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Ausbildung zum Oberflächenbeschichter/-in

Wenn in der Schule der Chemieunterricht in der letzten Stunde statt fand, hat sich bei dir schon in der ersten Stunde die Vorfreude langsam breit gemacht? Und wenn deine Mitschüler nach dem Klingeln endlich nach Hause wollten, hast du noch mit deinem Lehre über das Experiment diskutiert? Dann bringt du mit deinem ausgeprägtem Interesse für Chemie schon mal die richtige Voraussetzung für die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/-in mit! Was aber noch zu diesem Ausbildungsberuf gehört, erfährst du hier!

Oberflächenbeschichter/-in
© Dinga / shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Hauptschulabschluss
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 640 - 870 Euro
2. Lehrjahr: 670 - 920 Euro
3. Lehrjahr: 720 - 990 Euro
Ausbildungsplätze zum Oberflächenbeschichter/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Oberflächenbeschichter/-in Ausbildung

Bei der Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/-in handelt es sich um einen sehr oberflächlichen Beruf. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn Oberflächenbeschichter veredeln Oberflächen indem sie sie beschichten und damit einen bestimmten Zweck verfolgen, wie zum Beispiel eine bessere Leitfähigkeit zu erreichen oder sie gegen bestimmte Reaktionen zu schützen und sie somit widerstandsfähiger zu machen.

Warum du dafür aber ein ausgeprägtes Interesse an Chemie mitbringen solltest? Weil die Oberflächen durch unterschiedliche chemische Reaktionen beschichtet werden. Das Verzinken, Verchromen oder Vergolden sind die häufigsten Methoden hierfür, sei es beim Silberbesteck, Schrauben oder ganzen Flugzeugteilen. Doch auch Kunststoffe können durch diese Verfahren beschichtet werden.

TIPP: Es gibt viele unterschiedliche Methoden um Oberflächen durch chemische Reaktionen zu beschichten! Beim Feuerverzinken werden die Teile zunächst gereinigt und dann in ein Ferzinkungsbad eingelassen, das bis zu 530 Grad heiß ist. Diese Methode macht die Oberfläche weniger anfällig für Rost.

Deine Chemiekenntnisse kommen auch zum Einsatz, wenn du die zu bearbeitenden Oberflächen zunächst genauer unter die Lupe nehmen musst, um die Oberfläche zu bestimmen, die du dann unter Umständen auch erst vorbereiten musst. Auch nach der Beschichtung ist noch nicht unbedingt Schluss, denn gewisse Oberflächen bringst du dann zum Beispiel durch das Polieren zum Strahlen. Auch wenn es sich hierbei um einen überwiegend handwerklichen Beruf handelt, wirst du um etwas Schreibarbeit nicht drumherum kommen, denn deine Arbeit wirst du auch protokollieren müssen.

Was solltest du sonst noch mitbringen für diesen Beruf? Neben deinem Interesse für Chemie, solltest du körperlich relativ fit sein, um zum Beispiel auch schwere Teile zu bearbeiten. Da du auch mit zum Teil gefährlichen Stoffen arbeiten wirst, solltest du überaus sorgfältig sein und dich unbedingt an die Schutzvorschriften halten, um dich und deine Kollegen nicht zu gefährden. Auch dem Matheunterricht konntest du etwas abgewinnen? Super! Dann kannst du deine Kenntnisse hervorragend einsetzen, wenn du zum Beispiel Mengenverhältnisse ausrechnen musst. Schließlich solltest du etwas technisches Verständnis haben, um die Anlagen zu bedienen und handwerkliches Geschick mitbringen, denn auch das Bohren, Schleifen, Feilen, Sägen, Schweißen und Löten könnten dich den einen oder anderen Tag beschäftigen.

Bewerben kannst du dich bei Betrieben, die sich auf diese Verfahren spezialisiert haben, also beispielsweise Galvanisierwerkstätten oder Feuerverzinkereien. Wenn du deine Ausbildung antrittst, wirst du eine Menge Zeit in den Werkhallen verbringen, aber eventuell auch mal im Labor anzutreffen sein. Und wenn du gerade nicht in deinem Betrieb unterwegs bist, dann besuchst du die Berufsschule, denn auch die erwartet dich während deiner Ausbildungszeit regelmäßig!

Notwendiger Schulabschluss

Ziemlich gute Chancen hast du, wenn du einen mittleren Bildungsabschluss vorweisen kannst. Doch auch der Hauptschulabschluss und die Hochschulreife werden von vielen Arbeitgebern gerne gesehen.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung zum/zur Oberflächenbeschichter/-in dauert in der Regel drei Jahre, kann jedoch auch verkürzt werden, wenn du beispielsweise die Hochschulreife hast, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule vorweisen kannst. Doch auch wenn du die entsprechenden Voraussetzungen vorweisen kannst, hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Je nachdem ob du die Ausbildung in der Industrie oder im Handwerk machst, kann sich dies auf deine Vergütung auswirken. In der Industrie fällt sie in der Regel etwas höher aus. Hier kannst du im ersten Jahr mit etwa 870 Euro rechnen, im zweiten mit 920 Euro und schließlich kann deine Vergütung bei etwa 990 Euro liegen. Im Handwerk kann die Vergütung im ersten, zweiten und dritten Lehrjahr bei etwa 640 Euro, 670 Euro und 720 Euro liegen.

TIPP: Nach der Ausbildung muss noch nicht Schicht im Schacht sein, denn dir stehen zahlreiche Türen offen, dich weiterzubilden, was sich auch finanziell bemerkbar machen kann! Wenn du gerne dein erworbenes Wissen an neue Azubis weiter geben möchtest, dann kannst du die Prüfung zum/zur Galvaniseurmeister/-in ablegen, wodurch du automatisch ausbilden darfst! Mit der Hochschul- oder Fachhochschulreife kannst du auch ein Studium in Betracht ziehen, wie zum Beispiel die Werkstoffwissenschaft und -technik.

179 freie Ausbildungsplätze Oberflächenbeschichter/-in
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