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Ausbildung zum Berufskraftfahrer/-in

Die riesigen LKW auf der Straße haben dich schon immer so sehr fasziniert, dass du dich selbst gerne mal hinter's Steuern klemmen möchtest? Na dann ist Heimweh hoffentlich ein Fremdwort für dich, denn ein langweiliger Nine-to-Five-Job ist die Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/-in sicherlich nicht!

Berufskraftfahrer/-in
© shutterstock.com / Kzenon
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 660 Euro
2. Lehrjahr: 720 Euro
3. Lehrjahr: 780 Euro
Einstiegsgehalt
1750 Euro
Ausbildungsplätze zum Berufskraftfahrer/in
* Alle Angaben ohne Gewähr
Videoquelle: Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg (www.gut-ausgebildet.de)

Alle Infos zur Berufskraftfahrer/-in Ausbildung

In der Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/-in lernst du, wie man Personen oder Ware durch Deutschland und sogar durch Europa transportiert. Wenn du Waren transportieren möchtest, dann beschäftigst du dich hauptsächlich mit LKW und lernst wie man sie beispielsweise am besten belädt, also möglichst so, dass sich das Gewicht gleichmäßig verteilt, und wie man sie entlädt.

Auch wie du deine Routen unter wirtschaftlichen Aspekten erstellst, gehört zu deinen Aufgaben. Da so ein Koloss ziemlich viel Ärger anrichten kann, ist es wichtig, dass du jegliche Regeln, Gesetze und Sicherheitsrichtlinien berücksichtigst! Bevor du also eine Tour startest, überprüfst du beispielsweise den Motor, die Räder und die Bremsanlage. Doch auch Ruhezeiten müssen strikt eingehalten werden!

Wenn du jedoch lieber als Busfahrer/-in deinen Lebensunterhalten bestreiten möchtest, dann ist dieser Ausbildungsberuf ebenfalls richtig. Anstelle von LKW lernst du wie man Reise- und Linienbusse steuert. Da du jedoch statt Fernseher eher Schulkinder von A nach B transportierst, solltest du kein Problem damit haben, auch jede Menge Verantwortung zu übernehmen!

Doch erst mal halblang: Bevor du überhaupt ans Steuer gelassen wirst, verbringst du erst eine Menge Zeit mit dem Lernen der theoretischen Grundlagen. Erst nach der Hälfte deiner Ausbildungszeit wirst du dich dann endlich selbst hinter das Lenkkrad klemmen dürfen. Weil du als Brummifahrer/-in unter Umständen auch mal im europäischen Ausland unterwegs sein wirst, musst du dich auch mit den jeweiligen Gesetzen und Vorschriften auskennen.

TIPP: Gute Englischkenntnisse sind in diesem Fall natürlich super nützlich!

Einfach so ohne eine Prüfung abzulegen, funktioniert das Ganze jedoch nicht, denn je nachdem was du am Ende steuern sollst, musst du auch eine Fahrprüfung ablegen. Je nach Klasse wirst du entweder den Schein in C1, C1E, C, CE oder D zum Beispiel machen. Allerdings gibt es auch hier einige Voraussetzungen die erfüllt sein müssen: Zum Beispiel kann der Schein in C1E erst mit 18 Jahren erworben werden und der Omnibusführerschein sogar erst mit 21 Jahren!

TIPP: Für manche Klassen ist der Erwerb des Führerscheins der Klasse B eine Voraussetzung, daher sehen viele Arbeitgeber es gerne, wenn du bereits einen Führerschein dieser Klasse hast. Bei manchen Arbeitgebern ist dies sogar ein Muss!

Dass der Berufskraftfahrer kein Nine-to-Five-Job ist, haben wir am Anfang bereits erwähnt. Doch warum eigentlich? Wenn du zum Beispiel einen Reisebus steuerst und eine Reisegruppe von Hamburg an die Costa Brava bringen musst, bist du natürlich eine ganze Weile unterwegs, sprich auch mal nachts. Das heißt für dich, dass auch wenn alle schlafen, du auf der Autobahn hellwach und Aufmerksam sein musst! Dass du für solche Touren auch mal für ein Paar Tage weg von zu Hause bist, ist auch selbstredend.

Wenn du also Verantwortung übernehmen kannst und vielleicht auch gerne was von der Welt sehen möchtest, dann kannst du dich bei Transportunternehmen des Güter- oder Personenverkehrs bewerben, also bei Speditionen oder bei Bus- und Reiseunternehmen.

Notwendiger Schulabschluss

In der Praxis hat sich gezeigt, dass die Arbeitgeber den Hauptschulabschluss bevorzugen, doch auch mit der mittleren Reife hast du noch relativ gute Karten einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

TIPP: Manche Arbeitgeber erwarten, dass du dich einer medizinisch-psychologischen Eignungsuntersuchungen mit Sehtest unterziehst, damit nachgewiesen werden kann, dass du auch körperlich und geistig in der Lage bist als Berufskraftfahrer zu arbeiten!

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum/zur Berufskraftfahrer/-in dauert in der Regel drei Jahre, kann jedoch auch verkürzt werden, wenn du beispielsweise die Hochschulreife hast, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule vorweisen kannst. Doch auch wenn du die entsprechenden Voraussetzungen vorweisen kannst, hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Wie hoch deine Vergütung ausfällt hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, jedoch kannst du im ersten Lehrjahr mit etwa 660 Euro rechnen, im zweiten mit etwa 720 Euro und im dritten schließlich mit etwa 780 Euro. Nach bestandener Abschlussprüfung könnte dein Einstiegsgehalt bei etwa 1750 Euro brutto liegen.

TIPP: Klingt doch erst mal gar nicht so übel, oder? Wenn du jedoch die ganzen Abzüge herunter rechnest, bleibt am Ende nicht mehr ganz so viel übrig. Daher ist es wichtig, dass du auch nach deiner Ausbildung noch weitere Maßnahmen ergreifst, um dich beruflich weiterzuentwickeln. Du kannst dich zum Beispiel zum/zur Meister/-in weiterbilden lassen, oder sogar Logistikmanagement studieren gehen, natürlich nur wenn du die Hochschul- oder Fachhochschulreife hast!

1.350 freie Ausbildungsplätze Berufskraftfahrer/-in
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