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Ausbildung zum Industrieelektriker/-in

Einst waren es die Glühbirnen die die Leute zum Staunen gebracht haben, denn von nun an brauchten sie nicht mehr mit Kerzen und Fackeln für Licht zu sorgen. Heute sind es komplexe elektrische Systeme die uns zeigen, wie wichtig Elektrizität in unserem Leben ist. Wenn für dich aber Elektrizität und Strom alles andere als selbstverständlich sind und du mehr darüber erfahren möchtest und damit sogar deinen Lebensunterhalt bestreiten möchtest, dann lies weiter, um zu erfahren welche Aufgaben ein Industrieelektriker hat, wie lange die Ausbildung dauert und wie es auch nach der Ausbildung für dich weiter gehen kann!

Industrieelektriker/-in
© auremar / shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
2 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 880 Euro
2. Lehrjahr: 940 Euro
Einstiegsgehalt
1800 Euro
Ausbildungsplätze zum Industrieelektriker/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Industrieelektriker/-in Ausbildung

Als angehender Industrieelektroniker hast du dich für einen spannenden Beruf entschieden, denn hier dreht sich alles um Elektrizität! Doch wenn du dich für diese Ausbildung entscheiden solltest, musst du noch eine weitere Entscheidung treffen: Du kannst in diesen Beruf nämlich zwischen zwei Fachrichtungen wählen. Zur Auswahl stehen dir „Geräte und Systeme“ und „Betriebstechnik“.

In der Fachrichtung „Geräte und Systeme“ bist du dafür verantwortlich elektrische Bauelemente, Baugruppen oder Geräte herzustellen, sie zu montieren und sie anzuschließen. Qualität ist auch in diesem Bereich sehr wichtig, daher wird es auch zu deinen Aufgaben gehören bereits vorhandene Systeme genauer unter die Lupe zu nehmen und zu testen, ob alles noch einwandfrei funktioniert.

Neben dem Wissen rund um Elektrizität, gehört auch etwas handwerkliches Geschick zu diesem Beruf, denn du stellst auch Prototypen und Einzelstücke her. Wie man mit dem unterschiedlichen Werkzeug umzugehen hat, wirst du im Laufe der Zeit schnell lernen. Ein ruhiges Händchen kann nicht schaden, wenn du zum Beispiel Leiterplatten mit Hilfe des Lötkolbens bestücken musst. Hand in Hand arbeitest du auch mit Technikern und Ingenieuren, indem ihr euch gegenseitig ergänzt und bei Fragen und Problemen zur Seite steht.

Bewerben kannst du dich für diese Fachrichtung in der Elektroindustrie, in Unternehmen der Informationstechnik und in Unternehmen der Kommunikationstechnik.

Oder soll es doch lieber die Fachrichtung „Betriebstechnik“ sein? Auch hier dreht sich natürlich alles um Elektrizität und elektrische Systeme, doch im Bezug auf Anlagen und andere elektrische Betriebsmittel. Du verdrahtest zum Beispiel Schaltschränke und sorgst dafür, dass sie ordnungsgemäß laufen und wartest sie deshalb regelmäßig.

Auch hier ist handwerkliches Geschick unabdingbar, wenn du zum Beispiel Kabel verlegst, Schalter anbringst und Steuerungen für Anlagen und Systeme, wie Sicherheitssysteme beispielsweise, konfigurierst und programmierst. Da bei solchen Systemen auch mal Störungen auftreten können, bist du dafür zuständig diese fix wieder zu beseitigen. Doch manchen Fehlern musst du erst auf die Schliche kommen, Geduld ist also absolut nicht Fehl am Platz! Wenn dich diese Fachrichtung elektrisiert, dann kannst du dich in Betrieben der Metall- und Elektroindustrie bewerben, in der Automobilindustrie, im Anlagenbau und in Energieversorgungsunternehmen.

Egal für welche Fachrichtung du dich entscheiden solltest, so ganz ungefährlich ist dieser Job nicht! Dafür lernst du aber schon zu Beginn deiner Lehre alles was wichtig ist, um dich und andere nicht zu gefährden! Auch entsprechende Schutzbekleidung sorgt für deine Sicherheit. Wenn du nun auch noch eine sorgfältige Arbeitsweise an den Tag legst, dann steht einer spannenden Karriere kaum mehr was im Wege!

Neben deinem Betrieb wirst du aber auch in der Berufsschule regelmäßig erscheinen müssen, denn hier ergänzt du dein praktisches Fachwissen, um theoretisches Fachwissen. In der Regel findet der Berufsschulunterricht ein- bis zweimal in der Woche statt, es sei denn der Unterricht wird in Form von Blockunterricht angeboten.

TIPP: Alternativ kannst du dir auch die Ausbildungsprofile Elektroanlagenmonteur und Elektroniker angucken!

Notwendiger Schulabschluss

Die besten Chancen als Industrieelektriker durchzustarten hast du mit einem mittleren Bildungsabschluss und guten Noten in Mathe, Physik und Technik! Da aber vom Gesetz her kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben ist, kannst du dich auch mit einem Hauptschulabschluss bewerben und hast sogar immer noch recht gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz.  

Ausbildungsdauer

Während sich deine ehemaligen Klassenkameraden gerade in das letzte Ausbildungsjahr begeben, erwartet dich schon deine Abschlussprüfung, denn diese Ausbildung dauert nur zwei Jahre!  

Ausbildungsvergütung

Auch auf der finanziellen Ebene triffst du mit dieser Ausbildung ins Schwarze, denn bereits im ersten Ausbildungsjahr könnten dich etwa 880 Euro erwarten und im zweiten sogar 940 Euro! Wenn du nach zwei kurzen Jahren deine Abschlussprüfung bestanden hast, kannst du dich auf eine Einstiegsgehalt von etwa 1800 Euro brutto freuen! Nach den Abzügen wird dir aber nicht mehr ganz so viel bleiben, von daher solltest du dich nach deiner Ausbildung unbedingt weiterbilden, um so deine berufliche Perspektive zu verbessern. Du kannst beispielsweise deinen Meister machen, mit dem du Azubis ausbilden darfst. Auch nicht zu verachten ist die Weiterbildung zum Technischen Fachwirt, mit dem sogar Führungspositionen kein Problem für dich wären. Wenn du die Hochschul- oder Fachhochschulreife hast, dann kannst du auch Elektrotechnik studieren gehen.

Info: Die Berufsbezeichnung Industrieelektriker schließt, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen ein.

185 freie Ausbildungsplätze Industrieelektriker/-in
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