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Ausbildung zum Uhrmacher/-in

„Wann muss ich aufstehen?“, „Wann fährt mein Zug?“ und „Wann habe ich Feierabend?“ sind alles Fragen, die sich nur um eins drehen: Die Zeit. Und nur ein Blick auf die Uhr kann uns diese verraten. Du wolltest aber schon immer mal wissen, wie eine Uhr aufgebaut ist, wie sie funktioniert und bist auch handwerklich begabt? Dann herzlich willkommen im Ausbildungsberuf zum/zur Uhrmacher/-in!

Uhrmacher/-in
© shutterstock.com / Pelfophoto
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 850 Euro
2. Lehrjahr: 900 Euro
3. Lehrjahr: 950 Euro
Ausbildungsplätze zum Uhrmacher/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Uhrmacher/-in Ausbildung

Wenn du ein Zappelphilipp bist, dann bist du in diesem Ausbildungsberuf absolut falsch! Denn wenn du eine Ausbildung zum/zur Uhrmacher/-in machen möchtest, ist eine ruhiges Wesen ein Muss. Du wirst in deinem Tätigkeitsbereich mit vielen unterschiedlichen Zeitmessgeräten in Verbindung kommen. Du wirst lernen wie man sie baut, welche Teile notwendig für eine korrekte Funktionsweise vonnöten sind und wie man sie wartet und repariert. Zeitmessgeräte beinhalten übrigens nicht nur Armbanduhren, sondern auch Pendeluhren, Quarzuhren oder Funkuhren. Welche es noch gibt, wirst du dann im Laufe der Zeit erfahren.

Je nachdem in welchem Betrieb du deine Ausbildung absolvieren willst, stellst du dabei Zeitmessgeräte entweder industriell oder handwerklich her. Besonders bei der handwerklichen Produktion musst du in der Lage sein über mehrere Stunden ruhig auf deinem Arbeitsplatz zu sitzen, denn jede kleinste falsche Bewegung kann zu Schäden am Uhrwerk führen. Du wirst teilweise mit winzigen Bauteilen arbeiten, dass es ohne ein Mikroskop gar nicht möglich wäre, sie einzubauen. Eine exakte und akkurate Arbeitsweise wird von dir grundsätzlich erwartet.

Im Gegensatz zu in der Manufaktur hergestellten Zeitmessgeräten, gibt es auch industriell hergestellte Uhren. Hier kommt es jedoch nicht primär auf die Qualität, sondern auf die Quantität an. Da heißt du wirst wohl kaum stundenlang an einer einzigen Uhr sitzen. Übrigens: Die investierte Zeit in einer Uhr macht sich natürlich auch im Preis bemerkbar!

Obwohl es sich beim Ausbildungsberuf zum/zur Uhrmacher/-in um einen sehr traditionellen Beruf handelt, wirst du auch viel mit neuesten Technologien in Berührung kommen.

Neben dem mechanischen Antrieb gibt es auch den elektronischen Antrieb. Du wirst schnell lernen wie die unterschiedlichen Systeme funktionieren, wie sie gewartet werden und wie sie repariert werden. Daher solltest du ein grundlegendes technisches und physikalisches Verständnis mitbringen.

TIPP: Personaler werden besonders auf deine Noten in Chemie, Physik und Mathe achten!

Deine Ausbildung kannst du beispielsweise in Uhrmacherbetrieben absolvieren, aber auch bei Juwelieren, beim Reparaturservice oder in Betrieben der Uhrindustrie. Deine Ausbildungszeit wirst du überwiegend in Werkstätten verbringen, in denen du mit unterschiedlichem Werkzeug arbeiten wirst. Doch auch in der Berufsschule wirst du dir einiges an Fachwissen aneignen können, die du entweder mehrmals wöchentlich besuchst oder die den Lehrstoff in Form von Blockunterricht vermittelt.

Notwendiger Schulabschluss

Welcher Schulabschluss gefragt ist, hängt davon ab, ob du deine Ausbildung in der Industrie oder im Handwerk absolvieren möchtest. In der Industrie hast du die besten Chancen wenn du einen mittleren Bildungsabschluss hast oder sogar die Hochschulreife. Mit einem Hauptschulabschluss sehen deine Karten schlecht aus. Wenn du aber unbedingt diese Ausbildung machen möchtest, hast du mit einem Hauptschulabschluss bessere Chancen, wenn du dich im Handwerk bewirbst, denn hier hast du mit allen drei Abschlüssen relativ gute Karten.

Ausbildungsdauer

Die Ausbildung ist für drei Jahre ausgelegt, kann aber auf zwei oder zweieinhalb Jahre verkürzt werden. Hierzu muss zunächst ein Antrag vom Auszubildenden und Ausbildenden gestellt werden. Die Voraussetzung ist, dass erwartet werden kann, dass sich der Lehrling auch innerhalb der verkürzten Zeit den Lehrinhalt aneignen kann. Du hast bereits eine Ausbildung? Dann kann auch dies eine Verkürzung ermöglichen.

TIPP: Wenn du gute Noten in der Berufsschule hast, kann unter Umständen sogar die Abschlussprüfung vorgezogen werden! Allerdings hast du kein Recht auf Verkürzung!

Ausbildungsvergütung

Die Ausbildungsvergütung kann sich sehen lassen. Im ersten Lehrjahr kann sich dein Konto über etwa 850 Euro freuen, im zweiten Lehrjahr über 900 Euro und im letzten Lehrjahr über 950 Euro! Also, ticktack, die Zeit rennt! Bewirb dich jetzt um einen Platz zum/zur Uhrmacher/-in!

TIPP: Du bist fleißig und ehrgeizig? Dann kannst du dich nach der Ausbildung zum Beispiel zum Meister weiterbilden lassen! Wenn du die Hochschulreife in der Tasche hast, dann kannst du auch ein Studium in Erwägung ziehen, wie die Feinwerktechnik zum Beispiel.

Weiterführende Informationen

Hier findest du weiterführende Informationen, Quellen und interessante Links zum Beruf Uhrmacher/-in

  1. Uhrmacher/-in allgemeine Berufsinformationen 
  2. Uhrmacher/-in Ausbildungsverordnung 
  3. Uhrmacher/-in Rahmenlehrplan 
  4. Uhrmacher/-in Zeugniserläuterungen 

16 freie Ausbildungsplätze Uhrmacher/-in
Städte mit freien Stellen für Uhrmacher/-in
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