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Blockunterricht in der Ausbildung – Infos & Regelungen für Azubis

Blockunterricht in der Ausbildung – Infos & Regelungen für Azubis
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Inhalt:
  1. Der Blockunterricht – Was ist das eigentlich?
  2. Blockunterricht – danach arbeiten? Was ist während der Ausbildung erlaubt?
  3. Es ist allerdings absolut verboten, die versäumte Arbeitszeit, die man in der Berufsschule verbracht hat, im Ausbildungsbetrieb nachzuholen!
    1. Kompakt zusammengefasst:
    2. Blockunterricht: Die Vor- und Nachteile
    3. Die Vorteile von Blockunterricht:
    4. Die Nachteile von Blockunterricht:

Der Besuch einer Berufsschule gehört ebenso zu einer Ausbildung wie die Ausbildung im Betrieb. Es gibt sogar Ausbildungsberufe, die werden rein schulisch erlernt! Wer sich aber für eine klassische duale Ausbildung entschieden hat, könnte im Laufe seiner Lehre vermutlich mindestens einmal über den sogenannten Blockunterricht stolpern. In mehr als 140 Ausbildungsberufen gibt es nämlich solche Blockphasen. Was es damit auf sich hat, ob man nach dem Blockunterricht arbeiten muss und welche Vor- und Nachteile dieser so mit sich bringt, erfährst du hier!

Der Blockunterricht – Was ist das eigentlich?

Im Blockunterricht wird die betriebliche Ausbildung für einen gewissen Zeitraum unterbrochen und rein schulisch fortgesetzt. Zusammen mit deiner Berufsschulklasse wirst du diesen Block dann für zwei oder drei Wochen, oder auch für mehrere Monate, absolvieren. Es ist ein wenig so, als würdest du wieder zu Schule gehen. Doch auch hier geht es nicht nur theoretisch zu! Denn neben dem klassischen Berufsschulunterricht wird im Blockunterricht auch gemeinsam an Projekten gearbeitet.

Während eines Blocks kannst du als Auszubildender keinen Urlaub beantragen! Denn für den Abschluss deiner Ausbildung musst du am Blockunterricht teilgenommen haben. Solltest du gerade in der Zeit, in die der Blockunterricht fällt, dringend im Ausbildungsbetrieb gebraucht werden, so kann dieser einen Antrag stellen und dich davon befreien. Dies ist aber nur in absoluten Ausnahmesituationen möglich!

Blockunterricht – danach arbeiten? Was ist während der Ausbildung erlaubt?

Grundsätzlich ist es möglich, dass du auch in den Wochen, in denen du Blockunterricht hast, im Betrieb eingesetzt werden kannst. Wie auch beim ganz normalen, wöchentlichen Besuch der Berufsschule wird die Zeit, die du dort verbringst, auf deine betriebliche Arbeitszeit angerechnet.  Für Auszubildende, die noch nicht volljährig sind, gilt ein Beschäftigungsverbot, wenn der Blockunterricht in einer Woche mehr als 25 Unterrichtsstunden umfasst. Diese werden wie 40 Arbeitsstunden im Betrieb angerechnet. Minderjährige Auszubildende dürfen nach dem Blockunterricht also nicht mehr arbeiten, wenn dieser mehr als 25 Stunden in der Woche einnimmt.

Für volljährige Azubis gilt dieses Beschäftigungsverbot nicht. Diese dürfen nach dem Blockunterricht arbeiten, wenn die Restausbildungszeit noch sinnvoll ist und nicht als unzumutbar eingestuft wird. Unzumutbar wäre zum Beispiel, wenn du von der Berufsschule bis zum Ausbildungsbetrieb etwa 45 Minuten mit dem Bus brauchen würdest, nur um noch für 15 Minuten im Ausbildungsbetrieb weiterzuarbeiten. Liegt dein Ausbildungsbetrieb allerdings um die Ecke, und könntest noch etwa zwei Stunden arbeiten, dann darfst du das auch. Als volljähriger Azubi ist es nämlich gesetzlich gestattet, dass du in Ausnahmefällen (was der Blockunterricht ja darstellt) auch bis zu zehn Stunden pro Tag arbeiten kannst. Doch dafür muss dir innerhalb von sechs Monaten ein Ausgleich gewährt werden! Deine Arbeitszeit darf in einem Zeitraum von einem halben Jahr eine tägliche Durchschnitts-Arbeitszeit von 8 Stunden nicht überschreiten! In einer Blockphase muss diese Anrechnung für jeden Tag und für jede Woche erfolgen.

Es ist allerdings absolut verboten, die versäumte Arbeitszeit, die man in der Berufsschule verbracht hat, im Ausbildungsbetrieb nachzuholen!

Kompakt zusammengefasst:

Du bist minderjährig: Bist du mehr als 25 Stunden pro Woche im Blockunterricht, darfst du in dieser Blockphase nicht arbeiten.

Du bist volljährig: Wenn zumutbar, dürftest du nach dem Blockunterricht noch in den Betrieb gerufen werden. Dafür steht dir aber innerhalb von sechs Monaten ein Ausgleich zu, damit deine durchschnittliche Arbeitszeit von 8 Stunden am Tag nicht überschritten wird.

Weitere Informationen zu den gesetzlichen Regelungen der Berufsschulzeiten hat die Industrie- und Handelskammer Köln zusammengetragen: https://www.ihk-koeln.de/

Blockunterricht: Die Vor- und Nachteile

Die Vorteile von Blockunterricht:

  • ein konzentrierteres und intensiveres Lernen
  • es kann viel Wissen in kurzer Zeit angeeignet werden
  • mehr Zeit für Diskussionen
  • mehr Zeit für Projekte und Gruppenarbeit
  • weniger Wiederholungen, da Inhalte vom Vortrag präsenter sind als Inhalte, die eine Woche zurückliegen
  • intensive Auseinandersetzung mit einer Materie, so wird diese nicht so schnell wieder vergessen

Die Nachteile von Blockunterricht:

  • wer krank ist verpasst sehr viel auf einmal
  • man wird aus dem betrieblichen Tagesgeschehen „rausgerissen“ und muss sich nach der Rückkehr erst wieder einarbeiten und sich auf den neusten Stand bringen lassen
  • Was im Blockunterricht behandelt wurde wird nach dem Block selten noch einmal wiederholt
  • Inhalte werden nach dem Block in langen Praxisphasen wieder vergessen
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