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Ausbildung zum Modeschneider/-in

Du weißt, dass es sich bei Singer, Bernina und Pfaff um Hersteller von Nähmaschinen handelt? Du besitzt vielleicht selber eine und designst und nähst dir sogar selber mal eine Bluse oder hast dir sogar schon ein eigenes Ballkleid geschneidert? Dann bringst du schon mal das passende Talent mit, für die Ausbildung zum/zur Modeschneider/-in!

Modeschneider/-in
© wavebreakmedia / www.shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 670 Euro
2. Lehrjahr: 730 Euro
3. Lehrjahr: 820 Euro
Einstiegsgehalt
1600 Euro
Ausbildungsplätze zum Modeschneider/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Modeschneider/-in Ausbildung

Egal ob eine Hose kürzen, eine Bluse umnähen oder sogar vielleicht ein Brautkleid nach Kundenwunsch anfertigen. Das sind alles Aufgaben die du nach deiner Ausbildung zum/zur Schneider/-in mit Leichtigkeit erledigen kannst. Doch jeder fängt erst mal klein an. Das bedeutet für dich: Du lernst das Lager kennen, mit seinen ganzen bunten Stoffen wie Seide, Leder und Samt, und überwachst zum Beispiel auch den Wareneingang. Auch das ganze Werkzeug, wie der Faden- oder Rollschneider, wirst du kennen lernen müssen. Erst danach kannst du langsam anfangen, mit den Stoffen zu arbeiten, indem du lernst, wie man sie zuschneidet und stanzt.

Erst wenn du so weit bist, wirst du an die Nähmaschine gelassen und lernst beispielsweise wie man den Ober- und Unterfaden einfädelt und auswechselt, wie man die Fadenspannung reguliert und die Stichlänge überprüft. Auch die korrekte Nadel muss passend zum Stoff gewählt werden, denn Leder ist beispielsweise dicker und fester als Seide.

Wenn du alles relativ gut beherrschst, geht’s an’s Eingemachte: Entwürfe fertigst du am Computer an, dann werden die Schnittmuster entweder per Hand mit Kreide oder mithilfe einer Zeichenmaschine auf die Stoffe übertragen, hierbei musst du darauf achten, dass du so wenig Verschnitt wie möglich hast, denn der Stoff muss schließlich auch eingekauft werden. Danach werden die Muster ausgeschnitten und mit Argusaugen überprüft. Wenn alles passt, werden deine Schnittvorlagen zu Modellen weiterverarbeitet, denn hauptsächlich wirst du im Auftrag von Kunden arbeiten und erst wenn diese zufrieden mit der Qualität und Passform sind, kann es mit der Serien- oder Kollektionsanfertigung losgehen.

TIPP: Viele Schnittmuster fertigst du nur einmal an und kannst sie danach immer wieder verwende, vorausgesetzt sie werden entsprechend gekennzeichnet, sodass man sie wenn man sie benötigt, schnell finden kann!

Du begleitest also die Produktion von der Idee bis hin zum Schnittmuster. Kreativität und Trendbewusstsein sind in diesem Beruf auch gefragt, ebenso wie gute Mathekenntnisse für die Kalkulationskosten der Produktion, die schließlich nicht nur mit Material-, sondern auch mit Lohnkosten verbunden sind.

Als tapferes Schneiderlein kannst du dich in Betrieben der Bekleidungsindustrie oder in Musterateliers bewerben. Doch auch in der Berufsschule wirst du dir einiges an Wissen aneignen, wie zum Beispiel welche textilen Stoffe es gibt und mit welchen Maschinen und Verfahren man diese Stoffe bearbeiten kann.

Notwendiger Schulabschluss

Idealerweise hast du, um als Nadelschwinger genommen zu werden, einen mittleren Bildungsabschluss. Doch auch mit einem Hauptschulabschluss oder der Hochschulreife hast du noch gute Karten auf eine Zusage.

TIPP: Wenn du deinen Arbeitgeber überzeugen willst, dann bringst du auch noch gute Noten in Kunst, Technik und Mathe mit!

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre, kann aber verkürzt werden, wenn erwartet werden kann, dass die Lerninhalte auch in der verkürzten Zeit erworben werden können. Die Verkürzung muss allerdings vom Auszubildenden und Ausbildenden beantragt werden.
Du hast bereits eine Ausbildung? Dann kann auch dies eine Verkürzung begünstigen!

TIPP: Bei sehr guten Noten in der Berufsschule, kann unter Umständen deine Abschlussprüfung sogar vorgezogen werden! Kläre jedoch am besten direkt mit deinem Ausbildenden, welche Möglichkeiten dir offen stehen, denn ein Recht auf Verkürzung hast du nicht!

Ausbildungsvergütung

Als tapferes Schneiderlein kannst du im ersten Jahr mit etwa 670 Euro, im zweiten mit 730 Euro und im letzten Lehrjahr mit etwa 820 Euro rechnen. Das Einstiegsgehalt nach Beendigung der Ausbildung kann bei etwa 1600 Euro brutto liegen.

TIPP: Auch nach der Ausbildung kannst du noch einiges tun, um beruflich vorranzukommen, wie zum Beispiel dich zu spezialisieren oder weiterzubilden. Du wolltest schon als kleines Kind dein eigenes Atelier haben? Dann kannst du dich zum/zur Industriemeister/-in in der Fachrichtung Textilwirtschaft weiterbilden lassen, dann steht deiner Selbstständigkeit nichts mehr im Wege! Oder aber du gehst mit deiner Hochschulreife zum Beispiel Textil- und Modedesign studieren!

16 freie Ausbildungsplätze Modeschneider/-in
Städte mit freien Stellen für Modeschneider/-in
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