ausbildungsstellen.de Bewerbungstipps Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?

Wie läuft ein Vorstellungsgespräch ab?
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Inhalt:
  1. Die 7 Phasen im Vorstellungsgespräch
  2. Phase 1: Der erste Eindruck
  3. Phase 2: Small Talk
  4. Phase 3: Unternehmenspräsentation
  5. Phase 4: Selbstvorstellung
  6. Phase 5: Fragen
  7. Phase 6: Organisatorisches und eigene Fragen
  8. Phase 7: Verabschiedung

Du konntest deinen Wunschausbildungsbetrieb mit deiner Bewerbung überzeugen und der Termin für dein Vorstellungsgespräch rückt immer näher. Es ist dabei ganz normal, dass sich neben der Freude über die Einladung auch ein wenig Aufregung und Nervosität breitmachen. Du brauchst dir vorab jedoch nicht allzu viele Sorgen machen. Die meisten Vorstellungsgespräche laufen zum Glück nach dem gleichen Schema ab, wodurch du dich in der Regel sehr gut auf die einzelnen Phasen des Gesprächs vorbereiten kannst. Doch welche Phasen gibt es bei einem Bewerbungsgespräch und auf welche Fragen solltest du immer gefasst sein?

Die 7 Phasen im Vorstellungsgespräch

Beinahe jedes Vorstellungsgespräch lässt sich in die gleichen Phasen einteilen. Dein möglicher Ausbildungsbetrieb möchte dich mithilfe des Gesprächs besser kennenlernen und überprüfen, ob du für den Ausbildungsplatz geeignet bist und in das Team passt. Es ist daher nicht notwendig, sich vor dem Gespräch unnötig zu stressen. Mit einer Einladung zu einem Vorstellungsgespräch hast du einen wichtigen Meilenstein geschafft und mit ein wenig Vorbereitung, kannst du deinen zukünftigen Ausbilder auch ganz einfach von dir und deinen Fähigkeiten überzeugen. Damit du dich besser vorbereiten kannst, geben wir dir in diesem Artikel einen Einblick in die sieben Hauptphasen eines jeden Bewerbungsgesprächs.

Phase 1: Der erste Eindruck

Der erste Eindruck lässt sich nur sehr schwer wieder revidieren. Dabei entscheiden wir innerhalb der ersten 15 bis 30 Sekunden, ob wir eine Person sympathisch finden oder nicht. Es ist daher wichtig, dass du nicht nur durch deine Pünktlichkeit, sondern auch durch dein gepflegtes Äußeres, die passende Kleiderwahl und dein freundliches Auftreten beim Vorstellungsgespräch punktest. Übertreibe es jedoch nicht mit Make-up oder Düften, sondern bleibe authentisch. Du solltest zudem auch alle Personen, die du an diesem Tag im Unternehmen triffst, begrüßen und dich während der gesamten Zeit von deiner besten und höflichsten Seite zeigen.

Phase 2: Small Talk

Bei der Begrüßung wirst du zumeist vom Personalmanager gefragt werden, ob du eine gute Anreise hattest und ob du das Büro einfach gefunden hast. Auch Fragen über das Wetter oder ob du ein Getränk möchtest, sind durchaus üblich. Du kannst diese ersten Minuten nutzen, um kurz durchzuatmen, ein wenig Nervosität abzulegen und um eine persönliche Beziehung zu deinen Gesprächspartnern herzustellen. Um ein wenig zur Ruhe zu finden, kannst du dir auch in Erinnerung rufen, dass du eingeladen wurdest, weil man deine Bewerbung interessant gefunden hat und dir die Ausbildung prinzipiell auch zutraut.

Phase 3: Unternehmenspräsentation

Nach dem Small Talk wird dir zumeist das Unternehmen vorgestellt. In diesem Teil ist es deine Aufgabe, aufmerksam und interessiert zuzuhören und bei Gesprächspausen Fragen zu stellen. Halte während dieser Phase Blickkontakt und versuche deinem Gegenüber durch Nicken und oder durch ein Lächeln nonverbales Feedback zu geben.

Phase 4: Selbstvorstellung

Nach der Unternehmenspräsentation wirst du meist darum gebeten, dich selbst vorzustellen. Dieser Teil des Gesprächs ist deine Chance, zu glänzen und deine Gesprächspartner davon zu überzeugen, dass du die richtige Person für den Ausbildungsplatz bist. Deine Präsentation sollte nur 5 bis 10 Minuten dauern und alle wichtigen Eckdaten deines schulischen Werdegangs beinhalten. Zudem bieten dir diese wenigen Minuten auch die Chance, deine Stärken, Qualifikationen und deine Motivation in den Vordergrund zu stellen. Überzeuge deinen zukünftigen Ausbilder davon, dass du für den Ausbildungsplatz brennst und dass eine Ausbildung in genau diesem Unternehmen ein lang ersehnter Wunschtraum von dir ist.

Phase 5: Fragen

Nach deiner Eigenpräsentation wirst zu zumeist mit Fragen konfrontiert. Klassische Fragen, auf die du vorbereitet sein solltest, sind beispielsweise:

  • Warum haben Sie sich genau auf diesen Ausbildungsplatz beworben?
  • Was reizt Sie an unserem Unternehmen?
  • Wie sind Sie auf unser Unternehmen aufmerksam geworden?
  • Warum möchten Sie Ihren Ausbildungsplatz wechseln?
  • Welche Ziele verfolgen Sie in den nächsten 5 bis 10 Jahren?
  • Was motiviert Sie?
  • Was sind Ihre Stärken?
  • Was sind Ihre Schwächen?

Bei all diesen Fragen geht es den Fragenden besonders darum, dich näher kennenzulernen und herauszufinden, welche Fähigkeiten und zukünftigen Ambitionen du hast. Du solltest dir daher vorab Antworten für alle Standardfragen überlegen und auch auf Fragen, mit denen du nicht gerechnet hast, authentisch antworten. Viele Bewerbungsratgeber proklamieren Standardantworten wie beispielsweise „Meine größte Schwäche ist Schokolade." Solche Antworten langweilen geschulte Personaler nicht nur, sondern zeigen auch auf, dass du dich nicht intensiv und individuell auf das Gespräch vorbereitet hast.

Phase 6: Organisatorisches und eigene Fragen

In dieser Phase werden in der Regel die Details deiner Ausbildung besprochen. So erfährst du, ob es weitere Azubis im Unternehmen gibt und wie sich dein zukünftiger Berufsalltag gestalten wird. Auch nähere Informationen zur Zusammenarbeit mit der Berufsschule und unternehmensspezifische Arbeitszeitenregelungen können Teil des Gesprächs sein. Du kannst in dieser Phase auch aktiv Fragen stellen, wie beispielsweise ob das Unternehmen Azubis für gewöhnlich an Leistungswettbewerben teilnehmen lässt, oder ob es zusätzliche Qualifizierungsmöglichkeiten im Unternehmen gibt. Schlussendlich solltest du in diesem Teil des Gesprächs auf jeden Fall nachfragen, wie es nach dem Gespräch weitergeht.

Phase 7: Verabschiedung

Die letzte Phase deines Vorstellungsgesprächs bietet dir noch einmal die Möglichkeit, einen guten Eindruck bei deinem womöglich zukünftigen Ausbilder zu hinterlassen und dich so von anderen Bewerbern abzuheben. Du solltest dich daher immer für das Gespräch bedanken und bekräftigen, wie gerne du deine Ausbildung in diesem Unternehmen in Angriff nehmen möchtest.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (31 Artikel) Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von ausbildungsstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft. Letzte Artikel
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