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Ausbildung zum Lacklaborant/-in

Deinem alten rostigen Fahrrad hast du mit einer guten Portion Lack zu neuem Glanz verholfen? Auch abgenutzte Holzstufen erträgst du nicht lange und greifst ohne viel zu Grübeln zu Pinsel und Lack? Dann scheint es so, als solltest du deine Passion zum Beruf machen, denn in der Ausbildung zum/zur Lacklaborant/-in lernst du alles was mit Lacken zu tun hat! Lies weiter um mehr über diesen Ausbildungsberuf zu erfahren!

Lacklaborant/-in
© l i g h t p o e t / shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 800 Euro
2. Lehrjahr: 850 Euro
3. Lehrjahr: 950 Euro
4. Lehrjahr: 1010 Euro
Einstiegsgehalt
2200 Euro
Ausbildungsplätze zum Lacklaborant/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Lacklaborant/-in Ausbildung

Du weißt wie Purpurrot, Magenta und Rubinrot aussehen und hast auch sonst ein sehr genaues Auge? Perfekt! Denn in deiner Ausbildung zum/zur Lacklaborant/-in bist du zum Beispiel dafür verantwortlich einem Kunden genau die Farbe zu entwickeln, die er sich vorgestellt hat. Keine Sorge: Du wirst schnell alles über die Farbenlehre lernen, sodass du auf diesem Gebiet ein richtiger Experte wirst. Da Lacke auch auf ganz unterschiedliche Oberflächen aufgetragen werden, am häufigsten auf Holz, Metall und Kunststoff, bist du auch für die passenden Eigenschaften verantwortlich, damit der Lack nicht schon nach wenigen Wochen abplatzt, sondern schön lange hält. Dafür musst auch die Witterungsumstände berücksichtigen: Soll ein Lack viel Wasser aushalten? Oder bei praller Sonne seine Farbintensität behalten?

Das Forschen und Entwickeln sollte dir daher viel Spaß machen, denn wie die Bezeichnung dieses Ausbildungsberufes verrät, bist du für deine Tätigkeiten viel im Labor unterwegs, wo du experimentierst. Hier arbeitest du auch viel mit den Rohstoffen zusammen, die für die Herstellung eines Lacks notwendig sind, also zum Beispiel Bindemittel, Pigmente und Lösemittel. Dabei berücksichtigst du auch, ob die Farbe mit einem Rolle oder einem Pinsel aufgetragen wird, oder ob sie aufgesprüht wird. Etwas technisches Verständnis solltest du auch mitbringen, da du bei deiner Arbeit unterschiedliche Messgeräte und Computer bedienen musst.

Wie in vielen Bereichen, ist auch hier Qualitätssicherung das A und O. Daher wirst du regelmäßig Produktproben entnehmen und sie durch chemische und physikalische Prüfverfahren genau untersuchen, analysieren und deine Ergebnisse festhalten. Doch wenn Chemie und Physik zu deinen Lieblingsfächern gehören, wird dir das sicherlich keine großen Probleme bereiten. Da du teilweise mit giftigen Stoffen arbeiten wirst, solltest du eine sorgfältige Arbeitsweise an den Tag legen und gut Anweisungen folgen können, damit du dir und deinen Kollegen nicht aus Versehen Schaden zufügst. Doch wenn die Stoffe für den Menschen gefährlich sind, sind sie es auch für die Umwelt. Daher trägst du auch in gewisser Maßen Verantwortung für die Umwelt.

Wenn du deine Liebe für Lacke zum Beruf machen willst, dann kannst du dich bei Unternehmen bewerben, die sich auf die Entwicklung und Herstellung von Lacken spezialisiert haben, bei Rohstoffherstellern oder sogar in wissenschaftlichen Instituten. Da die Ausbildung zum/zur Lacklaborant/-in ein dualer Ausbildungsberuf ist, wirst du jedoch nicht nur in deinem Ausbildungsbetrieb unterwegs sein, sondern auch in der Schule dein theoretisches Fachwissen erwerben. In der Regel besuchst du die Schule ein- bis zweimal in der Woche, es sei denn, die Schule bietet ihren Unterricht in Form von Blockunterricht an.  

Notwendiger Schulabschluss

Rechtlich ist kein bestimmter Schulabschluss vorgeschrieben, allerdings bevorzugen die Arbeitgeber Bewerber mit einem mittleren Bildungsabschluss oder der Hochschulreife. Zusätzlich solltest du gute Noten in Mathe mitbringen, damit du zum Beispiel das korrekte Mischverhältnis von Pigmenten und Bindemittel berechnen kannst. Auch gute Kenntnisse in Chemie und Physik können nicht schaden!  

Ausbildungsdauer

Für die Ausbildung zum/zur Lacklaborant/-in musst du ein halbes Jahr mehr einplanen, denn die Abschlussprüfung erwartet dich erst nach dreieinhalb Jahren, statt der üblichen drei Jahre! Es gibt jedoch auch die Möglichkeit deine Ausbildung zu verkürzen, zum Beispiel wenn du überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule hast, du bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder du Abitur gemach hast. Doch auch wenn du die Voraussetzungen erfüllst, hast du kein Recht auf Verkürzung! Kläre also am besten mit deinem Ausbilder, welche Möglichkeiten du hast und wenn dein Betrieb einer Verkürzung zustimmt, so müsst ihr gemeinsam bei der zuständigen Kammer einen Antrag stellen.  

Ausbildungsvergütung

Im ersten Ausbildungsjahr sollten etwa 800 Euro auf deinem Konto landen, im Zweiten etwa 850 Euro, im Dritten 950 Euro und auf der Zielgeraden kannst du dich mit etwas Glück über 1010 Euro freuen! Nach bestandener Abschlussprüfung könnte dein Einstiegsgehalt bei etwa 2200 Euro brutto liegen! Und das ist erst der Anfang, denn in der Regel steigt dein Gehalt auch mit zunehmender Berufserfahrung.

Doch auch Weiterbildungen können sich auf dein Gehalt auswirken! Du kannst beispielsweise deinen Industriemeister machen oder dich zum Lacktechniker weiterbilden lassen. Für den Lacktechniker in Teilzeit musst du aber etwas Geduld und ganz viel Durchhaltevermögen mitbringen, denn diese Weiterbildung dauert satte vier Jahre! Auch ein Studium ist nach der Ausbildung möglich, vorausgesetzt du hast die Hochschul- oder Fachhochschulreife in der Tasche. Dann kannst du zum Beispiel deinen Bachelor in Chemieingenieurwesen machen!

TIPP: Alternativ kannst du dir auch die Ausbildungsberufe zum/zur Chemielaborant/-in, Physiklaborant/-in und Textillaborant/-in anschauen!  

Info: Die Berufsbezeichnung Lacklaborant schließt, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen ein.  

43 freie Ausbildungsplätze Lacklaborant/-in
Städte mit freien Stellen für Lacklaborant/-in
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