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5 Tipps für einen positiven ersten Eindruck in der Ausbildung

5 Tipps für einen positiven ersten Eindruck in der Ausbildung
© Roman Samborskyi | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Tipp 1: Deine innere Einstellung ist das A und O
  2. Tipp 2: Achte auf deine Körperhaltung
  3. Tipp 3: Wähle deine Kleidung mit Bedacht
  4. Tipp 4: Halte Blickkontakt
  5. Tipp 5: Auf den richtigen Händedruck kommt es an
  6. Was kannst du tun, wenn du den ersten Eindruck verpatzt hast?

Wir Menschen neigen dazu, Bücher nach ihrem Cover zu beurteilen – und andere Menschen nach ihrem Aussehen und ihrem Auftreten. Selbst wenn du das vielleicht verurteilst, wirst auch du andere Personen insgeheim nach ihrem Äußeren bewerten und bist nicht davor geschützt, dass andere auch dich anhand deines Auftretens beurteilen. Umso wichtiger ist es, einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen. Studien beweisen, dass es nur 100 Millisekunden dauert, bis dein Gegenüber sich einen ersten Eindruck über dich gebildet hat. Danach kannst du fast gar nicht mehr beeinflussen, ob die anderen dich sympathisch, vertrauenswürdig, professionell oder ehrgeizig finden.

Sobald du eine Ausbildung anfängst, wirst du auf sehr viele Personen treffen, die sich einen ersten Eindruck von dir bilden werden: Das beginnt schon beim Vorstellungsgespräch, wo der erste Eindruck maßgeblich mitbestimmt, ob du den Ausbildungsplatz überhaupt bekommst. Aber auch an deinem ersten Arbeitstag in der Ausbildung ist der erste Eindruck, den dein Chef und deine Kollegen von dir bekommen, sehr wichtig für deine weitere berufliche Karriere. Deshalb sollte dieser natürlich positiv ausfallen – und mit den folgenden fünf Tipps wird er das auch ganz sicher!

Tipp 1: Deine innere Einstellung ist das A und O

Die wichtigste Basis für einen guten ersten Eindruck ist, dass du selbst in einer positiven Stimmung bist. Wenn du Angst hast oder nervös bist, wird dein Gegenüber das an deiner gesamten Ausstrahlung bemerken. Viele Experten empfehlen, immer wieder eine Art Mantra vor dich hin zu murmeln, wie etwa „Ich bin gut und deshalb werde ich das schaffen“. Unserer Meinung nach ist es jedoch besser, deine innere Einstellung mit einem konkreten Erlebnis aus deiner Vergangenheit zum Positiven zu wandeln. Geh in dich und überlege, was du früher erreicht hast und worauf du richtig stolz warst. Dabei ist es egal, ob es sich um einen der ersten Plätze bei einem sportlichen Ereignis handelt oder um den Tag, an dem du dein erstes Vorstellunggespräch erfolgreich gemeistert hast. Rufe dir das Erfolgsgefühl, das du im Anschluss hattest, wieder in Erinnerung und nutze es, um eine selbstbewusste und positive Ausstrahlung zu erzielen.

Tipp 2: Achte auf deine Körperhaltung

Nicht nur die innere Haltung, auch die Körperhaltung ist wichtig für einen positiven ersten Eindruck. Du solltest aufrecht stehen, denn das strahlt Selbstvertrauen aus. Deine Schultern hältst du am besten parallel zu denen deines Gegenübers. Das vermittelt Interesse an deinem Gesprächspartner und an den Inhalten des Gesprächs. Achte darauf, dass du nicht nur ein Bein als Standbein verwendest und das andere unruhig hin und her bewegst. Stelle dich mit beiden Beinen fest auf den Boden und belaste sie gleich, ziehe die Schulterblätter nach hinten und lass die Arme ganz locker an deinem Körper herunterhängen. Dann wirkst du selbstbewusst. Außerdem solltest du den richtigen Abstand zu deinem Gesprächspartner halten: Rücke nicht zu dicht auf, bleibe aber auch nicht zu weit entfernt. Ersteres wirkt aufdringlich und störend, letzteres zeigt hingegen, dass du unsicher und schüchtern bist.

Tipp 3: Wähle deine Kleidung mit Bedacht

Maßgeblich für einen guten ersten Eindruck ist natürlich deine Kleidung. Wähle sie so, dass sie angemessen ist, authentisch wirkt und Autorität ausstrahlt. Am besten überlegst du dir, was dein Gegenüber tragen wird und orientierst dich daran. Dann wirst du auch Autorität und Selbstbewusstsein ausstrahlen, was zu einem guten ersten Eindruck beiträgt. Keinesfalls solltest du dich jedoch verkleiden, weshalb deine Kleidungswahl authentisch sein muss. Wichtig ist, dass du dich in deiner Aufmachung wohlfühlst, denn sonst leidet deine innere Einstellung und du wirst noch unsicherer und ängstlicher, als du ohnehin schon bist. Wenn du normalerweise eher Kapuzenpullis und Jeans zu Turnschuhen trägst, bist du mit einem schlichten Hemd zu einer ordentlichen Hose und Lederschuhen besser beraten als mit einem kompletten Anzug inklusive Krawatte. Dann wirst du dich auch wohl fühlen und selbstbewusst rüberkommen.

Tipp 4: Halte Blickkontakt

Um einen guten ersten Eindruck zu hinterlassen, solltest du Blickkontakt mit deinem Gegenüber halten, wenn ihr miteinander sprecht. Auf diese Weise baust du besser eine Bindung zu der anderen Person auf und sorgst dafür, dass sie dir eher vertraut. Keinesfalls solltest du beim Sprechen ständig den Blick schweifen lassen oder betreten auf deine Hände schauen. Das vermittelt Unsicherheit und ruiniert den ersten Eindruck!

Tipp 5: Auf den richtigen Händedruck kommt es an

Egal ob beim Vorstellungsgespräch oder beim ersten Tag in der neuen Ausbildung: Du wirst wahrscheinlich viele Hände schütteln müssen. Achte dabei auf einen festen, aber nicht zu starken Händedruck. Greife entschlossen nach der Hand, die dir entgegen gestreckt wird, verursache aber keine körperlichen Schmerzen bei deinem Gegenüber. Vorsicht ist gerade dann geboten, wenn die andere Person Ringe trägt, denn dann kann ein zu fester Händedruck schnell schmerzhaft sein. Am besten du übst das Händeschütteln vorher mit Freunden, damit im entscheidenden Moment nichts schiefgeht.

Was kannst du tun, wenn du den ersten Eindruck verpatzt hast?

Mit dem ersten Eindruck hast du die Chance zu überzeugen sowie einen professionellen und sympathischen Gesamteindruck zu erwecken – du kannst es aber auch total verpatzen. Dann hast du sicher erst einmal das Verlangen, die Flucht zu ergreifen, weil du dich für dein Verhalten schämst. Du wünschst dir, der anderen Person nie wieder unter die Augen treten zu müssen und befürchtest im schlimmsten Fall sogar, dass du deine Ausbildung abbrechen musst. Aber keine Panik! Es ist zwar nicht leicht, einen verpatzten ersten Eindruck wieder ins rechte Licht zu rücken, es ist aber auch kein Ding der Unmöglichkeit. Folgende drei Tipps solltest du dir jetzt zu Herzen nehmen:

  • Ergreife nicht die Flucht
  • Erkläre dein Verhalten glaubwürdig
  • Finde Menschen, die sich für dich einsetzen

Natürlich ist es dir unangenehm, wenn du einen schlechten Eindruck hinterlassen hast. Ein kompletter Rückzug ist aber dennoch nicht sinnvoll. Dann würde sich der falsche erste Eindruck nur noch mehr bei deinem Gegenüber festigen und wäre dementsprechend noch schwerer aus der Welt zu schaffen. Besser ist es, ganz bewusst noch einmal Kontakt aufzunehmen und zu beweisen, dass du eigentlich anders bist, als der erste Eindruck es vermuten lässt.

Bei groben Patzern solltest du glaubwürdig erklären, warum du dich so verhalten hast. Anstatt „Eigentlich bin ich ganz anders“ zu versprechen, solltest du versuchen, dein falsches Verhalten in einen anderen Kontext zu rücken. Wenn du beispielsweise gleich am ersten Tag deiner Ausbildung durch eine ungünstige Kleidungsauswahl negativ aufgefallen bist, entschuldige dich dafür. Erkläre, dass du einfach so nervös warst, etwas Falsches anzuziehen, dass du am Ende doch nicht die richtige Wahl getroffen hast und dass du dich von nun an passender kleiden wirst. Jeder wird nachvollziehen können, dass du am ersten Arbeitstag nervös warst und dir die Chance geben, den verpatzten ersten Eindruck wiedergutzumachen.

Zu guter Letzt solltest du dich bei anderen wichtigen Personen umso mehr um einen guten ersten Eindruck bemühen, wenn du ihn bei einer oder mehreren Personen schon verpatzt hast. Vielleicht hast du Glück und die anderen werden ein gutes Wort für dich einlegen, sodass der unschöne erste Eindruck schnell wieder vom Tisch ist.

Bild: Tanja Tänzer
Tanja Tänzer (32 Artikel) Tanja Tänzer hat Medien- und Kommunikationsmanagement an der Mediadesign Hochschule in Berlin studiert. Während Ihres Studiums hat sie bei verschiedenen Internetunternehmen im Bereich Content Management und Redaktion gearbeitet. Seit kurzem unterstützt Sie das Team von ausbildungsstellen.de mit täglich knackig frischen News und Artikeln für unsere Leserschaft. Letzte Artikel
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