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Ausbildung zum Fotograf/-in

Während die ganze Welt fleißig mit dem Handy Selfies von sich schießt, fotografierst du lieber in aller Herrgottsfrühe den Sonnenaufgang oder das spielende Kind im Park mit deiner Spiegelreflexkamera? Du weißt auch schon blind welche Einstellung du für welches Motiv wählen musst? Dann scheint es so, als müsstest du nicht mehr viel lernen! Doch du täuschst dich, denn der Ausbildungsberuf zum/zur Fotograf/-in ist anspruchsvoller als man denkt...

Fotograf/-in
© shutterstock.com / Goodluz
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 250 Euro
2. Lehrjahr: 270 Euro
3. Lehrjahr: 300 Euro
Einstiegsgehalt
1400 Euro
Ausbildungsplätze zum Fotograf/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Fotograf/-in Ausbildung

Wenn du dich bereits mit deiner eigenen Kamera gut auskennst, ist das schön und gut. Doch in deiner Lehre zum/zur Fotograf/-in wirst du auch andere Kameras in die Hand nehmen müssen. Hierbei wirst du lernen, wie die unterschiedlichen Kameras funktionieren, welche Objektive und welche Filteradapter, welche Lichteinstellungen und Belichtungszeiten es gibt. Doch auch das Zubehör ist für ein gelungenes Foto wichtig, wie zum Beispiel das Stativ, der Reflektor oder der Schirm.

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“, heißt es doch so schön. Daher wirst du in deiner Ausbildungszeit auch viel im Fotostudio verbringen und zum Beispiel Paare, Familien und Freunde fotografieren. Neben den technischen Fertigkeiten, wirst du auch auf der zwischenmenschlichen Ebene gefordert, denn für viele ist es oft das erste Mal vor der Kamera im Studio, wodurch die Kunden besonders aufgeregt sind und auf den Fotos steif wirken können. Deine Aufgabe bei solchen Shootings ist den Kunden Mut zuzusprechen und sie aufzulockern.

TIPPP: Du solltest ein offener und fröhlicher Mensch sein, der auch auf Menschen zugehen kann!

Du hast auch ein Auge für das Drumherum? Super! Denn neben dem Objekt alleine, gibt es noch zahlreiche weitere Gestaltungsmöglichkeiten, die das Gesamtbild verschönern, wie zum Beispiel der Einsatz von Requisiten. Du hast den Auslöser im perfekten Moment gedrückt doch eine Haarsträhne fällt nicht so, wie sie fallen sollte? Macht nichts! Auch Bildbearbeitungsprogramme wirst du schnell bedienen können. Doch achte darauf, dass du es nicht übertreibst, und dass deinem Objekt plötzlich ein ganzer Arm fehlt (wie es schon in einigen Anzeigen vorgekommen ist)!

Nicht nur Menschen können, im wahrsten Sinne des Wortes, im Fokus stehen: Je nach Schwerpunkt kannst du auch ganz andere Objekte fotografieren, wie zum Beispiel Gebäude, Autos oder Landschaften.

TIPP: Du wirst schnell merken, welche Motive dir am meisten Freude bereitet, sodass du dich auf diese spezialisieren kannst!

Du erwirbst deine Kenntnisse in einem dualen Ausbildungssystem, das heißt zum Teil in deinem Betrieb, zum Teil in der Berufsschule. Doch neben kleinen Fotostudios, bilden auch zum Beispiel Grafik- oder Werbeagenturen zum/zur Fotograf/-in aus.

Notwendiger Schulabschluss

Die besten Chancen einen Ausbildungsplatz zu bekommen hast du, wenn du die Hochschulreife hast. Doch auch wenn du nur einen mittleren Bildungsabschluss in der Tasche hast, stehen deine Chancen noch recht gut! Also versuch dein Glück und bewerbe dich!

TIPP: Für dein Bewerbungsfoto solltest du lieber ein paar Euro mehr ausgeben und es von einem Profi schießen lassen, als dich irgendwo am Bahnhof in einen Fotokasten zu setzen!

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann aber verkürzt werden. Hierzu muss zunächst ein Antrag vom Auszubildenden und Ausbildenden gestellt werden. Die Voraussetzung ist, dass erwartet werden kann, dass sich der Lehrling auch innerhalb der verkürzten Zeit den Lehrinhalt aneignen kann. Du hast bereits eine Ausbildung? Dann kann auch dies eine Verkürzung ermöglichen.

TIPP: Auch wenn du die Voraussetzungen erfüllst, hast du kein Recht auf eine Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Reich wirst du während deiner Ausbildung eher nicht, denn du musst dich im ersten Ausbildungsjahr mit etwa 250 Euro, im zweiten Lehrjahr mit 270 Euro und im letzten Jahr mit etwa 300 Euro abfinden! Du solltest dich für diesen Job also wirklich deiner Leidenschaft wegen entscheiden, und nicht aus finanziellen Gründen! Denn auch das Einstiegsgehalt klingt nicht gerade besonders: Etwa 1400 Euro brutto landen im Durchschnitt auf deinem Konto.

TIPP: Du kannst nach der Ausbildung unterschiedlliche Weiterbildungsmöglichkeiten in Erwägung ziehen. Wenn du zum Beispiel dein eigenes kleines Fotostudio eröffnen möchtest, solltest du hierfür erst die Meisterprüfung ablegen. Doch auch ein Studium der Fotografie kannst du in Anspruch nehmen, vorausgesetzt du hast die Hochschulreife.

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