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Bewerbungstrends: So bewirbst du dich 2020 richtig

Bewerbungstrends: So bewirbst du dich 2020 richtig
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Inhalt:
  1. Trend 1: Online-Bewerbung
    1. Formen der Online-Bewerbung
      1. 1. E-Mail-Bewerbung
      2. 2. Bewerbungsportale
    2. Trend 2: Bewerbung mit aufwendigem Design
    3. Trend 3: Bewerbungsvideo
    4. Trend 4: Online-Bewerbungsprofil
    5. Trend 5: Social Recruiting
    6. Trend 6: Mobile Recruiting
    7. Trend 7: Recruitainment
    8. Trend 8: Speed Recruiting
    9. Trend 9: Karrieremessen
    10. Trend 10: Videointerviews

Die Arbeitswelt befindet sich immer in Bewegung. Vor allem die Digitalisierung hat einen Umschwung in Gang gebracht, der bis heute andauert. Das macht sich auch bei der Jobsuche bemerkbar. Die klassische Papierbewerbung mit Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnissen gilt immer öfters als altmodisch. Mittlerweile werden auch Unternehmen beim Employer Branding richtig kreativ. Kein Wunder, denn der Kampf um die besten Talente auf dem Arbeitsmarkt ist groß. Was ist aktuell „in“ und was „out“? Was kommt bei Unternehmen im Jahr 2020 gut an? Worauf muss man achten? Wir haben die aktuellen Bewerbungstrends zusammengefasst.

Trend 1: Online-Bewerbung

Immer beliebter werden Bewerbungen, die nicht mehr per Post, sondern online versendet werden. Das ist keine große Überraschung, schließlich liegen die Vorteile der Online-Bewerbung auf der Hand:

Vorteile der Online- Bewerbung für Jobssuchende:

  • keine Materialkosten (Bewerbungsmappe, Papier, ...)
  • keine tagelange Versanddauer und keine Portokosten
  • Einbindung von multimedialen Inhalten und Links möglich
  • keine Platzbegrenzung
  • einfache Vervielfältigung möglich

Vorteile der Online- Bewerbung für Unternehmen:

  • keine Rücksendepflicht, daher keine Versandkosten und weniger Verwaltungsaufwand
  • Archivierung ohne großen Platzaufwand möglich
  • einfache Vervielfältigung und Weiterleitung möglich

Formen der Online-Bewerbung

Es gibt zwei Formen von Online-Bewerbungen, die beide weit verbreitet sind.

1. E-Mail-Bewerbung

Das Unternehmen erwartet deine Bewerbung per E-Mail. Meistens ist in der Stellenanzeige eine E-Mail-Adresse angegeben, an die du deine Dokumente schicken kannst. Versende bestenfalls nur PDF-Dateien – dann ist garantiert, dass deine Datei originalgetreu beim Empfänger ankommt und nicht auf einmal das Layout verrutscht ist. Achte auch darauf, dass du eine seriöse E-Mail-Adresse verwendest.

2. Bewerbungsportale

Immer mehr Unternehmen, vor allem größere, haben mittlerweile ihr eigenes Bewerbungsportal. Dort kannst du deine Daten direkt eingeben und Dateien wie dein Motivationsschreiben oder deinen Lebenslauf hochladen. Am Ende klickst du auf „Abschicken“ und schon ist deine Bewerbung im System gespeichert. In der Regel sind diese Portale sehr benutzerfreundlich und übersichtlich, was den Bewerbungsprozess vereinfacht.

Diese Bewerbungsportale bieten oft auch nette Extras. So kannst du bei einigen angeben, dass dir auch ähnliche Stellenangebote in dem Unternehmen per E-Mail vorgeschlagen werden dürfen. Einige speichern auch deine Daten für eine weitere Bewerbung über das Portal. Du musst dann nicht alles noch einmal neu eingeben.

Trend 2: Bewerbung mit aufwendigem Design

Personaler verlieren bei der Vielzahl der Bewerbungen, die sie bearbeiten müssen, schon einmal den Überblick. Die Gefahr, dass die eigene Bewerbung einmal betrachtet und dann in Vergessenheit gerät, ist groß. Das Mittel Nummer eins gegen das Untergehen in der Masse ist ein aufwendiges Bewerbungsdesign.

Der Fantasie sind da kaum Grenzen gesetzt. Es wird mit Farben, Mustern, Verzierungen und verschiedenen Schriftarten gespielt. Während dies früher ein No-Go war, gilt man heute eher als altmodisch und langweilig, wenn man schlicht auf schwarz-weiß setzt.

Wichtig ist aber: Nicht übertreiben! Wichtige Informationen sollen immer noch im Vordergrund stehen und schnell auffindbar sein. Es geht nur darum, die eigene Bewerbung zu individualisieren und so einen Wiedererkennungswert zu schaffen. Auch ist es branchenabhängig, wie „bunt“ das Design sein darf. In kreativen Berufen ist dies eher erlaubt als zum Beispiel bei einer Bewerbung zum Bankkaufmann.

Trend 3: Bewerbungsvideo

Die digitale Welt eröffnet uns ganz neue Welten. Das gilt auch für die Bewerbung. Hast du schon einmal darüber nachgedacht, deine Bewerbung in Form eines Videos einzureichen? Nein? Dann solltest du darüber mal nachdenken, denn Bewerbungsvideos liegen im Trend. Sie sind viel aussagekräftiger als ein Foto, sodass die Personaler schnell einen Eindruck von dem Bewerber bekommen. Es gibt sogar Unternehmen, die ein Bewerbungsvideo verlangen. Dieses kannst du ganz bequem auf Videoportalen wie YouTube oder Vimeo hochladen und dann den Link verschicken.

Was du bei deinem Video beachten solltest:

  • nicht zu lang (maximal drei Minuten)
  • authentisch bleiben
  • qualitativ hochwertig
  • Stärken betonen
  • inhaltlich interessant gestaltet

Trend 4: Online-Bewerbungsprofil

Bevor du dich bei einem Unternehmen bewirbst, googelst du dieses bestimmt. Genauso machen es Personaler auch mit ihren Bewerbern. Online-Profile können dazu beitragen, dass die Personaler nicht die Partyfotos vom letzten Wochenende, sondern überzeugende Argumente, dich einzustellen, finden.

Du kannst dir zum Beispiel ein Profil bei Karrierenetzwerken, wie Xing und LinkedIn, anlegen. Weitere Möglichkeiten sind, einen eigenen Blog oder eine eigene Webseite zu führen. Dank einfachen Content-Management-Systemen ist das auch kein Hexenwerk. Wichtig ist, dass die Profile regelmäßig gepflegt und aktualisiert werden. Erwähne sie am besten in klassischen Bewerbungen gleich –  zum Beispiel mit einem Link. Dadurch zeigst du direkt, dass du mit digitalen Medien umgehen kannst.

Trend 5: Social Recruiting

Unternehmen gehen immer öfters neue Wege, um geeignete Bewerber zu finden. Mittlerweile werden deswegen auch in den sozialen Netzwerken Stellenangebote veröffentlicht. Bei Facebook beispielsweise kann man einen Job genauso wie ein Bild oder Video posten. Oft kannst du dich auch direkt in den sozialen Netzwerken bewerben. Sei hier aber vorsichtig und habe stets im Blick, welche Informationen die Personaler über dich in Erfahrung bringen können, wenn sie zum Beispiel dein Profil aufrufen.

Trend 6: Mobile Recruiting

Das Smartphone ist unser täglicher Begleiter. Das haben auch die Unternehmen erkannt. Deswegen schaffen sie Möglichkeiten, dass sich Bewerber direkt per Smartphone oder Tablet bewerben können. Dazu wird der Bewerbungsprozess vereinfacht – zum Beispiel, indem nur eine Kurzform der Bewerbung versendet wird. Eine komplette, klassische Bewerbung – also Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse – wäre mit dem Smartphone auch sehr aufwendig.

Beliebt ist hierbei aktuell die One-Click-Bewerbung. Hier werden die gespeicherten Daten aus den Profilen von Karriereplattformen wie LinkedIn und Xing mit nur einem Klick abgerufen und direkt verschickt. Überprüfe aber stets, ob alle dort gespeicherten Daten stimmen und aktuell sind bevor falsche oder veraltete Daten beim Personaler landen.

Trend 7: Recruitainment

Über ein Spiel einen neuen Job ergattern? Das klingt vielleicht etwas seltsam, liegt aktuell aber sehr im Trend. Recruitainment nennt sich das, es ist eine Kombination aus Recruiting und Unterhaltung. Egal ob ein Computerspiel, ein 24-Stunden-Hackathon oder ein Live-Escape-Game – Unternehmen laden junge Talente zu Spielen ein, um unter ihnen die idealen neuen Mitarbeiter zu ermitteln. Denn beim Spiel erkennen die Personaler schneller die Stärken und Schwächen sowie die Persönlichkeit der Teilnehmer.

Es ist also quasi wie ein Assessment Center, nur auf eine spielerische Art. Wenn du an einem solchen Spiel teilnimmst, solltest du dich nicht zu viel unter Druck setzen und Spaß haben. Allerdings darfst du trotzdem das Ziel nicht aus den Augen verlieren. Es geht immerhin noch um einen Job.

Trend 8: Speed Recruiting

Du kennst bestimmt Speed Datings? Ein Speed Recruiting ist nichts anderes – du findest nur nicht deinen nächsten Traumpartner, sondern mit Glück deinem nächsten Traumjob. Oft sitzen beim Speed Recruiting ein bis zwei Personaler pro Unternehmen an einem Tisch. Insgesamt nehmen in der Regel um die zehn Unternehmen an einem Speed Recruiting teil. Jeder Bewerber hat dann ein paar Minuten Zeit, sich vorzustellen und das Unternehmen kennenzulernen, dann wird gewechselt bis jeder Bewerber mit jedem anwesenden Unternehmen gesprochen hat.

Das kann ganz schön stressig werden, schließlich absolviert man in vielleicht einer Stunde um die zehn Vorstellungsgespräche. Trotzdem ist es deine Chance, in so einer kurzen Zeit so viele Unternehmen kennenzulernen. Bestens vorbereitet bist du mit deiner Visitenkarte und einer Kurzbewerbung, die du den Personalern überreichst. Wenn du dich für ein Unternehmen interessierst, dann bitte um eine Visitenkarte des Personalers. Du kannst dich nach dem Speed Recruiting in aller Ruhe telefonisch oder per E-Mail bei dem Personaler melden, um weitere Schritte abzusprechen.

Trend 9: Karrieremessen

Auch Jobmessen liegen im Trend. Sie dienen nicht mehr nur dazu, Unternehmen kennenzulernen, immer öfters kann man sich direkt vor Ort auf Stellen bewerben. Dazu sind allerdings ein paar Vorkehrungen zu treffen: Nimm am besten eine Kurzbewerbung und deine Visitenkarte mit zur Messe. So kannst du diese direkt den Unternehmen aushändigen.

Auch empfiehlt es sich, auf jeden Fall eine Visitenkarte von den Personalern einzustecken. Wer zum Beispiel auf LinkedIn aktiv ist, kann noch einen Schritt weiter gehen und sich direkt dort mit der neu kennengelernten Person vernetzen. So ist es leichter, nach der Messe wieder in Kontakt zu treten. Was man natürlich unbedingt tun sollte, wenn man sich ernsthaft für ein Unternehmen interessiert.

Trend 10: Videointerviews

Lange war ein Telefoninterview die Lösung, wenn man sich auf Stellen beworben hat, die in einer entfernten Stadt oder sogar im Ausland liegen. Mittlerweile werden Videointerviews immer beliebter. Durch Skype und Co. ist ein Videoanruf auch genauso einfach geworden wie ein herkömmliches Telefonat. Ein Vorteil für Personaler ist, dass sie einen besseren Eindruck von dem Bewerber bekommen, wenn sie ihn nicht nur hören, sondern auch sehen. Schließlich spielen Gestik und Mimik auch immer eine Rolle.

Du solltest bei einem Videointerview authentisch bleiben und dich nicht verstellen. Eine Rolle spielt auch deine Kleidung. Trage etwas, worin du dich wohlfühlst, was aber trotzdem für den Anlass angemessen ist. Ein Anzug oder Kostüm ist nicht unbedingt Pflicht – das kommt auf die Branche an

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (8 Artikel) Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für ausbildungsstellen.de Artikel rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung und Karrierestart. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel. Letzte Artikel
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