen. Damit die Chancen auf ein Weiterkommen gut stehen, hier unsere Tipps für das perfekte Vorstellungsgespräch.

Allgemeine Tipps für das Vorstellungsgespräch für Auszubildende

Pünktlichkeit ist das A und O. Wenn du mit dem Auto anreist, plane die Anfahrtszeit großzügig, es kann immer passieren, dass man mal im Stau steht. Gleiches gilt für die Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Hier muss immer mit Verspätungen gerechnet werden. Sollte ein Zug ausfallen, raten wir, genug Bargeld dabei zu haben, um eventuell ein Taxi zu rufen. Wenn man eine Verspätung nicht mehr umgehen kann, ist es ganz wichtig, sich bei der Firma zu melden und Bescheid zu geben.

Kleidung sagt viel über einen Menschen aus. Das Vorstellungsgespräch für einen Ausbildungsplatz ist allerdings der falsche Ort um auf seinen individuellen Stil aufmerksam zu machen. Unser Tipp: Informiere dich, wie die Mitarbeiter angezogen sind. In einer Bank trägt man Anzug und Krawatte. Das heißt, wer ein Vorstellungsgespräch bei einer Bank hat, sollte sich ebenfalls so kleiden. Grundregel: Lieber zu schick als zu leger.

Körpersprache ist ein weiteres wichtiges Element, welches über das Weiterkommen des Bewerbers entscheiden kann. Unsere Tipps: Arme nicht verschränken, Blickkontakt zum Gegenüber halten, Lächeln, und gerade Sitzen. Nicht erlaubt ist: herumzappeln, schlaffer Händedruck, Blick zu Boden, schlaffe Haltung.

Der Ablauf eines Vorstellungsgespräches

Die meisten Vorstellungsgespräche verlaufen nach einem klassischen Muster:

1. Begrüßung und Smalltalk

Bei der Begrüßung gilt es, einen positiven ersten Eindruck zu hinterlassen.

Ein kurzer, fester Händedruck, ein nettes lächeln, und schon kann man mit dem Plaudern beginnen. Ganz locker und sympathisch sollte man hier auf die Fragen nach der Anreise oder zum Wetter eingehen. Und schon ist das Eis gebrochen und man kann mit dem eigentlichen Vorstellungsgespräch beginnen.

2. Das Kennenlernen

In dieser Kennenlern-Phase wird häufig erst der Personaler etwas zu sich selbst, und dann etwas über die Firma erzählen. Dann bist du gefragt: Hier gilt es, nicht die Stationen runterzurattern, die schon auf dem Lebenslauf angeführt sind, sondern in eigenen Worten etwas über den Werdegang, Erfahrungen, und Ziele zu berichten.

3. Eigene Fragen

Das Vorstellungsgespräch ist der perfekte Anlass, alle offenen Fragen loszuwerden. Schließlich verbringt man, wenn alles gut läuft, die nächsten drei Jahre in dieser Firma. Aus diesem Grund: Raus mit den Fragen. Diese schaffen nicht nur mehr Klarheit für dich, sondern signalisieren auch deinem Gesprächspartner dein Interesse an der Ausbildung in der Firma und dass du dich gedanklich schon intensiv damit auseinandergesetzt hast. Folgende Fragen kannst du zum Beispiel stellen:

  • Welche Abteilungen werde ich kennenlernen?

  • Wie werden meine Aufgaben in den ersten Monaten aussehen?

  • Wie sieht es mit der Übernahme der Azubis nach der Ausbildung aus?

  • Auf welche Berufsschule werde ich gehen und wie ist der Besuch der Schule organisiert?

4. Assessment Center

Große Firmen, die aus einer Vielzahl an Bewerbern auswählen können, greifen häufig auf diese Art Einstellungstests zurück. Hier wird der angehende Azubi auf Herz und Nieren geprüft. In unterschiedlichen Aufgaben, schriftlich oder in Gruppen, werden analytische Fähigkeiten getestet.

5. Verabschiedung und Ausblick

Nachdem von beiden Seiten alle Fragen geklärt wurden, solltest du dich für das Gespräch bedanken, und dich nach dem Verlauf des Auswahlprozesses erkundigen. Beim Verlassen des Raumes solltest du selbstbewusst und zufrieden wirken.

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Sich über den Ausbildungsbetrieb schlau zu machen gehört zu den wichtigsten Aufgaben, die ein angehender Azubi vor einem Vorstellungsgespräch erledigen sollte. Mit Fragen zur eigenen Firma

prüft der Personaler, ob du deine Hausaufgaben auch gemacht hast. Folgende Dinge gilt es zu wissen:

  • Branche und Tätigkeitsbereiche

  • Unternehmensgeschichte

  • Firmenphilosophie und soziales Engagement

  • Anzahl der Mitarbeiter

  • Standorte und Filialen

  • Aktuelles (ist eine Produkteinführung geplant? Feiert die Firma ein Jubiläum?, etc.)

Klassische Fragen in einem Vorstellungsgespräch:

Jedes Vorstellungsgespräch verläuft anders. Es gibt jedoch klassische Fragen, die in fast jedem Vorstellungsgespräch gestellt werden. Wer sich auf diese vorbereitet, kommt nicht ins stottern und kann souveräne Antworten geben. Unser Tipp: Mit diesen Fragen solltest du rechnen:

  • Warum bewerben Sie sich in diesem Unternehmen und auf genau diesen Ausbildungsplatz?

  • Was erwarten Sie von ihrer Ausbildung?

  • Was wissen Sie über das Unternehmen?

  • Was sind Ihre Lieblingsfächer?

  • Wo liegen Ihre Stärken und Schwächen?

  • Was haben Sie in Ihrem letzten Praktikum gelernt?

  • Was haben Sie zwischen der Zeit Ihres Abschlusses bis Jetzt gemacht?

  • Welche Pläne haben Sie für die Zukunft?

No-Go's:

Jetzt weißt du, was du während eines Vorstellungsgespräches tun solltest. Andersrum gibt es auch Sachen, die auf jeden Fall vermieden werden sollten. Dazu gehören:

Fragen nach dem Gehalt oder nach Urlaubstagen. Peinlich kann es werden, wenn das Handy klingelt – Aus diesem Grund: Handy vor dem Gespräch auf jeden Fall ausschalten!

Ständiges auf die Uhr schauen signalisiert dem Personaler, dass du entweder gelangweilt bist, oder lieber woanders wärst. Ebenso zu vermeiden sind Lästereien über Lehrer oder ehemalige Arbeitgeber, zum Beispiel aus einem Praktikum. Unpünktlichkeit und zu legere Kleidung können einen Bewerber ebenfalls ins Aus katapultieren. Wenn du aber all diese Tipps zu einem Vorstellungsgespräch beherzigt, stehen die Chancen auf einen Ausbildungsplatz sehr gut!

 

Viel Erfolg!

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