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Tipps und Muster für die Einleitung im Anschreiben

Tipps und Muster für die Einleitung im Anschreiben
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Der erste Eindruck deines schriftlichen Ausdrucksvermögens liegt in der Einleitung deines Anschreibens. Obwohl es sich „nur“ um eine Einleitung handelt, solltest du bereits hier ein Maximum an Überzeugung leisten.

Unser Tipp: Bevor du mit der Einleitung in deinem Anschreiben beginnst, solltest du dir folgende Fragen stellen: Mit welchen Stärken und Qualifikationen stichst du andere Bewerber aus? Welchen Mehrwert lieferst du damit dem Unternehmen? Und warum sollte man ausgerechnet dich einstellen? Wenn du auf diese drei Fragen eine gute Antwort gefunden hast, sollte diese unbedingt in die Einleitung. So argumentierst du kurz und prägnant, warum man dich einstellen sollte.

Verwendest du hingegen 08/15 Formulierungen, kann es sehr gut sein, dass man deine Bewerbung beiseite legt und nie zu Ende liest. Bedenke: Der Personaler muss täglich viele Bewerbungen durchgehen. Wenn alle mit dem gleichen Satz beginnen, spricht das nicht gerade für das Engagement und die Kreativität eines Bewerbers. Warum sollte er seine Zeit damit verschwenden, ellenlange, aus dem Internet kopierte Sätze in einer Bewerbung zu lesen? Nur mit Individualität kannst du als Bewerber überzeugen!

Damit nichts schief geht findest du hier nicht nur die Do's, sondern auch die Dont's für die Einleitung im Anschreiben.

Do's:

  • an ein Telefonat anknüpfen

Beispiel:
„Sehr geehrter Herr Muster,
vielen Dank für das freundliche und informative Gespräch vom 12.10.15. Die von Ihnen beschriebenen Kernkompetenzen für den Ausbildungsplatz bringe ich mit, denn mit mir erhalten Sie einen engagierten, motivierten, und kaufmännisch begabten Auszubildenden.“

  • nach einem Praktikum

Beispiel:
„Sehr geehrter Herr Muster,
derzeit absolviere ich ein Praktikum im Bereich Kundenmanagement in Ihrem Unternehmen. Meine Betreuerin, Frau Muster, hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass Sie demnächst einen Auszubildenden in diesem Bereich suchen. Da mir mein Praktikum in diesem Unternehmen sehr großen Spaß macht und ich viel zum Thema Kundenmanagement gelernt habe, möchte ich mich hiermit bei Ihnen bewerben. Haben Sie Fragen zu meinem Engagement oder meinem Arbeitsverhalten? Frau Muster hat mir versichert, dass sie gerne für Antworten bereitsteht.“

  • Bezug zur Stellenausschreibung

Beispiel:
„Sehr geehrte Frau Muster,
Ihrer Stellenausschreibung vom 12.10.15 ist zu entnehmen, dass sie einen Auszubildenden mit hohem technischen Verständnis, Flexibilität, und Grundkenntnissen im Programmieren suchen. Diese Voraussetzungen erfülle ich voll und ganz. Das Programmieren erlernte ich bereits in der siebten Klasse, ich bin Flexibel, da ich bereits einen eigenen PKW besitze, und eine Begeisterung für Technik hege ich seit frühester Kindheit. Kurz: Ich bin genau der richtige für diese Ausbildung.“

  • Persönliche Interessen

„Sehr geehrte Frau Muster,
schon immer haben mich die Abläufe in einer Bank fasziniert, und mein Interesse für den Wertpapierhandel ist seit meinem Beitritt in die Börsen-AG unserer Schule nur noch mehr gestiegen. Ihre Bank hat einen ausgezeichneten Ruf und gehörte schon immer zu dem Unternehmen, in dem ich meine Ausbildung machen möchte.“

Dont's:

Standardsätze wie diese sind tabu:

  • „Hiermit bewerbe ich mich um eine Ausbildung als xxxx in Ihrem Unternemen.“

  • „Mit großem Interesse habe ich in Ihrer Stellenausschreibung gesehen, dass Sie einen Auszubildenden suchen.“

  • „Ich interessiere mich für den Ausbildungsplatz als xxx.“

  • „Als ich Ihre Stellenausschreibung gelesen habe wusste ich sofort, dass ich der richtige

    dafür bin.“

  • „Dieser Ausbildungsplatz ist für mich optimal.“

    Diese Sätze sind hohle Phrasen, die, wenn sie nicht belegt werden, einen negativen Eindruck hinterlassen. Alle Aussagen sollten in einem Anschreiben begründet werden. Das wichtigste ist jedoch, dass sich der Bewerber durch seine individuellen Kompetenzen von der Masse heraussticht. Aus diesem Grund: nutze die Beispiel-Formulierungen gerne als Inspiration, kopieren solltest du sie allerdings nicht, denn dies machen womöglich auch viele andere. Nutze deine individuellen Eigenschaften und Kompetenzen, um den Personaler von dir ganz persönlich zu überzeugen!

    Viel Erfolg!

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