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Angst vor der Zukunft: Mit diesen Tipps besiegst du Zukunftsängste

Angst vor der Zukunft: Mit diesen Tipps besiegst du Zukunftsängste
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Inhalt:
  1. Was ist Zukunftsangst?
  2. Ursachen und Symptome von Zukunftsangst
  3. 5 Tipps gegen Zukunftsangst: So wirst du die Angst vor der Zukunft los
    1. Tipp 1: Probier Achtsamkeitstraining und Meditation
    2. Tipp 2: Nutze Atemübungen zur Entspannung
    3. Tipp 3: Übe dich in Dankbarkeit
    4. Tipp 4: „Was wäre denn nun, wenn…?“
    5. Tipp 5: Gewinne die Kontrolle zurück

Du hast gerade die Schule beendet und stehst kurz vor der Ausbildung oder dem Studium? Oder neigt sich deine Zeit an der Uni, FH oder im Ausbildungsbetrieb bereits dem Ende und du weißt nicht, in welchem Job es danach weitergehen soll? Zukunftsangst macht sich häufig breit, wenn wir beruflich noch keine klare Perspektive haben, kann jedoch auch durch andere Lebensumstände wie deine Beziehung, Familie oder Krankheiten ausgelöst werden. Wir verraten dir, warum die Angst vor der Zukunft dich lähmt, deine Ziele zu erreichen. Außerdem erklären wir, woher Zukunftsangst kommt und geben dir hilfreiche Tipps, wie du sie loswirst.  

Was ist Zukunftsangst?

Die Angst vor der Zukunft kann sich in allen Lebensbereichen und -phasen äußern. So tritt sie meist erst mit stärkerem Bewusstsein für die Zukunft auf, also typischerweise mit dem Beginn der Pubertät. Spätestens wenn junge Menschen die Schule beenden, wird ihnen klar, dass sie erwachsen werden und bestimmte gesellschaftlich vorgegeben Dinge von ihnen erwartet werden oder sie sich selbst enormen Druck machen. Selbstverständlich sind auch ältere Menschen noch von Zukunftsängsten betroffen. Gründe dafür können vielfältig sein, allerdings gehören die folgenden zu den häufigsten Themen rund um Existenzangst, Verlust und Zukunft:

  • berufliche Existenz
  • Geld und Armut
  • sicheres Zuhause
  • Kriminalität und Kriege
  • politische Konflikte
  • Klimawandel
  • gesundheitliche Probleme
  • Gesundheits-Krisen
  • Versorgungsunsicherheit

Konkret sind diese Bereiche für Betroffene eine Bedrohung. Die negativen Gedanken drücken sich meist in Form von Fragen aus, die alle dem Prinzip „Was wäre, wenn…?“ folgen und sich an in der Zukunft gelegene Ereignisse richten, für dessen Eintreten es häufig keinen tragfähigen Grund gibt. Doch für Betroffene fühlt es sich so an, als könnte eines oder mehrere dieser Szenarios tatsächlich eintreten und ihnen den Boden unter den Füßen wegreißen. So verbergen sich hinter der Angst vor der Zukunft auf individueller Ebene meist die folgenden Fragen:

  • Was soll ich studieren oder welche Ausbildung soll ich machen?
  • Soll ich einen Beruf ausüben, in dem ich viel verdiene oder der mich glücklich macht?
  • Was ist, wenn ich mit meinem Abschluss keinen Job finde?
  • Kann ich irgendwann finanziell unabhängig leben?
  • Was passiert, wenn ich meinen Job verliere?
  • Werde ich jemals einen Partner finden und eine Familie gründen?
  • Ist mein Partner der oder die richtige und gibt es dafür überhaupt eine Garantie?
  • Was soll ich tun, wenn mein Partner mich verlässt?
  • Werden meine Familie und ich möglichst lange gesund bleiben?
  • Wie soll ich damit umgehen, wenn eine nahestehende Person stirbt?
  • Kann ich die Erwartungen, die an mich gestellt werden, überhaupt erfüllen?

Ursachen und Symptome von Zukunftsangst

Häufig ist ein konkretes Lebensereignis oder eine Veränderung der Auslöser für aufkommende Zukunftsängste. Meist entstehen negative Gedanken in Lebenssituationen, die Ungewissheit mit sich bringen wie nach dem Schulabschluss, dem Studium, nach einer Trennung, einem Umzug oder aufgrund einer Krankheit. Zukunftsangst äußert sich dann nicht nur in Form von mentalen Symptomen, sondern macht sich durchaus auch körperlich bemerkbar.

Typische psychische und physische Symptome von Zukunftsangst sind:

  • Angst- und Panikgefühle beim Blick in die Zukunft
  • Gefühle der Ohnmacht oder Hilflosigkeit
  • Schlaflosigkeit, Durchschlaf- und Einschlafstörungen
  • Grübeln und Ausmalen von negativen Szenarios
  • konstante Anspannung und Bedrückung
  • Genuss gegenwärtiger Momente ist unmöglich
  • zwanghaftes Vermeiden von Zukunftsthemen
  • Pessimismus und Depressionen
  • körperliche Symptome (Appetitlosigkeit, Herzrasen, Panikattacken)

Und wer ist nun am meisten von Zukunftsängsten betroffen?

Grundsätzlich lässt sich anhand verschiedener Studien ein Trend feststellen. So sind Frauen allgemein häufiger von Ängsten betroffen als Männern, was durchaus an einem offeneren Umgang mit diversen Lebensthemen liegen kann. Daneben ist festzustellen, dass Ängste grundsätzlich mit zunehmendem Alter abnehmen. Das könnte an gesammelten Erfahrungen liegen und der gesteigerten Sicherheit, sich auch aus schwierigen Lebenssituationen selbst herauszuhelfen. Außerdem berichten ältere Menschen, dass das näher rückende Lebensende Alltagssorgen und Probleme oder Krisen relativiert.

5 Tipps gegen Zukunftsangst: So wirst du die Angst vor der Zukunft los

„Erst wenn wir nicht mehr ängstlich sind, beginnen wir zu leben.“ - Dorothy Thompson
Psychologen sind sich einig, dass Angst eine wichtige Emotion ist und damit nichts Schlechtes. Sie ist ein Gefühl, welches die Menschheit schon immer umgetrieben hat und zur Erhaltung unserer Art wichtig war, denn was sollte man bei der Begegnung mit einem Säbelzahntiger vor etwa 50.000 Jahren auch sonst fühlen?

Heute bereiten uns Ängste meist unnötiges Kopfzerbrechen und sind nicht mehr dazu da, um uns in lebensbedrohlichen Situationen wachsam und stark zu machen. Daher solltest du deine Ängste immer überprüfen und schauen, ob sie in der jeweiligen Situation wirklich angebracht sind. Insbesondere die Angst vor der Zukunft hemmt dich eigentlich nur, denn sie fokussiert Dinge, die noch gar nicht eingetreten sind. Folge unseren fünf Tipps gegen Zukunftsängste, um dich von ihnen zu lösen und frei sowie selbstbestimmt leben zu können.

Tipp 1: Probier Achtsamkeitstraining und Meditation

„Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit. Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.“ - Thich Nhat Hanh

Die sogenannte Mindfulness Based Stress Reduction (MBSR) ist inzwischen weltweit bekannt und hilft erwiesenermaßen dabei, Angst und Stress zu reduzieren. Aus diesem Grund solltest du lang anhaltenden Zukunftsängsten mit Übungen zur Muskelentspannung und Achtsamkeit entgegenwirken. Versuche eventuell kleine Einheiten mit Meditationen in deinen Alltag zu integrieren. Es reichen bereits 10 Minuten am Tag, um nachhaltig Angst und Panik zu bekämpfen.

Tipp 2: Nutze Atemübungen zur Entspannung

„Jede Emotion ist mit deinem Atem verbunden. Wenn du den Atem veränderst, seinen Rhythmus, kannst du die Emotion verändern.“ - Sri Sri Ravi Shankar

Hast du schon mal auf deine Atmung geachtet, wenn du dir Sorgen machst oder Angst hast? Falls nicht, wird dir beim nächsten Mal sicherlich auffallen, dass diese dann flach und hektisch wird. Folglich kannst du mit Atemübungen, bei denen du langsam und tief einatmest, automatisch deine Angst minimieren, denn du vermittelst deinem Körper durch die bewusste Atmung, dass alles in Ordnung ist. Probier es einmal selber aus: Atme tief in den Bauch, bis du nicht mehr kannst und lass dann hörbar die Luft mit einem „Haaaaaaahh“ heraus. Wiederhole diese Übung so lange, bis du merklich ruhiger wirst.

Tipp 3: Übe dich in Dankbarkeit

„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“ - Francis Bacon

Wie du bereits erfahren hast, lösen Zukunftsängste negative Gedanken und Gefühle aus. Dankbarkeit bewirkt genau das Gegenteil. Dein Gehirn kann keine negativen und positiven Gedanken gleichzeitig haben, was mit sich bringt, dass ein positives Mindset Ängste vor der Zukunft automatisch verhindert.

Der Vorteil an Assoziationen zum Thema Dankbarkeit ist, dass du diese Technik überall und immer anwenden kannst. Solltest du nachts wach werden und dich vor Zukunftsängsten quälen, lenke deine Gedanken bewusst in eine positive Richtung und denke an die Dinge, für die du in deinem Leben bis heute besonders dankbar bist. Diese Form der positiven Affirmation beginnst du am besten, indem du dich fragst, für welche drei Dinge du um dich herum gerade dankbar bist, wie etwa das schlafende Haustier zu deinen Füßen oder die neue Bluse in deinem Kleiderschrank.

Tipp 4: „Was wäre denn nun, wenn…?“

„Was wäre, wenn alles, das du gerade durchmachen musst, dich auf das vorbereitet, was du dir am sehnlichsten wünschst?“ - unbekannt

Eine sehr gute Methode, um Zukunftsängste bzw. Ängste im Allgemeinen zu bekämpfen, ist, sich bewusst zu machen, was eigentlich passieren kann. Stellst du dir etwa die Frage: „Was wäre, wenn ich morgen meinen Job verliere?“, dann solltest du dieses Szenario im Kopf einmal durchspielen, anstatt die Angst zu ignorieren. Überlege genau, was denn passiert, wenn dich dein Chef kündigt. Wirst du davon sterben? Nein! Wirst du deshalb für immer arbeitslos sein? Nein! Bist du deswegen weniger wert? Nein! - Dieses Frage- und Antwortspiel könnte ewig so weitergehen.
Was passiert denn nun, wenn du deinen Job verlierst? Na ja, du hast eben keinen Job mehr. Schon einmal darüber nachgedacht, dass dadurch vielleicht ganz neue Chancen entstehen und du berufliche Wege einschlägst, die du andernfalls nie gegangen wärst? Um mehr Gelassenheit zu entwickeln, kannst du dir darüber hinaus immer wieder sagen, dass alles aus einem bestimmten Grund passiert und auch scheinbar negative Lebensereignisse dir eigentlich den Weg freiräumen für all die guten Dinge, die noch auf dich warten.

Tipp 5: Gewinne die Kontrolle zurück

„Unser Leben ist, was unsere Gedanken daraus machen.“ - Marcus Aurelius

Gegen fast alle Ängste hilft natürlich ein gutes Gespräch mit jemandem, dem du vertraust. Doch auch wenn deine Zukunftsängste für dich zu intim sind, kann die Verarbeitung durch Schreiben oder andere kreative Übungen helfen. Erkenne, dass Sorgen und Ängste in Bezug auf zukünftige Ereignisse keinen Sinn ergeben, denn sie bringen keine Kontrolle über Ungeschehenes, sondern berauben dich nur deiner Energie und Selbstsicherheit. Gewinne die Kontrolle über deine Gedanken zurück, indem du dich von der Zukunft löst und unbegründeten Ängsten keinen Raum gibst.

Wenn du die zuvor genannten Tipps ausprobierst, wirst du schnell merken, wie sehr sie dir dabei helfen, deine Zukunftsängste zu minimieren und selbstbestimmt zu leben. Allerdings können Ängste vor der Zukunft im Leben immer wieder auftreten und dich aus deinem Gleichgewicht bringen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, wenn du deine Ängste zunächst bewusst wahrnimmst, sie annimmst und dann deine ganz eigene Technik zur Bekämpfung dieser Ängste entwickelst.

Bild: Lillia Seifert
Lillia Seifert (23 Artikel) Lillia Seifert hat Anglistik und Soziologie studiert und befindet sich derzeit im Masterstudium der Interdisziplinären Medienwissenschaft an der Universität Bielefeld. Schon während des Erststudiums veröffentlichte sie eigene Texte und arbeitete als Social Media Managerin. Mit ihren Kenntnissen aus den verschiedenen Bereichen unterstützt sie das Team von ausbildungsstellen.de durch das Erstellen von Artikeln zu aktuellen Themen. Letzte Artikel
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