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6 Tipps für den Nebenjob während der Ausbildung - Was muss ich beachten?

6 Tipps für den Nebenjob während der Ausbildung - Was muss ich beachten?
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Inhalt:
  1. 1. Sprich mit deinem Arbeitgeber über deinen Nebenjob
  2. 2. Halte die gesetzlichen Arbeitszeiten ein
  3. 3. Bei einem Nebenverdienst von 450 Euro ist Schluss
  4. 4. Kindergeld bekommst du auch mit Nebenjob
  5. 5. Mute dir nicht zu viel zu
  6. 6. Such dir ein Nebenjob der zu dir passt 
  7. Arbeiten von Zuhause

Um sich einen Nebenverdienst zu sichern, jobben viele Azubis während der Ausbildung. Was viele nicht bedenken, ist, dass dieser Schritt auch schnell in die Hose gehen kann. Wir zeigen dir, wie du den Spagat zwischen Ausbildung und Nebenjob schaffst und auch ein wenig Freizeit mit drin sein kann. 

1. Sprich mit deinem Arbeitgeber über deinen Nebenjob

Der Spruch „Was er nicht weiß, macht ihn nicht heiß“ kann dich in diesem Fall ganz schön in Bredoullie bringen. Wenn du neben deiner Ausbildung eine Nebentätigkeit ausübst und deinen Chef nicht darüber informierst, kann das schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen – zumindest dann, wenn in deinem Vertrag festgehalten wurde, dass du deinen Arbeitgeber über einen Nebenverdienst zu informieren hast. 

Unser Tipp: Setz dich in einer ruhigen Minute mit deinem Chef zusammen und erläutere ihm, warum du einen Nebenjob ausüben möchtest. Das in vielen Fällen das Gehalt eines Auszubildenden nicht zum Leben ausreicht, vor allem wenn man dann noch Miete, Essen, Auto, Bahn, Hund usw. bezahlen muss, wird auch dein Chef verstehen.

2. Halte die gesetzlichen Arbeitszeiten ein

Wenn du über 18 Jahre alt bist, ist der zeitliche Rahmen für die Arbeitszeit in deinem Nebenjob klar geregelt. Laut Arbeitszeitgesetz darfst du als erwachsener Arbeitnehmer 48 Stunden pro Woche und acht Stunden am Tag arbeiten. Wenn du in deiner Ausbildung täglich acht Stunden von Montag bis Freitag arbeitest, hast du immer noch ein Pensum von acht weiteren Stunden, die du für deinen Nebenjob aufwenden kannst. Ob du nun am Samstag oder am Sonntag zusätzlich arbeitest, spielt dabei keine Rolle. 

Solltest du noch minderjährig sein, verhält es sich mit der Arbeitszeit etwas anders: Minderjährige Azubis dürfen nur 40 Stunden pro Woche und acht Stunden am Tag arbeiten. Außerdem ist gesetzlich vorgeschrieben, dass du nur an insgesamt fünf Wochentagen arbeiten darfst und dann auch nur in einem Zeitraum zwischen 6 und 20 Uhr. Also ist der Servicejob in der Gastronomie schon mal gestrichen. 

3. Bei einem Nebenverdienst von 450 Euro ist Schluss

Der Vorteil eines Minijobs ist, dass du grundsätzlich von jeglichen Steuern und weiteren Abgaben befreist bist. Allerdings gibt es auch hier einige Dinge, die du beachten musst: Grundsätzlich darfst du nicht mehr als 450 Euro pro Monat dazuverdienen ohne mit steuerlichen Abzügen rechnen zu müssen. Wenn es in dem einen oder anderen Monat dann doch 10 Euro mehr geworden sind, brauchst du dir aber noch keine Sorgen machen. Entscheidend ist, wie viel du im Jahresdurchschnitt verdienst. So lange dieser Durchschnitt die Grenze von 450 Euro nicht übersteigt, ist alles in Ordnung. 

4. Kindergeld bekommst du auch mit Nebenjob

Aufgrund des geringen Einkommens bleiben viele während ihrer Ausbildung noch bei ihren Eltern wohnen. Das ist einfach günstiger, weil man sich das Geld für Miete und Co. sparen und für andere Dinge nutzen kann. Wenn du über 18 Jahre alt bist und während deiner Ausbildung noch zu Hause wohnst, können deine Eltern weiterhin Kindergeld für dich bekommen. Auch wenn du dann noch einen Nebenjob ausübst, hat das keine Auswirkungen auf das Kindergeld. Das war aber nicht immer so: Bis Anfang 2012 durften maximal 8004 Euro im Jahr hinzuverdient werden. Alles was darüber ging, wurde den Eltern von dem Kindergeld gestrichen. 

5. Mute dir nicht zu viel zu

Grundsätzlich kannst du mehrere Minijobs haben. Im Allgemeinen ist aber davon abzuraten. Denn, wenn du bei mehreren Jobs gleichzeitig arbeitest und dich sowohl körperlich als auch geistig übernimmst, wird sich das entsprechend auf deine Ausbildung ausüben.

Bei deiner Ausbildung verpflichtest du dich dazu, deiner Arbeit gewissenhaft und voll arbeitsfähig nachzugehen. Wenn du dich bei deinen Nebenjobs total überarbeitest oder diese sogar eine Konkurrenz zu deiner Ausbildung darstellen können, hat dein Arbeitgeber das Recht, dir die Nebentätigkeit zu verbieten. Das Gleiche gilt auch, wenn du in deinem Urlaub einer Nebenbeschäftigung nachgehst. Promotion-Jobs werden von vielen Azubis gern während ihres Urlaubs angenommen. Wenn du dich währenddessen aber so stark verausgabst, dass du völlig erschöpft aus dem Urlaub zurückkommst, kann das ebenfalls Konsequenzen haben. Ob du nun einen oder mehrere Nebenjobs hast, dein Ausbildungsplatz hat immer Vorrang!

6. Such dir ein Nebenjob der zu dir passt 

Dein Nebenjob darf dich nicht noch zusätzlich belasten (siehe Punkt 5). Wenn du neben deiner Ausbildung noch einen weiteren Job annimmst, dann such dir einen aus, der zu dir passt! Zum einen solltest du deinen Nebenjob anhand deiner Vorlieben und persönlichen Fähigkeiten auswählen. Wenn du privat lieber ein gutes Buch liest oder den Abend vor dem Fernseher verbringst, als die ganze Nacht in der Diskothek zu tanzen, solltest du nicht unbedingt einen Nebenjob als Barkeeper wählen. 

Zum anderen ist es ratsam dir einen Nebenjob zu suchen, der möglichst wenig mit deinem Ausbildungsberuf zu tun hat. Wenn du zum Beispiel eine Ausbildung zur Bürokauffrau absolvierst, solltest du dir keinen weiteren Nebenjob im Büro suchen. In diesem Fall wäre es ratsam, einer Nebentätigkeit nachzugehen, die dich fit hält und du auch einmal deinen Kopf ausschalten kannst. Geeignete wäre zum Beispiel eine Stelle als Servicekraft, Fitness-Trainer oder Promoter. Abwechslung ist gefragt!

Arbeiten von Zuhause

Es gibt auch Nebenjobs, die du ohne eine betriebliche Anstellung ausüben kannst. Das beste Beispiel dafür ist die Arbeit als Babysitter. Dieser Nebenjob hat den Vorteil, dass du in den meisten Fällen von Zuhause aus arbeiten kannst. Oft brauchen die Eltern auch nur eine Kraft für ein paar Stunden, weil sie zu einer Feier oder Ähnlichem gehen wollen. Du überarbeitest dich nicht und hast immer zufriedene Arbeitgeber, die glücklich darüber sind, dass du sie unterstützt. Wenn du mit Kindern nicht so gut umgehen kannst, kannst du auch alternativ als Hundesitter arbeiten.

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