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Ausbildung zum Physiklaborant/-in

Während deine Mitschüler für Kunst und Musik schwärmen, fühlst du dich zu den Naturwissenschaften hingezogen? Besonders die Physik hat es dir angetan? Dann schau dir den Ausbildungsberuf zum/zur Physiklaborant/-in an und werde der nächste Sheldon Cooper!

Physiklaborant/-in
© science photo / www.shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 890 Euro
2. Lehrjahr: 940 Euro
3. Lehrjahr: 1010 Euro
4. Lehrjahr: 1070 Euro
Einstiegsgehalt
2000 Euro
Ausbildungsplätze zum Physiklaborant/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Physiklaborant/-in Ausbildung

Als Physiklaborant/-in fängst du erst einmal klein an. Du lernst zunächst wie man die Werkstoffe bearbeiten kann, beispielsweise durch das Drehen, Löten und Schweißen. Erst nach und nach darfst du verantwortungsvollere Aufgaben erledigen. Das Ziel dieser Ausbildung ist es, dass du Versuche selber planst und durchführst und deren Ergebnisse am Ende auswerten und analysieren kannst. Das bedeutet für dich, dass du deine Schritte dokumentieren musst, damit du am Ende ein Protokoll erstellen kannst.

Zu deinen Tätigkeiten gehört es auch Proben zu entnehmen und unterschiedliche Messungen durchzuführen. Dafür wirst du lernen, wie man die unterschiedlichen Laborgeräte und Instrumente verwendet und einsetzt. Du solltest also ein/-e gute/-r Beobachter/-in sein, damit dir auch nichts entgeht. Auch Genauigkeit und Sorgfalt kann in diesem Ausbildungsberuf nicht schaden.

Kunststoff, Metall, Glas, aber auch Säure und Salze: Die Werkstoffe können sehr unterschiedlich sein und haben somit unterschiedliche Ansprüche an ihre Lagerung. Auch für diese bist du als angehende/-r Physiklaborant/-in verantwortlich und kennzeichnest diese entsprechend, damit die Stoffe nicht vertauscht werden. Die Kombination, und damit das Experimentieren, ist in dieser Ausbildung jedoch ausdrücklich erwünscht! Allerdings nur nach Anweisung!

Stoffe vereinigen, aber auch welche chemischen und physikalischen Methoden es gibt, diese Stoffe wieder voneinander zu trennen, wird auch des öfteren zu deinen Aufgaben gehören, ebenso wie man verunreinigte Stoffe wieder reinigt. Wenn du gerne unter Strom arbeitest, ist die Ausbildung zum/zur Physiklaborant/-in deine Berufung, denn auch mit Strom wirst du reichlich arbeiten und Stromstärke, Spannung und Widerstand messen, sowie unterschiedliche Geräte zum Laufen bringen.

Zahlen sind deine Welt? Dann willkommen in der Ausbildung zum/zur Physiklaborantin! Bewerben kannst du dich zum Beispiel an Hochschulen, Forschungseinrichtungen die sich auf physikalische Experimente spezialisiert haben und in Laboren der Elektro-, Glas- und Baustoffindustrie, sowie im Maschinenbau. In deiner Ausbildungszeit wirst du hauptsächlich in Laboren anzutreffen sein, jedoch würden dich deine Freunde vermutlich nicht auf dem ersten Blick erkennen, denn dein Outfit wird mit einem weißen Kittel, Handschuhen und Schutzbrille aufgepeppt. Hoffentlich hast du auch sonst kein Problem dich an Regeln zu halten, denn es wird jede Menge Vorschriften geben, an die du dich halten musst, wenn du nicht dir selbst und deinen Kollegen Schaden zufügen möchtest.

Und schließlich wirst du nicht nur in deinem Ausbildungsbetrieb ausgebildet, sondern auch in der Berufsschule. Hier frischst du beispielsweise deine mathematischen Grundlagen auf, du lernst alles über Säuren, Basen und Salze und welche Methoden der Analytik es gibt.

TIPP: Du solltest wirklich eine große Leidenschaft für Physik haben, denn das Spektrum an Wissen, dass du dir aneignen wirst ist ziemlich groß und vielfältig. Hier nur einige Bereiche, die du ebenfalls kennen lernen wirst: Mechanik, Optik, Atom- und Kernphysik, Radioaktivität, Verfahrenstechnik, organische Chemie, Elektrotechnik, Informatik …

TIPP: Alternativ kannst du dir auch die Ausbildung zum/zur Chemielaborant/-in anschauen!

Notwendiger Schulabschluss

Wie du merkst, wird ziemlich viel von dir erwartet. Dementsprechend solltest du deine schulische Laufbahn auch lieber mit der Hochschulreife beendet haben, oder zumindest mit einem mittleren Bildungsabschluss!

TIPP: Auch wenn es so klingen mag, aber du musst nicht schon ein Profi auf diesem Gebiet sein, denn schließlich ist dafür eine Ausbildung ja da! Nichtsdestotrotz solltest du relativ gute Noten in Mathe, Physik und Chemie haben, damit dir der Einstieg nicht ganz so schwer fällt.

Ausbildungsdauer

Für diese Ausbildung musst du mehr als die üblichen drei Jahre einplanen, denn in der Ausbildung zum/zur Physiklaborant/-in erwartet dich die Abschlussprüfung erst nach dreieinhalb Jahren! Es gibt jedoch auch die Möglichkeit die Ausbildungszeit zu verkürzen, wenn du beispielsweise die Hochschulreife hast, bereits eine Ausbildung abgeschlossen hast oder überdurchschnittlich gute Noten in der Berufsschule vorweisen kannst. Doch auch wenn du die entsprechenden Voraussetzungen vorweisen kannst, hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Nicht nur die Erwartungen sind hoch! Auch deine Ausbildungsvergütung fällt vergleichsweise astronomisch hoch aus! Im ersten Lehrjahr solltest du etwa 890 Euro bekommen, im zweiten 940 Euro, im dritten 1010 Euro und schließlich sollten deine Bemühungen mit etwa 1070 Euro belohnt werden. Dein Einstiegsgehalt nach bestandener Abschlussprüfung sollte bei etwa 2000 Euro brutto liegen. Allerdings können wir dir nicht garantieren, dass deine Vergütung tatsächlich so hoch ausfällt, daher sollen dir die Zahlen bloß als Orientierung dienen.

TIPP: Wenn du deine Abschlussprüfung bestanden hast, winken dir zahlreiche Möglichkeiten wie du dich weiterbilden lassen kannst. Du kannst dich zum Beispiel die Prüfung zum/zur Physiktechniker/-in ablegen, oder Physik studieren gehen, vorausgesetzt du hast die Hochschul- oder Fachhochschulreife in der Tasche!

44 freie Ausbildungsplätze Physiklaborant/-in
Städte mit freien Stellen für Physiklaborant/-in
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