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Ausbildung zum Bauzeichner/-in

Wenn andere erst stundenlang einen Grundriss studieren, hast du schon längst entschieden, welche Wand man einreißen kann, ob das Wohnzimmer groß genug ist oder ob der Pool noch in den Garten passt? Dann scheint es, als hättest du ein gutes räumliches Vorstellungsvermögen und auch mit Mathe keine sonderlichen Schwierigkeiten! Na wenn das nicht nach dem Ausbildungsberuf zum/zur Bauzeichner/-in schreit?!

Bauzeichner/-in
© wavebreakmedia / www.shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 600 Euro
2. Lehrjahr: 800 Euro
3. Lehrjahr: 950 Euro
Einstiegsgehalt
1900 Euro
Ausbildungsplätze zum Bauzeichner/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Bauzeichner/-in Ausbildung

Während vor einigen Jahren noch die Skizzen per Hand angefertigt wurden, wirst du als Bauchzeichner/-in hauptsächlich am Computer arbeiten. Wenn du jetzt denkst „Juhu, ich habe schon immer gerne mit Paint gemalt!“, dann verwirf diesen Gedanken ganz schnell, denn du wirst mit professionellen CAD-Programmen (Computer Aided Design) arbeiten. Höchstens schnelle Skizzen wirst du noch per Hand erledigen.

TIPP: Du kannst dich auch zur CAD-Fachkraft weiterbilden lassen und wenn du dies noch nach einem bestimmten Schwerpunkt tun willst, dann kannst du zwischen „Bau“, „Elektrotechnik“ und „Metall“ wählen.

Sobald du das Programm beherrschst, wirst du bautechnische Zeichnungen, Baupläne, Schalpläne, Grundrisse, Ansichten und Details anfertigen. Hierbei ist es wichtig, dass diese maßstabgetreu sind und den Vorgaben des Architekten oder Ingenieurs entsprechen.

Doch auch Materialkunde steht auf dem Plan, sodass du im Laufe der Zeit viel über Baustoffe erfährst, wie Stein, Holz und Stahl, Bauweisen und Bauelemente. Gute Kenntnisse in Mathe, beispielsweise zum Berechnen der Tragfähigkeit einer Konstruktion, und Physik solltest du unbedingt mitbringen, sowie Zuverlässigkeit, Geschicklichkeit, organisatorische Fähigkeiten und eine akkurate Arbeitsweise.

Bewerben kannst du dich bei Architektur- und Ingenieurbüros, Hoch- und Tiefbauunternehmen aber auch in der öffentlichen Verwaltung. Neben deiner Arbeit wirst du auch mal auf Baustellen nach dem Rechten sehen und kannst miterleben, wie deine Zeichnung in die Realität umgesetzt wird! Doch auch die Berufsschule erwartet dich, entweder ein- bis zweimal in der Woche oder aber jeden Tag, dafür dann aber nur ein oder zwei Wochen lang (Blockunterricht).

Notwendiger Schulabschluss

Mit einem mittleren Bildungsabschluss oder der Hochschulreife hast du die besten Chancen auf eine Zusage.

TIPP: Die Personaler werden auch auf deine Noten in Technik schauen, um deine handwerklichen Fähigkeiten einschätzen zu können!

Ausbildungsdauer

Die Ausbildungsdauer beträgt in der Regel drei Jahre, kann unter Umständen jedoch auch verkürzt werden. Ein Recht hast du allerdings nicht darauf! Gründe, die eine Verkürzung begünstigen können, sind zum Beispiel eine bereits abgeschlossene Ausbildung oder sehr gute Noten in der Berufsschule. Allerdings muss der Betrieb einer Verkürzung erst zustimmen, bevor ihr gemeinsam einen Antrag stellen könnt!

Im dritten Ausbildungsjahr spezialisierst du dich entweder auf den Schwerpunkt „Architektur“, „Ingenieurbau“ oder „Tief-, Straßen- und Landschaftsbau“.

Wenn du dich für Architektur entscheidest, wirst du beispielsweise bautechnische Zeichnungen in Entwurfsskizzen umsetzen, im Ingenieurbau wirst du ohne weiteres Rohbauzeichnungen anfertigen können und im Tief-, Straßen- und Landschaftsbau bist du zum Beispiel für den Bau von Straßen und Brücken verantwortlich.

Ausbildungsvergütung

Im ersten Lehrjahr kannst du mit etwa 600 Euro rechnen, im zweiten mit 800 Euro und im letzten Jahr mit 950 Euro! Nach der Ausbildung kannst du mit einem Einstiegsgehalt um die 1900 Euro brutto rechnen. Allerdings können sich die Gehälter, je nach gewähltem Schwerpunkt, stark unterscheiden!

TIPP: Wenn du nicht von deinem Betrieb übernommen werden solltest, kannst du dich auch bei Bauämtern oder Baufirmen mit eigener Planungsabteilung bewerben!

Du kannst deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt durch Weiterbildungen verbessern, zum Beispiel zum Techniker in der Fachrichtung Bautechnik, oder, wenn du zu den zielstrebigen Menschen gehörst, mit einem Studium der Architektur oder des Bauingenieurswesen, vorausgesetzt du hast die Hochschulreife.

327 freie Ausbildungsplätze Bauzeichner/-in
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