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Ausbildung zum Werkzeugmechaniker/-in

Als Werkzeugmechaniker solltest du schon wissen, dass sich hinter dem Begriff „Knarre“ nicht nur ein Pistole verbirgt, sondern auch ein Werkzeug mit dem man Schrauben festziehen kann, denn in diesem Beruf dreht sich alles um Werkzeuge! Wie werden sie gemacht? Welche Eigenschaften müssen sie haben? Das und vieles mehr, erfährst du hier!

Werkzeugmechaniker/-in
© Monkey Business Images / shutterstock.com
Kurz und Knapp
Empfohlener Schulabschluss
Realschulabschluss / Mittlere Reife
Ausbildungsdauer
3,5 Jahre
Ausbildungsvergütung
1. Lehrjahr: 880 Euro
2. Lehrjahr: 930 Euro
3. Lehrjahr: 990 Euro
4. Lehrjahr: 1040 Euro
Einstiegsgehalt
1750 Euro
Ausbildungsplätze zum Werkzeugmechaniker/in
* Alle Angaben ohne Gewähr

Alle Infos zur Werkzeugmechaniker/-in Ausbildung

In deiner Ausbildung zum Werkzeugmechaniker bist du dafür verantwortlich, die unterschiedlichsten Werkzeuge herzustellen, damit es keinem Handwerker zu Hause an nötigem Werkzeug mangelt. Am häufigsten wirst du mit Metallen und Kunststoffen arbeiten. Metall sorgt dafür, dass das Werkzeug auch den größten Belastungen stand hält. Aber auch einige andere Materialien wirst du kennen lernen und wirst schnell deren Eigenschaften beurteilen können.

Wenn du schon dein eigenes Baumhaus gebaut hast, dann sollten dir ja Bohren, Fräsen, Schleifen und Hämmern bekannt vorkommen. Das ist auch besser so, denn diese Tätigkeiten wirst du auch in deiner Ausbildung ausüben müssen! Handwerkliches Geschick ist hier also absolut nicht fehl am Platz! Auch technisches Verständnis solltest du für den Umgang mit den unterschiedlichen Maschinen und Anlagen besser mitbringen, denn diese müssen nicht nur ordnungsgemäß bedient werden, sondern können auch mal streiken. Dann musst du schnell feststellen können, woran es liegt, damit die Serienproduktion weiter laufen kann. Auch das Warten dieser wird zu deinen Aufgaben gehören.

Die Bauteile und Baugruppen müssen aber auch zusammengebaut werden. Da musst du nicht lange tüfteln, denn Montagepläne werden dir die Arbeit erleichtern. Programmieren fandest du schon immer spannend? Perfekt, denn viele Anlagen müssen je nach Auftrag erst programmiert werden, damit die Maschine genau weiß, was sie zu tun hat. Wie du merkst, hast du mehr mit Maschinen als mit Menschen zu tun. Wenn du aber jemand bist, der menschliche Nähe braucht und sich gerne austauscht, dann solltest du dir gut überlegen, ob dieser Ausbildungsberuf das Richtige für dich ist.

TIPP: Auch für die Herstellung von Pinzetten, Scheren und sogar Prothesen könntest du in diesem Ausbildungsberuf verantwortlich sein!

Bewerben kannst du dich bei Industriebetrieben, die Werkzeuge, Maschinen und unterschiedliche Geräte bauen. Hier bist du dann hauptsächlich in den Produktionshallen und Werkstätten anzutreffen. Neben deinem Betrieb musst du aber auch die Berufsschule regelmäßig besuchen, entweder ein- bis zweimal in der Woche, es sei denn der Unterricht wird in Form von Blockunterricht angeboten. Hier lernst du beispielsweise wie man Bauelemente fertigt, wie man steuerungstechnische Systeme in Betrieb nimmt und wie man die Systeme je nach Bedarf anpasst. Aber auch allgemeinbildende Fächer, wie Deutsch und Wirtschafts- und Sozialkunde werden auf deinem Stundenplan stehen.

Was solltest du noch mitbringen? Du solltest nichts gegen Lärm haben, denn manche Maschinen erzeugen ohrenbetäubenden Krach, den man nur mit einem Gehörschutz acht Stunden lang ertragen kann. Aber auch Schutzbrille, Atemschutz und Sicherheitsschuhe werden regelmäßig zu deinem Outfit gehören. Auch ist Schichtarbeit in dieser Branche absolut nicht unüblich, damit die Anlagen möglichst viel produzieren können. Da diese aber nicht von alleine laufen, muss auch jemand da sein, der sie bedienen kann. Und zu guter Letzt ist Sorgfalt ebenfalls wichtig, denn die Maschinen bergen auch einige Risiken, wenn man sie nicht korrekt bedient und nicht genau weiß, wie sie ticken.

TIPP: Alternativ kannst du dir auch den Ausbildungsberuf zum Industrie- oder Anlagenmechaniker anschauen!

Notwendiger Schulabschluss

Wenn du deine schulische Kariere mit einem mittleren Bildungsabschluss beendet hast, sieht es ziemlich gut aus um deine Zukunft als Werkzeugmechaniker! Doch eigentlich kannst du dich mit egal welchem Abschluss bewerben, da vom Gesetz her kein bestimmter Abschluss vorgeschrieben ist.

TIPP: Zusätzlich solltest du aber auch gute Noten in Mathe, Technik und Physik haben, denn auf diese wird dein potenzieller Arbeitgeber besonders achten!

Ausbildungsdauer

Hoffentlich hast du es nicht besonders eilig, denn diese Ausbildung dauert dreieinhalb Jahre! Es besteht jedoch auch die Möglichkeit einer Verkürzung, jedoch hast du kein Recht darauf! Ein Grund für die Verkürzung kann eine bereits abgeschlossene Ausbildung sein oder aber, dass du die Hochschulreife erlangt hast. Ziehst du eine Verkürzung in Betracht, musst du das mit deinem Ausbildenden zunächst abklären und wenn dieser einwilligt, müsst ihr gemeinsam einen Antrag stellen.

Ausbildungsvergütung

Die Vergütung ist nicht von schlechten Eltern, denn schon im ersten Lehrjahr könnten etwa 880 Euro auf deinem Konto landen! Im zweiten, dritten und vierten Jahr solltest du etwa 930 Euro, 990 Euro und 1040 Euro bekommen! Und wie hoch wird dann wohl dein Einstiegsgehalt sein? Das könnte bei etwa 1750 Euro liegen! Das ist aber nur der Anfang, denn mit zunehmender Berufserfahrung steigt dein Gehalt, aber du kannst auch Weiterbildungsmaßnahmen machen, die sich in der Regel auf deiner Lohnabrechnung bemerkbar machen! Du kannst beispielsweise die Prüfung zum Industriemeister in der Fachrichtung Metall ablegen, womit du auch Führungspositionen einnehmen kannst! Deine Ausbildung kann dir aber auch ein fachbezogenes Studium ermöglichen, wenn du nicht eh die Hochschul- oder Fachhochschulreife besitzt! Hier kannst du zwischen zahlreichen Studienfächern wie Konstruktionstechnik, Kunststofftechnik oder Maschinenbau wählen!

Info: Die Berufsbezeichnung Werkzeugmechaniker schließt, unabhängig von ihrer konkreten Benennung, sowohl weibliche als auch männliche Personen ein.

738 freie Ausbildungsplätze Werkzeugmechaniker/-in
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