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Tipps für eine gelungene Initiativbewerbung

Tipps für eine gelungene Initiativbewerbung
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Muster & Vorlagen Tipps für eine gelungene Initiativbewerbung

Seit Wochen durchstöberst du alle Zeitungen und Jobportale nach einem passenden Ausbildungsplatz, doch nichts ist für dich dabei? Natürlich kann man darauf warten, bis die perfekte Ausbildung ausgeschrieben wird. Sinnvoller ist es allerdings, seine Karriere selbst in die Hand zu nehmen und aktiv zu werden.

Bei einer Initiativbewerbung schreibt man eine Bewerbung an ein Unternehmen, das offiziell gar keine neuen Mitarbeiter sucht. Aus diesem Grund sollte die Initiativbewerbung die Personalverantwortlichen noch mehr überzeugen, als wenn eine klassische Bewerbung auf eine ausgeschriebene Stelle verschickt wird. Hier gilt es, durch starke Argumente davon zu überzeugen, dass du das Unternehmen mit deinen Qualifikationen bereichern kannst. Verdeutliche den Mehrwert, den du der Firma lieferst. Wie dir dies am besten gelingt, erfährst du in unseren Tipps für eine gelungene Initiativbewerbung:

Tipp #1: Die Vorbereitung

Wer eine Bewerbung auf eine nicht ausgeschriebene Stelle verschickt, sollte gut vorbereitet sein. Ansonsten hat man Zeit und Geld umsonst investiert. Zunächst solltest du dich mit deinen eigenen Stärken und Schwächen auseinandersetzen. Beantworte dir Fragen wie:

  • Was kann ich besonders gut?

  • Was kann ich nicht so gut?

  • In welchem Bereich möchte ich arbeiten?

  • Welche Aufgaben möchte ich in einer Ausbildung übernehmen?

Wenn du dir diese Fragen beantwortet hast, gilt es, einen passenden Ausbildungsberuf zu finden, und ebenso natürlich ein passendes Unternehmen. Das allerwichtigste: Kenne das Unternehmen, in dem du dich bewerben möchtest. Folgendes solltest du vor dem Verfassen der Initiativbewerbung in Erfahrung gebracht haben:

  • Gibt es aktuell Bedarf an einem Auszubildenden?

  • Welche Voraussetzungen sollte man mitbringen?

  • Welche Unterlagen sind bei der Bewerbung gewünscht?

  • Wie lautet der Ansprechpartner für die Bewerbung?

  • Welche Form der Bewerbung wird bevorzugt? (Online oder Post?)

Wenn du diese Fragen in einem Telefonat geklärt hast, kannst du mit dem Schreiben der Initiativbewerbung beginnen.

Tipp #2: Das Anschreiben

Anders als bei einer klassischen Bewerbung sind Standartsätze wie „hiermit Bewerbe ich mich auf die Stelle als XYZ“ oder „auf Ihrer Internetseite habe ich gesehen, dass Sie zurzeit einen Auszubildenden für den Bereich XYZ“ suchen, tabu. Besser: Beziehe gleich Stellung zum Telefonat.

Beispiel: „vielen Dank für das freundliche und informative Telefonat. Wie darin mit Frau Meier besprochen, möchte ich mit meiner Erfahrung mit Programmiersprachen die Musterfirma bei dem Ausbau ihres Internetauftritts unterstützen. Sehr gerne erweitere ich meine Qualifikationen mit einer Ausbildung zum IT-Kaufmann in Ihrem Unternehmen.“

Bei der Initiativbewerbung ist das wichtigste, das Wunschunternehmen davon zu überzeugen, dass du genau der richtige für sie bist. Am besten indem man mit seinen Stärken argumentiert. Im Telefonat hast du bereits erfahren, welche Voraussetzungen du mitbringen solltest. Ein weiterer Punkt: Sei zielgerichtet. Kläre früh im Anschreiben was du kannst, warum du dich bei der Firma bewirbst, und warum sie dich einstellen sollten.

Auf einen Blick: Das gehört auf jeden Fall ins Anschreiben:

  • Bezug zum Telefonat

  • Name des Mitarbeiters, mit dem du gesprochen hast

  • gute Argumente, warum du in diesem Unternehmen arbeiten solltest

    → Welche Qualifikationen bringst du mit?

    → Wie kannst du diese Qualifikationen im Unternehmen einsetzen?

Tipp #3: Wecke das Interesse des Personalers

Im Gegensatz zur klassischen Bewerbung musst du den Personalverantwortlichen erst davon überzeugen, dass das Unternehmen dich gebrauchen könnte. Deshalb sollte man nicht nur gut argumentieren können, sondern auch etwas kreativ sein.

Beispiel: „Immer mehr Menschen lesen ihre Zeitschriften nur noch online. Bei meiner Recherche zu Ihrem Verlag ist mir aufgefallen, dass sie in diesem Bereich noch keine Angebote haben. Mit meiner Erfahrung im Programmieren von Internetseiten könnte ich dabei helfen, die Printmedien Ihres Unternehmens zu digitalisieren, und die Firma auf diese Weise bei Ihrem Internetauftritt zu unterstützen.“

So zeigt der Bewerber erstens: Dass er sich nicht nur gut mit der Firma, sondern auch mit den aktuellen Entwicklungen der ganzen Branche befasst hat. Und zweitens: Dass er kreativ ist und neue Ideen umsetzen möchte.

Die Vorteile einer Initiativbewerbung:

Eine Initiativbewerbung zeugt von Mut, einer hohen Motivation und Engagement. Dies hinterlässt gleich einen positiven Eindruck von einem Bewerber. Außerdem kann man in den meisten Fällen davon ausgehen, dass die Bewerbung nicht im Papierkorb landet, sondern aufbewahrt wird, bis eine geeignete Stelle frei wird. Bei dieser Art der Bewerbung muss man nicht darauf warten, bis irgendwann die perfekte Ausbildungsstelle angeboten wird, sondern kann gleich aktiv werden. Das kann eine Menge Zeit sparen. Ein weiterer Vorteil: Es gibt keine Konkurrenten.

Nach ungefähr drei bis vier Wochen kannst du dich bei dem Unternehmen melden und nach dem Stand deiner Bewerbung fragen.


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