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Ausbildung zum Bestattungsfachkraft

Vielleicht musstest auch du schon einen geliebten Menschen verabschieden und weißt wie viele Dinge geklärt und organisiert werden müssen. Dabei ist es doch schön, wenn man sich auf die helfenden Hände der Bestattungsfachkräfte verlassen kann, die einen mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn du genügend Fingerspitzengefühl hast und gut mit Menschen umgehen kannst, dann schau dir mal den Ausbildungsberuf zur Bestattungsfachkraft an!

Bestattungsfachkraft
© shutterstock.com / Kzenon
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 400 Euro
2. Lehrjahr: 450 Euro
3. Lehrjahr: 500 Euro
Ausbildungsplätze zum Bestattungsfachkraft
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Bestattungsfachkraft Ausbildung

Dieser Job ist nichts für schwache Nerven. Denn während Angehörige trauern, musst du in der Lage sein, dich nicht von ihren Emotionen anstecken zu lassen, darfst aber auch nicht zu kühl und routiniert wirken. Ein Organisationstalent solltest du unbedingt sein, denn so eine Beerdigung ist ziemlich planungsintensiv! Der Verstorbene muss zum Beispiel abgeholt werden. Danach muss er bis zur Bestattung aufbewahrt werden. Wenn der Verstorbene in einem Sarg bestattet werden soll, so muss er hygienisch und/oder kosmetisch versorgt werden und gegebenenfalls seine optische Erscheinung wieder hergestellt werden, damit die Hinterbliebenen am offenen Sarg vernünftig Abschied nehmen können.

Doch keinen Schritt führst du aus, ohne vorher mit den Hinterbliebenen gesprochen zu haben. Du hilfst ihnen zum Beispiel den passenden Sarg auszuwählen, klärst über Erd- und Feuerbestattungen auf und welche Möglichkeiten es gibt, die Asche beizusetzen, sei es in der Urne oder in Form von einer Seebestattung, und gehst dabei natürlich auf die Wünsche der Hinterbliebenen ein. Die Gestaltung der Trauerfeier gehört ebenfalls zu deinen Aufgaben, also auch die Organisation des Blumenarrangements. So kannst du den Hinterbliebenen jede Menge Arbeit abnehmen, sodass sie angemessen Trauern können. Und schließlich klärst du die ganzen Formalitäten, zum Beispiel wer die Bestattung bezahlt und rechnest unter Umständen mit Krankenkassen und Versicherungen ab.

Wenn du dich in der Lage siehst Menschen in ihrer Trauer zu unterstützen, aber auch die Dahingeschiedenen respektvoll auf ihrem letzten Weg zu begleiten, dann kannst du dich zum Beispiel bei Bestattungsinstituten, bei Überführungsunternehmen, Friedhöfen, Krematorien oder Friedhofsverwaltungen bewerben. Du wirst viel in Werkstätten, Aufbewahrungshallen, Krematorien und auf Friedhöfen unterwegs sein. Doch auch die Berufsschule wirst du besuchen müssen, denn hier erwirbst du dein theoretisches Fachwissen und lernst zum Beispiel wie man Ware bestellt, wie man Bestattungsverträge abschließt und wie man Verstorbene versorgt.

Deine Professionalität drückst du jedoch nicht nur durch deine emotionale Stärke aus, sondern auch durch entsprechende Kleidung, in Form von Anzug und Krawatte, Kostüm oder Hosenanzug. Diese tauscht du jedoch auch mal gegen Schutzkleidung, Mundschutz und Einweghandschuhe.

TIPP: Dieser Beruf hat Zukunft, denn ob wir es wollen oder nicht: Gestorben wird immer! Es muss also immer Leute geben, die sich solcher Dinge annehmen!

Notwendiger Schulabschluss

Bei diesem Ausbildungsberuf hast du eigentlich mit egal welchem Schulabschluss relativ gute Chancen! Hauptsache du hast überhaupt einen in der Tasche!

TIPP: Gute Noten in Deutsch (um dich angemessen zu verständigen), in Mathe (für die Abrechnungen) und Technik (wenn du beispielsweise einen Sarg auskleidest) sind ideal!

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zur Bestattungsfachkraft dauert in der Regel drei Jahre, kann jedoch auch verkürzt werden, wenn du beispielsweise die Hochschulreife hast, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule vorweisen kannst. Doch auch wenn du die entsprechenden Voraussetzungen vorweisen kannst, hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab. Ein wichtiger ist, wo du deine Ausbildung absolvierst, also im Handwerk, in der Industrie und im Handel oder im öffentlichen Dienst! In der gewerblichen Wirtschaft kannst du zum Beispiel im ersten Lehrjahr mit etwa 400 Euro rechnen, im zweiten mit etwa 450 Euro und schließlich mit etwa 500 Euro. Im öffentlichen Dienst kann die Vergütung fast doppelt so hoch ausfallen! Doch nicht nur das: Dein Job ist dir ziemlich sicher, denn Kündigungen gibt es im öffentlichen Dienst nur sehr selten!

TIPP: Wenn du dich nicht gerade auf deinen Lorbeeren ausruhen möchtest, so hast du mehrere Möglichkeiten dich weiterzubilden! Diese machen sich in der Regel nicht nur finanziell bemerkbar, sondern erlauben dir auch mehr Verantwortung zu übernehmen! Du kannst dich zum/zur Bestattermeister/-in weiterbilden lassen oder deine/-n Fachwirt/-in in der Richtung Bestattung machen! Auch ein Studium des Dienstleistungs- und Servicemanagement ist drin, natürlich aber nur wenn du die Hochschul- oder Fachhochschulreife hast!

13 freie Ausbildungsplätze Bestattungsfachkraft
Städte mit freien Stellen für Bestattungsfachkraft
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