ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Die erste eigene Wohnung: Wertvolle Tipps für Azubis

Die erste eigene Wohnung: Wertvolle Tipps für Azubis

Die erste eigene Wohnung: Wertvolle Tipps für Azubis
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Inhalt:
  1. Als Azubi auf Wohnungssuche: So geht’s 
  2. Finanzielle Tipps für die erste eigene Wohnung
    1. Der Unterschied zwischen Warm- und Kaltmiete
    2. Monatliche Fixkosten
    3. Einmalige Kosten für die erste eigene Wohnung 
  3. Die erste eigene Wohnung – Wie kann ich mir das als Azubi überhaupt leisten?

Du möchtest dich aus dem Hotel Mama verabschieden und bereits während deiner Ausbildung auf eigenen Beinen stehen? Dann ist es Zeit für die erste eigene Wohnung! Dieses „Projekt“ erfordert eine gute Vorbereitung! Wie geht man bei der Wohnungssuche vor? Was ist bei einer Wohnungsbesichtigung zu beachten? Welche Kosten auf dich zukommen, und wie du dir das als Azubi überhaupt alles leisten sollst, erfährst du hier! Also, gleich weiterlesen... 

Als Azubi auf Wohnungssuche: So geht’s 

Bevor du mit der Wohnungssuche beginnst, musst du natürlich wissen, wie viel Geld du im Monat dafür auch ausgeben kannst. Ist diese Frage geklärt, dann ist es an der Zeit, sich Gedanken darüber zu machen, was man in seiner Wohnung unbedingt haben möchte und was nicht. Bevorzugst du eine Wohnung im Dachgeschoss oder lieber im Erdgeschoss? Reicht eine Dusche, oder willst du auch eine Badewanne haben? Wie wichtig ist dir ein Balkon? Möchtest du dein Extra-Zimmer haben, für den Fall, dass du irgendwann einen Mitbewohner suchen wirst? Wie weit darf die Wohnung von deinem Ausbildungsbetrieb entfernt sein? Wie wichtig ist es, dass du Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe hast? Überlege dir, was du genau möchtest. Erst dann ist es sinnvoll, aktiv auf Wohnungssuche zu gehen! 

Hast du ein paar Wohnungen gefunden, die sowohl deinen finanziellen Mitteln als auch deinen Wünschen entsprechen, dann ist es an der Zeit die Vermieter anzurufen und Besichtigungstermine zu vereinbaren. Zur Wohnungsbesichtigung solltest du nicht alleine erscheinen. Nimm jemanden mit, der sich damit gut auskennt, und Mängel schnell erkennt. Deine Eltern zum Beispiel können dir dabei helfen, eventuelle Missstände zu sehen. Gibt es Schimmel in der Wohnung oder andere Hinweise, dass diese sich nicht mehr in einem guten Zustand befindet, dann lass am besten die Finger davon. Achte bei der Besichtigung aber auch auf das, was sich außerhalb der Wohnung abspielt. Liegt das Schlafzimmer an einer vielbefahrenen Straße? Wenn Lkw's und Busse vorbeisausen, dann kannst du dich von einer ruhigen Nacht verabschieden. Damit dir solche Details nicht entgehen: Unbedingt Profis in Sachen eigene Wohnung mitbringen!

Sobald du dich für eine Wohnung entschieden hast, unterzeichnest du den Mietvertrag. Herzlichen Glückwunsch! Dein Ziel von einem selbstständigen und richtig erwachsenem Leben rückt in greifbare Nähe. Sobald du umgezogen bist, musst du dich beim Einwohnermeldeamt ummelden. Auf keinen Fall vergessen, denn sonst musst du mit einer Strafe von bis zu 500 Euro rechnen! Damit du weißt, was in finanzieller Hinsicht auf dich zukommt, findest du im Folgenden wertvolle Tipps zu diesem Bereich!

Finanzielle Tipps für die erste eigene Wohnung

Als Azubi verdienst du das erste mal in deinem Leben ein richtiges Gehalt. Jetzt ist es wichtig, dass du damit auch gut umgehen kannst. Wer für die Ausbildung in eine eigene Wohnung zieht und sein Elternhaus verlässt, der muss umso besser mit seinen Ein- und Ausgaben wirtschaften. Um einen Überblick über deine Finanzen zu haben, empfehlen wir dir, ein Haushaltsbuch zu führen. Schreibe darin auf, was du im Monat verdienst, und auch, was du jeden Monat ausgibst. Hier weitere Finanz-Tipps für deine erste eigene Wohnung:

Der Unterschied zwischen Warm- und Kaltmiete

Sobald du anfängst, dich nach einer passenden Wohnung umzuschauen, ist der Mietpreis vermutlich dass, was dich am meisten interessiert. In den meisten Fällen handelt es sich bei der Angabe des Mietpreises um die sogenannte Kaltmiete. Für dich bedeutet das, dass die Nebenkosten noch nicht in dieser Summe enthalten sind. Zu den Nebenkosten zählen Strom, Heizung und Warmwasser. Oft kommen aber noch Kosten für die Gebäudereinigung oder für die Müllentsorgung dazu. Auch ein Stellplatz, der zur Wohnung „mitvermietet“ wird, kann weitere monatliche Kosten für dich bedeuten. 

Um eine ungefähre Vorstellung davon zu haben, wie viel Geld du im Monat für deine Wohnung ausgeben musst, kannst du den Vermieter anrufen und fragen, wie hoch die monatlichen Nebenkosten bei den aktuellen Mietern sind. Möchte man dir dazu aus irgendeinem Grund keine Auskunft geben, dann rechne pauschal 2 Euro pro Quadratmeter auf den Mietpreis oben drauf. An diesem Richtwert kannst du dich dann orientieren. 

Monatliche Fixkosten

Miete und Nebenkosten sind nicht die einzigen Ausgaben, die mit einer eigenen Wohnung auf dich zukommen werden. Damit du nicht von der Außenwelt abgeschnitten bist, musst du natürlich auch ein Telefon haben. Und Internet ist selbstverständlich auch nicht mehr wegzudenken. Die Kosten für einen Internet- und Telefonanschluss können stark variieren. Vergleiche verschiedene Anbieter und entscheide dich ruhig für eine günstige Variante. Viele Anbieter bieten Vergünstigungen für Studenten an – Nachfragen, ob diese „Studententarife“ auch für Azubis gelten, kann dir im Besten Fall jeden Monat ein bisschen Geld sparen, also unbedingt machen!

Einmalige Kosten für die erste eigene Wohnung 

So eine eigene Wohnung muss natürlich auch eingerichtet werden. Deine bisherigen Möbel reichen gerade so, um dein Schlafzimmer auszustatten? Dann gibt es für dich mehrere Möglichkeiten. Eine davon bezieht sich auf die Schnäppchenjagd in Möbelhäusern. Warte auf bestimmte Aktionen oder darauf, dass das Sortiment runtergesetzt wird und schlage dann zu. Du kannst nicht warten und musst deine Wohnung schnell einrichten? Dann schau mal in die wöchentlichen Prospekte der Discounter. Diese bieten regelma?ßig vereinzelte Möbelstücke zu einem günstigen Preis an. Regale für das Badezimmer, eine Kommode für den Flur, oder auch einen Couchtisch für das Wohnzimmer kannst du auf diese Weise finden. 

Für größere Anschaffungen wie eine Küche oder ein Sofa lohnt sich der Blick auf ebay oder in die Zeitung. Gebrauchte Möbel sind häufig gut in Schuss und man bekommt sie für einen Bruchteil des Preises, den man im Laden dafür gezahlt hätte. Nicht nur Möbel müssen bei einem Einzug in die eigenen vier Wände bezahlt werden. Vermieter verlangen auch immer eine Kaution. Diese beträgt meist zwei oder drei Monatsmieten.

Die erste eigene Wohnung – Wie kann ich mir das als Azubi überhaupt leisten?

Nach all den Angaben über die Kosten, mit denen du rechnen musst, kommt bestimmt der ein oder andere Zweifel darüber auf, wie du dir das eigentlich als Lehrling alles leisten können sollst. Zum Glück gibt es für den Fall, dass du nicht gerade über ein Spitzen-Ausbildungsgehalt verfügst, finanzielle Hilfen vom Staat. Auszubildende, die während ihrer Lehre nicht mehr bei ihren Eltern wohnen, können BAB – Die Berufsausbildungsbeihilfe beantragen. 

Dabei handelt es sich um einen finanziellen Zuschuss, den du jeden Monat bis zum Ende deiner Ausbildung erhältst. Deine Finanzen werden damit ein wenig aufgestockt. Diejenigen, die eine schulische Ausbildung absolvieren und kein Ausbildungsgehalt verdienen, bekommen finanzielle Unterstützung in Form von BAföG. Eine weitere Option ist das sogenannte Wohngeld. Dieses kannst du bei der zuständigen Wohngeldbehörde in deiner Stadt beantragen.

Für mehr Informationen zu diesem Thema, empfehlen wir einen weiteren interessanten Beitrag: Umziehen für die Ausbildung? Hier gibt’s jede Menge Vor- und Nachteile zum Auszug in eine eigene Wohnung während der Ausbildung, sowie einige nützliche Tipps für den Umzug!

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