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Tipps für die perfekte Bewerbung zur Ausbildung

Tipps für die perfekte Bewerbung zur Ausbildung
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Herzlich Willkommen bei ausbildungsstellen.de! Hier findest du alles Wissenswerte rund um die Bewerbung und das Vorstellungsgespräch zur Ausbildung – von A wie Anschreiben bis Z wie Zeugnis. Wir bieten dir ebenfalls eine Vielzahl an kostenlosen Mustern und Vorlagen sowie hilfreichen Checklisten, damit du dich ideal auf den Bewerbungsprozess vorbereiten und die Personaler von dir überzeugen kannst.

Im folgenden Artikel haben wir für die alle relevanten Informationen und Tipps für eine perfekte Bewerbung zur Ausbildung zusammengefasst. Dazu zählt neben einem aussagekräftigen Anschreiben und einem umfassenden Lebenslauf natürlich auch Anlagen und Zeugnisse sowie Hilfestellungen für die Onlinebewerbung. Trotz unserer Tipps und Vorlagen solltest du aber nicht vergessen, dass eine Bewerbung deine ganz persönliche Visitenkarte ist und sie daher individuell sein sollte. Du kannst unsere Vorlagen und Muster gerne zur Inspiration nutzen, du solltest sie aber nicht kopieren. Ein Personaler würde das sofort erkennen und das könnte dich deine Chance auf den Ausbildungsplatz kosten.

Bevor es nun aber mit dem Bewerbungsschreiben zur Ausbildung losgehen kann, solltest du vorab die folgenden drei Fragen für dich geklärt haben:

Warum muss ich mich für eine Ausbildung bewerben?

Du hast die Schule erfolgreich beendet und willst jetzt beruflich voll durchstarten? Dann führt kein Weg an der Bewerbung vorbei. Viele empfinden den Bewerbungsprozess als lästig und unangenehm, für ein Unternehmen ist er aber entscheidend, immerhin steckt ein Betrieb viel Geld und Zeit in die Ausbildung seiner Azubis. Personaler schauen sich deshalb die Bewerbungsunterlagen genau an, um genau den Bewerber zu finden, der ideal ins Unternehmen passt. Im Schnitt scheitern etwa 80% aller Bewerber schon bei der Durchsicht der Bewerbungsmappe, weil die Unterlagen unvollständig sind, sich im Anschreiben Rechtschreibfehler tummeln oder die Formatierung unübersichtlich ist. Aber keine Sorge: Das muss dir nicht passieren! Mit den richtigen Tipps und Tricks schaffst du es den Personaler von dir und deinem Können zu überzeugen – wir helfen dir dabei!

Wie finde ich die perfekte Ausbildungsstelle?

Du weißt schon was du werden möchtest? Perfekt! Dann kannst du hier direkt nach dem für dich passenden Ausbildungsplatz deutschlandweit oder bei dir in der Nähe suchen. Oder bist du noch unsicher wohin deine berufliche Zukunft gehen soll? Lass dich nicht entmutigen es gibt viele Möglichkeiten den idealen Ausbildungsberuf für dich zu finden. Ein Beratungsgespräch bei der Agentur für Arbeit kann dir helfen, du kannst dich aber schnell und unkompliziert durch unseren Charaktertest klicken, oder du liest dir unsere Informationen zu allen Ausbildungsberufen von A bis Z durch. Ein Praktikum in den Ferien bietet dir zusätzlich die Möglichkeit einen ersten Eindruck von deinem möglichen Traumberuf zu erhalten.

Wann bewerbe ich mich für eine Ausbildung?

Warte mit deiner Bewerbung möglichst nicht bis zu deinem Schulabschluss, das ist oft schon zu spät! Am besten kümmerst dich bereits ein Jahr im voraus um deine Ausbildungsplatz und bewirbst dich bei Ausbildungsbetrieben mit deinem Versetzungszeugnis. Gerade Arbeitgeber im öffentlichen Dienst oder große Unternehmen haben sehr lange Bewerbungsfristen und besetzten ihre Ausbildungsplätze frühzeitig. Daher unser Tipp: Beginne ein Jahr vor deinem Schulabschluss mit den Bewerbungen und bewirb dich immer weiter – solange bis es klappt.

So bewirbst du dich richtig um eine Ausbildungsstelle

Du hast dich für einen Ausbildungsberuf entschieden und auch schon die passende Ausschreibung gefunden? Dann wird es jetzt ernst. Deine Bewerbung ist deine erste Arbeitsprobe, deine Visitenkarten, mit der du den Personaler und damit das Unternehmen von dir überzeugen möchtest. Eine erfolgreiche Bewerbung setzt sich aus einzelnen Komponenten zusammen, die in Summe die Bewerbungsmappe bzw. die vollständigen Bewerbungsunterlagen bilden. Hierzu zählen grundsätzlich:

  1. Anschreiben (auch Bewerbungsschreiben genannt)

  2. Lebenslauf mit Bewerbungsfoto

  3. Anlagen (wie Zeugnisse, Zertifikate, Referenzen, etc.)

Diese drei Unterlagenarten gehören unbedingt in eine klassische Bewerbung und dürfen nicht weggelassen werden. Sie können lediglich um weitere Beilagen ergänzt werden, beispielsweise um ein Deckblatt, Nachweise über Fortbildungen oder falls verlangt um Kopien des Führerscheins oder des Führungszeugnisses.

Damit du nichts vergisst, haben wir dir eine Checkliste erstellst, die du kostenlos als PDF hier herunterladen kannst.

Damit diese einzelnen Bestandteile den Personaler auch direkt von dir überzeugen, haben wir im Folgenden viele nützliche Tipps für das Anschreiben, den tabellarischen Lebenslauf, die relevanten Anlagen und die Online-Bewerbung für dich zusammengefasst.

Tipps für das Anschreiben zur Ausbildung

Stell dir vor du verabredest dich mit einer Person, die du noch nie zuvor gesehen hast und von der du rein gar nichts weißt. Das würdest du nicht tun? Personaler auch nicht. Sicherlich kann ein Blind-Date spannend und reizvoll sein, ein Personaler wird darauf aber sicherlich keine Zeit verschwenden. Mithilfe des Anschreibens kannst du dich nicht nur vorstellen und dich für ein Vorstellungsgespräch empfehlen, du kannst auch zeigen warum du dich für die Stelle interessierst und die perfekte Besetzung bist.

Im Anschreiben solltest du nicht nur die Höhepunkte deiner Biografie wiederholen – das Anschreiben ist kein Lebenslauf als Fließtext! Viel mehr geht es darum zu zeigen, warum du dich bewirbst, was dich auszeichnet und warum man dich anderen Bewerbern vorziehen sollte. Nenne berufsrelevante Erfahrungen, die du bereits sammeln konntest, benennen Schwerpunkte aus deiner Schulausbildung, nimm Bezug auf die in der Stellenausschreibung gesuchten Anforderungen (soweit du sie erfüllen kannst) und erkläre warum du ausgerechnet in den betreffenden Betrieb möchtest. Lass dir mit der Formulierung des Anschreibens ruhig Zeit. Immerhin kann dich das Anschreiben in die nächste Bewerbungsrunde bringen, da sollte deine Selbstpräsentation überzeugen.

Regeln und Tipps für das Anschreiben zur Ausbildung

  • Dein Anschreiben sollte am besten eine Seite lang sein - niemals länger als zwei Seiten!

  • Formuliere dein Anschreiben stets individuell und schneide es auf den jeweiligen Arbeitgeber direkt zu. Massenaussendungen fallen negativ auf und sind daher ein No-Go!

  • Schreibe möglichst aktiv, indem du statt schwerfälligen Subjektiven besser Verben nutzt.

  • Versetze dich in die Rolle des Personalers: Was hat er davon, wenn er dich einstellt? Je mehr du ihn von dir überzeugen kannst, desto näher kommst du deiner Wunsch-Ausbildung.

Der tabellarische Lebenslauf

Neben dem Anschreiben gehört auch der Lebenslauf zu den vollständigen Bewerbungsunterlagen. Meist ist er zudem das Erste, was sich der Personaler ansieht, er entscheidet über Hop oder Top. Allerdings wenden Personaler dem Lebenslauf meist nicht mehr als maximal 4 Minuten pro Bewerbung zu, daher sollten erforderliche Qualitäten und Erfahrungen am besten schnell ins Auge springen. Dies gelingt am besten, wenn du deinen Lebenslauf in tabellarischer Form anfertigst, denn diese wirkt besonders übersichtlich.

Du kannst deinen Lebenslauf amerikanisch verfassen, das bedeutet, dass aktuelle Positionen immer zuerst genannt werden, oder chronologisch. Schneller erfassen lässt sich sicherlich die amerikanische Variante, da aus ihr dein Status Quo schneller hervorgeht. Ein richtig oder falsch gibt es aber nicht, die Entscheidung liegt bei dir. Viel wichtiger sind der formale Aufbau und der Inhalt deines Lebenslauf.

Do's:

  • Formaler Aufbau:

    • Der Standard beim Lebenslauf ist links die Zeitangaben und rechts die Fakten, wie du im Muster-Lebenslauf sehen kannst.

    • Bei den Zeitangaben reichen meist Monatsangaben, also: „06/2007 – 06/2015 Realschule Mustername in Musterstadt“.

    • Der Lebenslauf endet mit Ort, Datum und deiner Unterschrift, wodurch du deutlich machst, dass alle Angaben der Wahrheit entsprechen.

  • Inhalt:

    • In deiner Vita müssen unbedingt deine persönliche Daten wie Name, Geburtstag und -ort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit aufgeführt werden.

    • Auch deine Berufserfahrung, Schulausbildung und ggf. Praktika sollten hier Platz finden.

    • Kannst du besondere Qualifikationen, wie Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten oder Sprachen aufweisen? Dann gehören diese auch unbedingt in deinen Lebenslauf.

Don'ts:

  • Führe keine irrelevante Informationen hinsichtlich der Stellenausschreibung auf, dies ist für den Personaler nur zusätzlicher Leseballast.

  • Familieninformationen wie Berufe der Eltern haben im Lebenslauf nichts verloren.

  • Gehaltsvorstellungen, sofern sie angefordert werden, gehören ebenfalls nicht in den Lebenslauf, sondern ins Anschreiben. (Unser Tipp: Verdienstmöglichkeiten findest du in unseren Informationen zu den Ausbildungsberufen)

  • Religiöse oder politische Ansichten gehören ebenfalls nicht in den Lebenslauf.

  • Vermeide unbedingt unwahre Angaben, diese könnten dich später deine Ausbildungsstelle kosten.

Relevante Bewerbungsunterlagen: Anlagen und Zeugnisse

In deine Bewerbungsmappe gehören auch Anlagen und Zeugnisse, die zum einen dein Profil abrunden, zum anderen aber auch belegen, dass deine Angaben der Wahrheit entsprechen. Hierzu zählen:

  1. Kopien deiner aktuellen Schulzeugnisse, maximal drei. (Welche Zeugnisse von dir benötigt werden, steht meist in der Stellenausschreibung)

  2. Zertifikate und Bescheinigungen (z.B. über Praktika)

  3. Referenzen und Empfehlungsschreiben

Damit deine Anlagen nicht wie eine lose Zettelsammlung wirkten, kannst du ein Anlagenverzeichnis erstellen, welches du entweder am Ende deines Anschreibens aufführst, oder auf dem Deckblatt deiner Bewerbung, falls du ein solches angefertigt hast. Deine Anlagen sortierst du am besten in chronologisch, also in der Reihenfolge wie du sie erworben hast.

Online um eine Ausbildungsstelle bewerben

Heutzutage wird vieles gerne per Mail verschickt, weil die Zustellung schneller erfolgt und keine zusätzlichen Kosten anfallen. Natürlich kannst du dich auch online bewerben, allerdings nur, wenn dies von deinem Ausbildungsbetrieb auch ausdrücklich gewünscht wird. Vielleicht gibt es auch ein Online-Formular, das du verwenden kannst. Möchtest du deine Bewerbung per Mail verschicken, sollest du auf Folgendes achten:

Tipps für die Bewerbung per E-Mail:

  • Versuche die konkrete E-Mail Adresse des Personalers herauszufinden, damit du sicher sein kann, dass deine Unterlagen auch direkt bei ihm ankommen.

  • Eine Online-Bewerbung besteht meist aus einer E-Mail und einem PDF-Anhang.

  • Du kannst dein Bewerbungsschreiben als E-Mail verschicken oder gemeinsam mit dem Lebenslauf und deinem Bewerbungsfoto als PDF anhängen

  • Was du beim Bewerbungsanschreiben in der Mail beachten solltest:

    • Die E-Mail beginnt mit der Anrede, das Datum entfällt. Deine Anschrift platzierst du am besten am Ende der E-Mail.

    • Verzichte auf Formatierungen! Meist kommt beim Empfänger ein völlig anderes Format an, als geplant.

  • Was du beim Bewerbungsschreiben als PDF im Anhang beachten solltest:

    • Das Anschreiben als angehängte PDF-Datei ist identisch mit dem Bewerbungsschreiben der schriftlichen Bewerbung.

    • Zusätzlich zu deinem Anschreiben solltest du auch deinen Lebenslauf und dein Bewerbungsfoto als PDF anhängen

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