ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Umziehen für die Ausbildung? Darauf solltest du achten!

Umziehen für die Ausbildung? Darauf solltest du achten!

Umziehen für die Ausbildung? Darauf solltest du achten!
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Inhalt:
  1. Umziehen für den Ausbildungsplatz – Das solltest du wissen
  2. Umzug für die Ausbildung: Mit diesen Kosten musst du rechnen
  3. Umziehen für die Lehrstelle: Gibt es finanzielle Unterstützung für Azubis?
  4. Tipps für deinen Umzug: Folgendes solltest du beachten

Die Suche nach einem Ausbildungsplatz kann einen schonmal durch ganz Deutschland führen. Für die perfekte Lehrstelle nehmen viele angehende Auszubildende auch einen Umzug in Kauf. Die Gründe für einen Umzug für die Ausbildung können jedoch sehr vielfältig sein. Manchmal findet man einfach nichts Passendes an seinem Wohnort. Manchmal verbindet man aber auch die Suche nach einer Lehrstelle mit einem Umzug in die Stadt, in der man schon immer unbedingt wohnen wollte. Ob freiwillig oder notgedrungen: Wir verraten dir, worauf du bei einem Umzug für die Ausbildung achten musst!

Umziehen für den Ausbildungsplatz – Das solltest du wissen

Jeder Umzug ist zunächst mit einem finanziellen Aufwand verbunden. Doch das ist noch längst nicht alles. Zusätzlich solltest du beachten, dass auch Dinge wie der Haushalt, das Einkaufen, Kochen und noch vieles mehr plötzlich an deiner Tagesordnung stehen werden. Außerdem wirst du ja von nun an nicht mehr nur sechs Stunden täglich, sowie in der Schulzeit, sondern acht bis neun Stunden eingebunden sein. Nach Feierabend wartet dann nicht dein Lieblingsessen, mit viel Liebe von der Mama zubereitet, sondern du musst in deiner eigenen Wohnung selbst den Kochlöffel schwingen. Danach geht es ans Wäsche waschen, vielleicht noch ans Einkaufen und anstatt um 20 Uhr endlich zur Ruhe zu kommen, musst du dich noch an dein Berichtsheft setzen oder für einen Test in der Berufsschule pauken. Ein Zuckerschlecken wird das bestimmt nicht. Du siehst, eine eigene Wohnung bringt sehr viele Veränderungen mit, genauso wie auch schon dein neuer Alltag als Azubi. Doch es ist natürlich nicht alles nur negativ!

Ein Umzug in so frühen Jahren bedeutet eine frühe Selbstständigkeit. Du lernst, auf eigenen Füßen zu stehen und lebst schon während deiner Lehre wie ein Erwachsener. Natürlich ist das manchmal, wie oben beschrieben, auch sehr anstrengend, doch kann man am Endes des Tages ganz schön stolz auf sich sein. Und die Eltern sind es bestimmt auch. Du punktest aber nicht nur bei deinen Eltern für so viel Selbstständigkeit, sondern auch bei deinem Ausbildungsbetrieb und vielleicht auch noch bei einem anderen zukünftigen Arbeitgeber. So ein Umzug ganz allein in eine fremde Stadt für die Karriere wird auf jeden Fall honoriert werden. Du zeigst deinem Arbeitgeber damit, dass du mutig bist, selbstständig und auch motiviert genug, um so einen Schritt für deine berufliche Entwicklung zu wagen. Für einen Umzug für eine Lehrstelle spricht ebenfalls, dass du mit finanzieller Unterstützung rechnen kannst. Du wirst also nicht am Hungertuch nagen müssen, nur weil du jetzt eine eigene Wohnung hast. Doch das Beste am Alleine-Wohnen: Freiheit! Nachdem du nämlich deine Pflichten alle erfüllt hast, kannst du in deinen eigenen vier Wänden tun und lassen, was du möchtest!

Umzug für die Ausbildung: Mit diesen Kosten musst du rechnen

  • Miete
  • Nebenkosten und Stromkosten
  • Kaution für die Wohnung
  • Möbel und Einrichtungsgegenstände
  • Kosten für Internet, Telefon und Handy
  • Kosten für Lebensmittel und sonstige Einkäufe

Nicht zu vergessen: Zu den möglichen Kosten können auch noch Kosten für das Monatsticket anfallen, für eventuelle Versicherungen, aber natürlich auch für die Freizeit. Damit du einen guten Überblick von deinen sogenannten Lebenshaltungskosten bekommst und weißt, was du monatlich noch zusätzlich zu Miete und co. benötigst, ist es sinnvoll eine Art Haushaltsbuch darüber zu führen.

Umziehen für die Lehrstelle: Gibt es finanzielle Unterstützung für Azubis?

Von der Ausbildungsvergütung allein können Azubis in der Regel nicht leben. Daher gibt es finanzielle Unterstützung vom Staat. Für diese Fälle gibt es die Berufsausbildungsbeihilfe (auch BAB genannt). Um bereits vom ersten Monat der Lehre finanzielle Unterstützung zu erhalten, solltest du schon vor Ausbildungsbeginn zur Bundesagentur für Arbeit gehen und dir die nötigen Formulare zur Beantragung der Berufsausbildungsbeihilfe geben lassen. Wenn für dich keine Berufsausbildungsbeihilfe in Frage kommt, zum Beispiel, weil deine Eltern zu viel Geld verdienen, dann kannst du schauen, ob du für das Wohngeld berechtigt bist! Auch dein Kindergeld kann dir bei der Finanzierung deiner eigenen Wohnung helfen.

Mehr Informationen zur Berufsausbildungsbeihilfe gibt es ebenfalls auf ausbildungsstellen.de: Finanzielle Unterstützung während der Ausbildung: Wichtige Infos zur BAB

Tipps für deinen Umzug: Folgendes solltest du beachten

Bevor du dich auf die Suche nach einer neuen Wohnung machst, solltest du schon genau wissen, wie viel Geld du jeden Monat für die Miete aufbringen kannst. Wenn du dann nach Wohnungen für dich schaust, solltest du zwei Dinge im Auge behalten: Wie hoch ist die Warmmiete, und wie weit ist die Wohnung von deinem Ausbildungsbetrieb entfernt. Die Warmmiete ist deshalb so entscheidend, weil viele Vermieter mit einer vermeintlich günstigen Kaltmiete auf ihre Wohnung aufmerksam machen, die hohen Zusatzkosten wie zum Beispiel Hausmeisterkosten, Kosten für die Treppenreinigung oder die Müllabfuhr und viele weitere Kosten „verschweigen“. Erkundige dich also immer nach der ungefähren Warmmiete. Und auch die Entfernung zu deinem Ausbildungsplatz spielt eine wichtige Rolle, da kurze Wege mehr Freizeit bedeuten und weniger Kosten für das Bus- oder Bahnticket.

Wenn du Angst davor hast, vollkommen allein zu wohnen, weil die finanzielle Belastung zu groß werden könnte oder weil du viel lieber unter Leuten bist, dann gibt es zu einer eigenen Wohnung auch Alternativen! Wie wäre es mit einem Umzug in eine WG? In so einer Wohngemeinschaft teilt man sich nicht nur die Miete, sondern auch die anfallenden Aufgaben im Haushalt. Ebenfalls super: Wenn du nach Hause kommst bist du nicht allein, sondern kannst deinen Mitbewohnern gleich von deinem spannenden Azubi-Alltag berichten! Eine weitere Alternative stellen Wohnheime für Jungendliche dar. Diese sehen ein bisschen so aus wie Jugendherbergen, doch hat jeder sein eigenes Zimmer und ein eigenes Bad. Hier gibt es Gemeinschaftsräume, in denen sich die jungen Bewohner kennenlernen und Zeit miteinander verbringen können.

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