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Stärken und Schwächen in der Bewerbung angeben - Wie macht man es richtig?

Stärken und Schwächen in der Bewerbung angeben - Wie macht man es richtig?
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Inhalt:
  1. Die eigenen Stärken und Schwächen finden: So geht’s 
  2. Stärken in der Bewerbung mit Belegen und Beispielen untermauern
  3. Schwächen in der Bewerbung richtig darstellen

Kennst du deine Stärken und Schwächen? Spätestens, wenn du dich um einen Ausbildungsplatz bewerben möchtest, solltest du dich damit bereits auseinandergesetzt haben! Wie du das am besten machst, zeigen wir dir hier! 

Stärken und Schwächen im Anschreiben angeben: Vermeide diese Fehler

Du bist motiviert, ehrgeizig und teamfähig? Leider sind das auch mindestens dreizig andere Bewerber. Und alle schreiben das gleiche. Für die Personaler wird das Lesen von Bewerbungsmappen auf diese Weise nicht gerade zu einem erfreulichen, oder gar, spannenden Ereignis. Damit der Leser deiner Bewerbung nicht einschläft, solltest du die „klassischen Stärken“ lieber weglassen, und diesen mit neuen Dingen überraschen. Hier eine kleine Liste der Wörter, die du aus deinem Stärken-Repertoire lieber streichen solltest:

  • ehrgeizig
  • lernbereit
  • teamfähig
  • motiviert
  • leidenschaftlich

Natürlich handelt es sich bei diesen viel zu oft benutzten Stärken um Eigenschaften, die im Berufsalltag wichtig sind. Es gibt aber andere Wege, auf denen du deinen Ehrgeiz, deine Teamfähigkeit, oder deine Motivation zum Ausdruck bringen kannst. Bist du Mitglied in einem Fußballverein? Dann schreibe das zu deinen Hobbys im Lebenslauf. Daraus lässt sich schließen, dass gut mit anderen Menschen klar kommst und dementsprechend auch teamfähig bist. Hast du vielleicht mal einen Preis gewonnen, zum Beispiel für die beste Kurzgeschichte deiner Schule? Auch das kannst du erwähnen. Auf diese weise zeigst du, dass du ein motivierter und ehrgeiziger Schüler bist! Werde kreativ und umgehe die zuvor genannten Stärken. Ersetze Sie viel lieber durch individuelle Stärken, die dich von der Konkurrenz abheben! 

Ein weiteres No Go: Stärken als Schwächen zu verkleiden. Schreibe in deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz bitte nicht, dass deine größte Schwäche ist, dass du immer so viel lernen möchtest, und dadurch deine Hobbys oder deine Freunde vernachlässigst. Dies führt beim Leser deiner Bewerbung allerhöchstens dazu, dass dieser die Augen verdreht. Und auch Sätze wie: „Ich bin ein Perfektionist“ solltest du nicht versuchen, als Schwäche zu tarnen. Diese beiden Beispiele sind keine Schwächen, und sollten auch nicht als solche getarnt werden. 

Die eigenen Stärken und Schwächen finden: So geht’s 

Schüler auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz haben in ihrem Leben bisher kaum Berufserfahrung sammeln können. Wie sollst du da jetzt wissen, welche Stärken und Schwächen du hast? Bisher weißt du ja schonmal, was du in deiner Bewerbung diesbezüglich nicht tun sollst. Das ist ein guter Anfang. Jetzt kommen wir von den Don'ts zu den Do's: Der erste Schritt, um die eigenen Stärken zu ermitteln, ist die Beantwortung folgender Fragen:

  • In welchen Schulfächern hast du die besten Noten?
  • Welche Fächer machen dir besonders viel Spaß?
  • Welche Dinge kannst du besonders gut (im schulischen Bereich)?
  • Welche Dinge kannst du besonders gut (in der Freizeit)?
  • Was macht dir besonders viel Spaß?
  • Womit beschäftigst du dich am liebsten?
  • Wofür wurdest / wirst du gelobt?
  • Wobei fragen dich deine Freunde / Familie um Unterstützung?
  • Worin liegen deine Talente?

Hast du dir diese Fragen erst einmal selbst schriftlich beantwortet, kannst du damit zu deinen Eltern und Geschwistern gehen. Ihnen stellst du nun die gleichen Fragen. Gibt es Bereiche, in denen du etwas vergessen hast oder wo dir deine Stärken gar nicht bewusst waren? Ergänze deine eigenen Antworten um die Antworten deiner Familienmitglieder. Das gleiche kannst du dann noch mal mit deinen Freunden machen. Diese Vorgehensweise ist aus zwei Gründen besonders wichtig – erstens: Fremdwahrnehmung und Selbsteinschätzung können stark variieren. Eine Überprüfung deiner „Ergebnisse“ ist daher ratsam. Zweitens: Für dich selbst sind einige deiner Stärken so selbstverständlich, dass du diese gar nicht mehr als solche wahrnimmst. Hier können Außenstehende Helfen, dir weitere Eigenschaften von dir aufzuzeigen, von denen du selbst nichts bemerkt hast.

Die Suche nach den Schwächen ist dagegen ein bisschen schwieriger. Jeder Mensch hat Schwächen, doch sind diese häufig eher privater Natur, und müssen daher auch keineswegs ins Anschreiben. Dass du schnell mal beleidigt bist, wenn man dir nicht zuhört oder dich unterbricht, dass geht den Personaler ja irgendwie auch gar nichts an, vor allem, wenn diese Tatsache rein gar nichts mit deinem Ausbildungsberuf zu tun hat. Schwächen zeigen, dass ein Bewerber authentisch ist, und auch über genug Reife besitzt, dass er oder sie sich bereits mit dem eigenen (Job-)Profil auseinandergesetzt hat. Hier einige Fragen, die dir beim Finden deiner Schwächen behilflich sein können:

  • Welche Schulfächer magst du gar nicht?
  • Welche Aufgaben schiebst du immer so lange auf, bis es nicht mehr geht?
  • Welche Tätigkeiten versuchst du stets zu vermeiden?
  • Auf welchen Gebieten bist du ziemlich talentfrei?
  • Was will dir partout nicht gelingen, egal wie oft du es probierst?

Nach dem du dir diese Fragen wieder selbst beantwortet hast, gehst du so vor wie mit deinen Stärken auch. Frage Personen, die dir besonders nahe stehen, wie sie dich in Bezug auf deine Schwächen sehen. Aber Achtung: Bloß nicht eingeschnappt sein, wenn man dir Dinge nennt, die du selbst nicht als Schwächen erkannt hast. Es handelt sich nicht um Mobbing, sondern um konstruktive Hilfestellung beim Ergründen deiner Schwächen! Für jegliches Feedback solltest du daher dankbar sein. 

Stärken in der Bewerbung mit Belegen und Beispielen untermauern

Mit den Stärken in der Bewerbung um eine Ausbildung ist das so eine Sache... Es bringt deinem Ausbildungsbetrieb nicht so viel, wenn du einfach ein paar Wörter aneinanderreihst, und sagst, dass darin deine Stärken liegen. Solche Behauptungen kann nämlich jeder anstellen. Daher ist es ganz wichtig, dass du deine Stärken auch mit Beispielen untermauerst. Zum Beispiel: „In der Redaktions-AG meiner Schule bin ich seit zwei Jahren Mitglied. In wöchentlichen Treffen besprechen wir im Team, über welche Themen geschrieben werden soll. Der regelmäßige Austausch mit meinen Mitschülern hat mir gezeigt, worauf es bei der Zusammenarbeit unterschiedlicher Charaktere ankommt, und wie man gemeinsam Probleme löst.“ Deine Stärke „Teamfähigkeit“ hast du nicht einfach nur genannt, sondern du hast auch gleich einen Beleg dafür geliefert, warum du teamfähig bist. 

Schwächen in der Bewerbung richtig darstellen

Niemand spricht gerne über seine eigenen Schwächen. Doch spätestens im Vorstellungsgespräch um einen Ausbildungsplatz musst du mit einer Frage nach deinen Schwächen rechnen. Am besten, du gehst die Sache so an: Schwächen sind ja ein Problem. Zeige in deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz, dass du dir bereits eine Lösung zurechtgelegt hast, wie du dieses Problem lösen willst. Zum Beispiel: „Aufgrund meiner schüchternen Art fällt es mir schwer, vor Menschen zu sprechen. Um mich in diesem Bereich weiterzuentwickeln besuche ich seit einem halben Jahr ein Kommunikationstrainigs-Kurs an der städtischen Volkshochschule. Ich denke, dass ich diese Defizite in näherer Zukunft ablegen kann, sodass ich als Azubi in Ihrem Betrieb zu Ihrer vollsten Zufriedenheit erfüllen kann.“ Du siehst, wenn man weiß, wie man ein Problem angehen und lösen kann, ist es gar nicht mehr so schlimm, diese in der Bewerbung oder im späteren Vorstellungsgespräch auch zu nennen!

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