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Ausbildung zum Chemielaborant/-in

Du kannst die ersten zehn Alkane aufsagen wie das Vater Unser? Auch den Bunsenbrenner kannst du mit geschlossenen Augen bedienen? Wenn du nun auch noch Geschicklichkeit an den Tag legen kannst, sowie ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein hast, dann solltest du jetzt unbedingt weiter lesen um mehr über den Ausbildungsberuf zum/zur Chemielaborant/-in zu erfahren!

Chemielaborant/-in
© shutterstock.com / wavebreakmedia
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 750 Euro
2. Lehrjahr: 800 Euro
3. Lehrjahr: 850 Euro
4. Lehrjahr: 900 Euro
Einstiegsgehalt
2300 Euro
Ausbildungsplätze zum Chemielaborant/in
* Alle Angaben ohne Gewähr
Videoquelle: Ausbildungsbündnis Baden-Württemberg (www.gut-ausgebildet.de)

Alle Infos zur Chemielaborant/-in Ausbildung

Es dampft, es explodiert, es schmilzt. Das sind nur wenige Reaktionen, die du in diesem Ausbildungsberuf hervorrufen wirst, denn deine Aufgabe besteht aus dem Planen und Durchführen von chemischen Untersuchungen. Du wirst die unterschiedlichen Stoffe analysieren, in dem du zum Beispiel mehrere verschiedene Stoffe vereinigst, und dann schaust, wie die Stoffe miteinander reagieren und welcher neue Stoff am Ende entsteht. Als experimentierfreudige/-r Chemielaborant/-in wird dir in diesem Ausbildungsberuf wohl nie langweilig!

Doch auch das Trennen der Stoffe mit Hilfe von unterschiedlichen physikalischen Verfahren, wie beispielsweise durch das Eindampfen, Dekantieren oder Zentrifugieren, steht an der Tagesordnung. Um deine Arbeit nachvollziehen zu können, musst du jeden kleinsten Schritt dokumentieren. Die Schreibarbeit dient vor allem der Qualitätssicherung, denn schließlich wirst du nicht nach Lust und Laune experimentieren, sondern einen bestimmten Zweck damit verfolgen. Dein Ergebnis wirst du bis ins Detail einer qualitativen und/oder quantitativen Analyse unterziehen.

Doch bevor du wahllos ins Regal greifst und irgendwelche Stoffe herausziehst, wirst du zunächst lernen müssen, welche Stoffe es gibt und welche Eigenschaften sie mit sich bringen, denn ganz ungefährlich ist dieser Ausbildungsberuf nicht! Du wirst daher auch dein Outfit mit einem Kittel, einer Schutzbrille und Handschuhen aufpeppen müssen.

TIPP: Diese werden dich nicht vor allen Stoffen schützen können, daher ist es eben wichtig, dass du eine überaus sorgfältige Arbeitsweise mitbringst und dein Sinn für Sicherheit sehr ausgeprägt ist, damit du dir und deinen Kollegen keinen Schaden zuführst! Zahlreiche Vorschriften wirst du berücksichtigen müssen wie den Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz.

Bei deiner Arbeit wirst du mit professionellem Laborbedarf arbeiten, wie zum Beispiel Reagenzgläsern, Bunsenbrenner und Pipetten, aber auch mit zahlreichen elektronischen Geräten, deren Bedienung du mit der Zeit lernen wirst.

Wenn du bis hierhin gelesen hast, dann scheinst du das Ganze wirklich Ernst zu nehmen! Schichtdienst ist für dich auch kein Problem? Dann kannst du dich beispielsweise in Chemielaboren von Getränke-, Medikamenten- oder Kosmetikherstellern bewerben.

Da es sich bei dieser Ausbildung um ein duales System handelt, wirst du neben deinem Betrieb, auch regelmäßig die Berufsschule besuchen müssen. Entweder wird der Unterricht dann in Form von Blockunterricht stattfinden, oder aber du besuchst die Schule nur ein- bis zweimal in der Woche, dafür aber durchgängig, von Woche zu Woche.

Notwendiger Schulabschluss

Für diesen anspruchsvollen Ausbildungsberuf solltest du auch den entsprechenden Abschluss in der Tasche haben, nämlich die Hochschulreife. Doch auch mit einem mittleren Bildungsabschluss hast du noch wirklich gute Chancen einen Ausbildungsplatz zu ergattern!

Ausbildungsdauer

Für diese Ausbildung musst du ein halbes Jahr mehr einplanen, denn sie dauert anstatt der üblichen drei Jahre, dreieinhalb Jahre! Die Ausbildungsdauer kann aber unter Umständen auch verkürzt werden. Ein Recht hast du allerdings nicht darauf! Gründe, die eine Verkürzung rechtfertigen können, sind zum Beispiel eine bereits abgeschlossene Ausbildung oder sehr gute Noten in der Berufsschule. Allerdings muss der Betrieb einer Verkürzung erst zustimmen, bevor ihr gemeinsam einen Antrag stellen könnt!

TIPP: Kläre am besten schon vorher mit deinem Ausbildenden, welche Möglichkeiten du hast!

Ausbildungsvergütung

Die ganzen Anforderungen die dieser Ausbildungsberuf stellt, werden wenigstens wirklich gut vergütet! Im ersten Lehrjahr kannst du mit etwa 750 Euro rechnen, im zweiten mit 800 Euro, im dritten mit 850 Euro und schließlich mit 900 Euro! Auch dein Einstiegsgehalt nach der Ausbildung klingt mit 2300 Euro brutto recht verführerisch.

TIPP: Das reicht dir alles nicht? Dann kannst du Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch nehmen, die dich dazu berechtigen können, Führungspositionen einzunehmen, was sich wiederum in der Regel auch finanziell bemerkbar macht! Du kannst beispielsweise den/die Techniker/-in in der Fachrichtung Chemietechnik in Betracht ziehen, oder, wenn du die Hochschulzugangsberechtigung hast, auch Chemie studieren gehen.

140 freie Ausbildungsplätze Chemielaborant/-in
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