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Hobbys und persönliche Interessen im Lebenslauf angeben?

Hobbys und persönliche Interessen im Lebenslauf angeben?
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Hast du dich nicht mal gefragt, warum Ausbildungsbetriebe sich die Mühe machen sich zig Bewerbungsunterlagen durchzulesen, ehe sie sich für einen Azubi entscheiden? Ganz einfach: Sie wollen die Bewerber kennenlernen! Wer kauft schon gerne die Katze im Sack? Eine Bewerbung gibt dir die Möglichkeit dich deinem potentiellen Arbeitgeber vorzustellen: welche fachlichen Qualifikationen kannst du vorweisen, warum bewirbst du dich und was bewegt dich in deiner Freizeit? Mag sein, dass du dich jetzt fragst, was deinen zukünftigen Chef deine Interessen angehen, doch deine Hobbys sagen mehr über dich aus als du denkst. Allerdings macht nicht jedes Hobby im Lebenslauf eine gute Figur. Welche Interessen im Lebenslauf Sinn machen und welche nicht, haben wir hier für dich zusammengefasst.

Müssen Hobbys im Lebenslauf angegeben werden?

Nein, du bist nicht verpflichtet deine Hobbys im Lebenslauf offen zu legen. Es kann aber von Vorteil sein! Im Vorstellungsgespräch werden die Hobbys gerne genutzt, um das Vorstellungsgespräch einzuleiten und das Eis zu brechen. Personaler finden die Angaben von Hobbys übrigens durchaus relevant, nicht nur um einen guten Gesprächseinstieg zu finden: Sie können so auch einen besseren Eindruck vom Bewerber gewinnen. Wenn du mit deinen Hobbys überzeugen möchtest, solltest du bei deinen Angaben unbedingt ehrlich sein, sonst läufst du Gefahr bei Nachfragen ins Schwimmen zu geraten - und das kommt beim Personaler sicher nicht gut an.

Was können deine Hobbys über dich aussagen?

Zu den häufig genannten Hobbys im Lebenslauf gehören unter anderem „Lesen, Musik hören, Joggen, Fahrrad fahren“ oder „Reisen“. Dies sind keine schlechten Freizeitaktivitäten, sie sind aber auch nichts besonderes. Ganz anders sieht dies bei Hobbys wie „Fallschirmspringen, Bungeejumping“ oder „Motorradrennen fahren“ aus. Diese Hobbys klingen nicht nur gefährlich, sie verkörpern auch Risikobereitschaft und entlarven den Bewerber als Sensationssucher. Wer sich mit solch einer Liste an Hobbys bei einem kleinen Familienbetrieb in der Provinz bewirbt, muss sich gefallen lassen gefragt zu werden, ob dieser Job einem so abenteuerlustigen Bewerber nicht auf Dauer zu langweilig ist. Solche Extremsportarten können einem Betrieb auch symbolisieren, dass du häufiger verletzungsbedingt ausfällst. Daher kann es hilfreich sein, wenn du in deinem Lebenslauf nur den Überbegriff „Sport“ angibst und erst wenn du im Gespräch danach gefragt wirst, auf deine speziellen Hobbys eingehst und gleichzeitig alle Bedenken entkräftest. Hobbys wie „Fernsehen“ oder „Kino“ haftet ebenfalls ein negativer Ruf an, weil sie zu den passiven Beschäftigungen zählen. Auch „Computerspiele“ gehören auf die No-Go-Liste, selbst wenn sie das strategische Denken fördern.

Was solltest du bei der Angabe von Hobbys im Lebenslauf beachten?

Deine Hobbys passen zu der Ausbildung, die du anstrebst? Dann solltest du sie auf jeden Fall in deinem Lebenslauf erwähnen. Bewirbst du dich beispielsweise als Tiermedizinische Fachangestellte und engagierst dich privat für den Tierschutz, besitzt selber Haustiere oder führst Tierheimhunde aus, dann solltest du dies unbedingt in deinem Lebenslauf erwähnen. Damit zeigst du, dass es sich bei deiner angestrebten Ausbildung nicht einfach nur um eine fixe Idee von dir handelt, sondern dass du dich mit dieser Berufsbranche identifizieren kannst und du dir vorstellen kannst hier langfristig tätig zu sein. Generell solltest du bei der Nennung von Hobbys darauf achten, nicht alle Facetten deiner Interessen aufzuzählen, sondern die zu Benennen, die dich am besten repräsentieren und sich zum anderen mit deinem zukünftigen Beruf ergänzen. Sind deine Hobbys mit selbstgesteckten Zielen verbunden, die du bereits erreichen konntest, dann kannst du diese in deinem Lebenslauf ruhig aufführen. So könntest du beispielsweise schreiben: „Reisen (alle Kontinente besucht), Chor (Besucherrekord beim Sommerfest aufgestellt), etc.“ Ein bisschen Eigenlob ist also gar nicht mal schlecht. Damit deine Hobbys auf einen Personaler Eindruck machen, sollten sie zudem unterstreichen, dass du dein Leben aktiv führst und gestaltet. Dies gelingt dir am besten, wenn deine Hobbys eine bunte Mischung aus sozialem Engagement, Teamstärke und körperlicher Fitness ergeben.

Hobbys oder persönliche Interessen?

An dieser Frage scheiden sich die Geister: Für die einen klingt das Wort „Hobbys“ zu umgangssprachlich, für de anderen drückt es genau das aus, was sie sagen wollen. Ob du in deinem Lebenslauf die Überschrift „Hobbys“ setzen möchtest, oder lieber „Hobbys und Interessen“ schreibst, liegt bei dir. Du kannst auch etwas ganz anderes schreiben, wie „Vorlieben“ oder „Freizeitaktivitäten“ - sicherlich fallen dir noch viele weitere Alternativen ein. Nur bei einer Sache solltest du nicht variieren: Wenn du deine Hobbys in den Lebenslauf aufnehmen möchtest, dann bilden sie den letzten Punkt.

 

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