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Die bestbezahlten Ausbildungsberufe - Hier verdienst du richtig gut!

Die bestbezahlten Ausbildungsberufe - Hier verdienst du richtig gut!
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Inhalt:
  1. 1. Fluglotse/Fluglotsin
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Fluglotse:
  2. 2. Beton- und Stahlbetonbauer/-in
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Beton- und Stahlbetonbauer/-in
  3. 3. Altenpfleger/-in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Altenpfleger/-in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in
  4. 4. Polizist/-in
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Polizist/-in:
  5. 5. Physiklaborant/-in
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Physiklaborant/-in
  6. 6. Binnenschiffer
    1. Deine Ausbildungsvergütung als Binnenschiffer:

Geld allein ist nicht alles. Doch es kann den Alltag ein wenig sorgenfreier machen. Aus diesem Grund schauen viele angehende Azubis bei der Auswahl eines Berufes schon mal auf die möglichen Verdienstaussichten. Gar keine so schlechte Idee, schließlich will man ja nicht von der Hand in den Mund leben. Gerade Schülern, die sich nicht auf die finanzielle Unterstützung der Eltern verlassen können liegt viel an einer angemessen hohen Ausbildungsvergütung. Allerdings sollte man bei der beruflichen Orientierung auch andere Aspekte berücksichtigen, und nicht nur das Gehalt. 

Im Folgenden findest du eine kleine Übersicht derjenigen Ausbildungsberufe, in denen ein sattes Ausbildungsgehalt winkt. In dieser bunten Mischung findest du Ausbildungen aus der Industrie, dem Handwerk, aber auch aus dem Gesundheitswesen und vielen weiteren Branchen. In einer kleinen Zusammenfassung kannst du gleich nachlesen, ob du die nötigen schulischen und persönlichen Voraussetzungen für die jeweiligen Berufe mitbringst. Bedenke bei der Auswahl eines Ausbildungsberufes immer, dass dir der Job Spaß machen muss! Denn auch wenn du gut verdienst, wenn du deinen Alltag nicht magst, wirst du am Ende unglücklicher sein als mit einem Job den du liebst, der aber schlecht bezahlt wird. Wäge daher gut ab, welche Ausbildung wirklich zu dir passt!

1. Fluglotse/Fluglotsin

Der Ausbildungsberuf Fluglotse oder Fluglotsin ist in ganz Deutschland einheitlich geregelt. Diese Ausbildung dauert drei Jahre und findet an einer Akademie statt. Zu den wichtigsten Zugangsvoraussetzungen dieser Ausbildung zählt neben der allgemeinen Hochschulreife auch die körperliche und geistige Eignung für diesen Beruf, welche in einem Auswahlverfahren ermittelt wird. Du musst zudem sehr gut in Englisch sein (Level C1) und auch über ein uneingeschränktes Seh- und Hörvermögen verfügen. Wenn du das Auswahlverfahren gemeistert hast, lernst du in deiner Ausbildung zum Fluglotsen, wie du das Radar zur Luftverkehrsbeobachtung benutzt. 

Du erhältst Kurse zur Flugwetterkunde, zum Flugfunkdienst, und lernst ebenfalls die örtliche Luftraumordnung und vieles mehr kennen. Nach deiner Ausbildung arbeitest du als Tower oder Centerlotse und überwachst den Radarbildschirm. Per Funk gibst du dem Boden- oder auch dem Bordpersonal Anweisungen für Start und Landung des Fliegers. Während des Fluges hältst du zusätzlich noch Kontakt zu den Wetterdiensten und sorgst für einen sicheren Flug. In diesem Job sind die Anforderungen sehr hoch. Sprechen, schreiben, zuhören und Dinge am Computer zu koordinieren- dass muss schon mal alles gleichzeitig passieren. Neben einem guten Gedächtnis sind Reaktionsgeschwindigkeit das A und O in diesem Job. Doch so viel Verantwortung wird auch gut bezahlt:

Deine Ausbildungsvergütung als Fluglotse:

Während der ersten 13 bis 17 Monate, in der du deine Ausbildung in der Flugsicherungsakademie Langen absolvierst, kannst du mit einer monatlichen Vergütung von etwa 900 Euro brutto rechnen. In der darauffolgenden Einarbeitungsphase, welche nochmal ca. 18 Monate in Anspruch nimmt, kannst du je nach Niederlassung zwischen 3.550 Euro und 5.100 Euro brutto verdienen! Nach der Ausbildung kann das Einstiegsgehalt zwischen 6.000 Euro und 8.000 Euro brutto im Monat liegen!

2. Beton- und Stahlbetonbauer/-in

In diesem dreijährigen Ausbildungsberuf dreht sich alles rund um Bauteile, Schalungen und Bewehrungen aus Beton und Stahlbeton. Diese werden sowohl selbst hergestellt, als auch montiert. Bewerber, die sich für diese Ausbildung interessieren, müssen über einen Hauptschulabschluss verfügen und viel Interesse an vor allem praktischen Tätigkeiten mitbringen. Körperbeherrschung und gute Kenntnisse in Mathematik sind ebenfalls wichtig, genauso wie handwerkliches Geschick und eine gute Auge-Hand-Koordination. 

Während deiner Ausbildung zum Beton- und Stahlbetonbauer/-in lernst du das Herstellen von Baukörpern, wie man diese einbaut, aber auch, wie man beschädigte Betonwände wieder saniert. Zudem wirst du darin eingewiesen, Baugruben auszuheben, Treppen einzubauen, und vieles mehr. Du arbeitest dabei nicht nur an Häusern, sondern eventuell auch mal an Hochhäusern, Brücken oder Hallen. Dein Aufgabengebiet umfasst von der Vorbereitung, über die Herstellung von Stützgerüsten und Bauteilen, bis zum Mischen von Beton und anschließender Betonierung alles, bis hin zur abschließenden Qualitätskontrolle. Für so viel Abwechslung, aber auch für die teilweise schwere körperliche Arbeit, wirst du fair entlohnt:

Deine Ausbildungsvergütung als Beton- und Stahlbetonbauer/-in

  1. Ausbildungsjahr: Zwischen 675 Euro und 755 Euro
  2. Ausbildungsjahr: Zwischen 895 Euro und 1.115 Euro
  3. Ausbildungsjahr: Zwischen 1.120 Euro und 1.400 Euro

3. Altenpfleger/-in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in

Entscheidest du dich für eine Ausbildung im Gesundheitswesen, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du dich für einen dieser beiden Berufe entscheidest, denn sie gehören zu den beliebtesten in dieser Branche. In beiden steht der Umgang mit Menschen im Fokus. Du hilfst entweder Bewohnern eines Altenheimes dabei, alltägliche Herausforderungen zu bewältigen, oder Patienten in einem Krankenhaus, schnell wieder zu genesen. Bei beiden Ausbildungsberufen handelt es sich um dreijährige schulische Ausbildungen. Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz als Altenpfleger/-in oder als Gesundheits- und Krankenpfleger ist ein mittlerer Bildungsabschluss, ein ärztliches Attest, dass die gesundheitliche Eignung des Bewerbers bestätigt, sowie unter Umständen auch ein Vorpraktikum. Die Anforderungen können sich von Berufsschule zu Berufsschule unterscheiden.

In deiner Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger/-in wirst du alles über die Ursachen von Krankheiten erfahren, aber auch lernen, wie man diese diagnostiziert und behandelt. Dinge wie Blutabnehmen oder einen Patienten zum Röntgen vorzubereiten werden in deinem Berufsalltag ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Du lernst, wie du Wunden versorgst und Patienten stabil hältst, bis ein Arzt sich um diese kümmern kann. In deiner Ausbildung zum Altenpfleger/-in wirst du dich damit beschäftigen, wie man den Gesundheitszustand der Bewohner richtig einschätzt und im Notfall erste Hilfe leistet. Auch die körperliche Pflege, sowie das Reichen von Essen wirst du in deinem späteren Joballtag übernehmen. Gleichzeitig kümmerst du dich aber auch um das seelische Wohlbefinden von älteren Menschen, in dem du sie dazu motivierst, an Angeboten und Aktivitäten in deiner Einrichtung teilzunehmen. Neben pädagogischem Geschick und Empathie ist auch Merkfähigkeit eine wichtige Voraussetzung für eine Ausbildung in diesen Berufen. Die Ausbildungsvergütung kann sich sehen lassen, denn du erhältst bereits im ersten Lehrjahr rund 1.000 Euro brutto im Monat!

Deine Ausbildungsvergütung als Altenpfleger/-in oder Gesundheits- und Krankenpfleger/-in

  1. Ausbildungsjahr: ca. 1.011 Euro
  2. Ausbildungsjahr: ca. 1.072 Euro
  3. Ausbildungsjahr: ca. 1.173 Euro 

4. Polizist/-in

Wenn du Polizist werden möchtest, dann bist du im Grunde genommen kein Azubi, sondern ein Anwärter- so heißen Auszubildende im öffentlichen Dienst. Je nach Berufsbezeichnung durchläufst du einen zwei- bis dreijährigen Vorbereitungsdienst. Voraussetzung für diesen Ausbildungsberuf ist ein mittlerer Bildungsabschluss, aber auch eine bestimmte Größe, Alter, und ein bestimmtes Gewicht darf nicht über- oder unterschritten werden. Schließlich musst du körperlich sehr fit sein, wenn du auf Streife gehst. In einem Auswahlverfahren wird getestet, ob du bestimmte Anforderungen erfüllst und für eine Ausbildung bei der Polizei geeignet bist. 

In diesem Ausbildungsberuf lernst du jede Menge theoretische Grundlagen, die für die Ausübung deines späteren Jobs unerlässlich sind. Dazu gehören Fächer wie Führungs- und Einsatzlehre, Verkehrslehre, Kriminalistik, Rechtsmedizin, Strafverfahrensrecht, Verwaltungsrecht, und vieles mehr. Zusätzlich wirst du auch in Fächern wie Deutsch, Psychologie, und selbstverständlich auch Sport unterrichtet. In deinem Berufsalltag wirst du später einmal Anzeigen aufnehmen, Berichte schreiben, Unfallstellen absichern, Täter verhaften, Verkehrskontrollen führen oder auch Streitigkeiten schlichten. Bei diesem breit gefächerten Aufgabenportfolio musst du als angehender Polizist auch jede Menge Fähigkeiten beherrschen. Reaktionsgeschwindigkeit, gute Merkfähigkeit und Beobachtungsgenauigkeit sind nur einige davon. Im Gegenzug kannst du aber auch was deine Ausbildungsvergütung anbelangt nicht meckern:

Deine Ausbildungsvergütung als Polizist/-in:

Der monatliche Anwärtergrundbetrag (Ausbildungsgehalt) beträgt bei Polizeivollzugsbeamten im mittleren Dienst etwa 1.139 Euro brutto. Entscheidest du dich für eine Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten bei der Bundespolizei im höheren Dienst, kannst du mit einer monatlichen Vergütung von 1.405 Euro brutto rechnen.

5. Physiklaborant/-in

Wenn du dich für einen gut bezahlten Ausbildungsberuf in der Industrie interessierst, dann kommt eine Ausbildung zum Physiklaboranten für dich in Frage! In dreieinhalb Jahren Ausbildungszeit wirst du lernen, eigene Versuchsreihen aufzubauen, deine Ergebnisse zu messen und zu dokumentieren. Für diesen Ausbildungsberuf benötigst du die allgemeine Hochschulreife. Wenn du aber einen sehr guten Realschulabschluss hast, lohnt sich eine Bewerbung ebenfalls! Gute Noten in Physik, Chemie und Mathematik erleichtern dir den Berufseinstieg. Du solltest gut beobachten können, und deine Beobachtungen auch in Worte fassen können um diese aufzuschreiben. Räumliches Vorstellungsvermögen, aber auch technisches Verständnis sind in diesem Ausbildungsberuf sehr wichtig. 

Als Azubi in einem Physiklabor wirst du unterschiedliche Laborgeräte kennenlernen und auch erfahren, wann welches davon zum Einsatz kommt. Für die Durchführung von Experimenten wirst du dir Kenntnisse aneignen, wie man unterschiedliche Dinge mit chemischen Stoffen erreicht, also wie du diese voneinander trennen, vereinigen, aber auch reinigen kannst. Auch mikrobiologische Arbeitstechniken wie die Sterilisation wirst du während deiner Ausbildung erlernen, ebenso wie das Messen von Spannung, Widerstand und Stromstärke. Klingt ganz schön kompliziert? Ist aber eine spannende Sache, wenn man erst mal den Dreh raus hat. Auch die großzügige Ausbildungsvergütung spricht für diesen Beruf: 

Deine Ausbildungsvergütung als Physiklaborant/-in

  1. Ausbildungsjahr: Zwischen 866 Euro und 984 Euro
  2. Ausbildungsjahr: Zwischen 918 Euro und 1.035 Euro
  3. Ausbildungsjahr: Zwischen 977 Euro und 1.127 Euro
  4. Ausbildungsjahr: Zwischen 1.016 Euro und 1.118 Euro

6. Binnenschiffer

Du liebst die Schiffe und das Meer? Gleichzeitig bist du auf der Suche nach einem Ausbildungsberuf, bei dem du bereits ab dem ersten Lehrjahr ziemlich gut verdienst? Dann ist eine Ausbildung zum Binnenschiffer genau das richtige für dich! Bei diesem dreijährigen Ausbildungsberuf beförderst du Güter oder auch Passagiere auf Binnengewässern. Alles, was du dafür brauchst, ist ein guter Hauptschulabschluss oder einen Realschulabschluss. Räumliche Orientierung, Konzentration und auch das schnelle Reagieren in Gefahrensituationen solltest du allerdings von Anfang an mitbringen. Im weiteren Verlauf der Ausbildung wirst du zusätzlich noch   jede Menge technisches Verständnis erlangen, schließlich musst du dich gut mit deinem Schiff auskennen und im Falle eines Schadens auch schon mal selbst Hand anlegen um Reparaturen durchzuführen. 

Als waschechter Seebär wirst du lernen, wie man den Funkverkehr einsetzt, wie du so ein Schiff navigierst, damit anlegst und vieles mehr. Auch über deine Ladung musst du einiges lernen. Zum Beispiel, welche Güter wie gelagert werden und was beim Umschlag zu beachten ist. Die gesetzlichen Regelungen zur Beförderung von Passagieren wirst du ebenfalls lernen. Nach deiner Ausbildung kennst du dich bestens mit der Binnenschifffahrt aus und weißt, wie man mit Wasserbauwerken wie Schleusen und Hebewerke umgeht, und auch, wie man die elektrischen und elektronischen Anlagen eines Schiffes bedient. Manchmal bist du nur ein paar Stunden auf dem Wasser, manchmal wirst du aber auch wochenlang unterwegs sein. Ein faires Ausbildungsgehalt lässt aber auch diese kleine Unannehmlichkeit schnell wieder vergessen:

Deine Ausbildungsvergütung als Binnenschiffer:

  1. Ausbildungsjahr: Zwischen 910 Euro und 936 Euro
  2. Ausbildungsjahr: Zwischen 1.051 Euro und 1.071 Euro
  3. Ausbildungsjahr: Zwischen 1.186 Euro und 1.209 Euro
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