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Ausbildung geschafft! Und dann? Wie geht es nach der Ausbildung weiter?

Ausbildung geschafft! Und dann? Wie geht es nach der Ausbildung weiter?
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Inhalt:
  1. Die Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb
  2. Ein neuer Job in einem neuen Unternehmen
  3. Nach der Ausbildung weiterbilden
  4. Ausbildung zu Ende? Zeit für andere Erfahrungen

Die Ausbildungszeit vergeht manchmal wie im Flug. Doch was kommt danach? Dem Azubi stellen sich, wenn die Ausbildung zur Neige geht, viele Fragen. Soll ich vielleicht doch noch studieren gehen? Bleibe ich bei meinem Ausbildungsbetrieb wenn dieser mich übernimmt, oder suche ich mir ein anderes Unternehmen? Manche möchten danach erstmal die Welt bereisen und ein Auslandsjahr planen. Es gibt schier unendlich viele Möglichkeiten, die einem nach der Ausbildung offen stehen. Eine Entscheidung, wie es für dich weitergehen soll, können wir natürlich nicht treffen. Doch hier gibt es ein paar interessante Informationen und eine kleine Orientierungshilfe für die Zeit nach der Ausbildung.

Die Übernahme durch den Ausbildungsbetrieb

Etwa sechs Monate vor dem Ende der Ausbildungszeit solltest du von deinem Ausbilder erfahren, ob du übernommen wirst oder nicht. Bekommst du eine Zusage, dann solltest du diese Übernahme unbedingt schriftlich anfordern. Hast du diese Zusage dann schwarz auf weiß, musst du dich nur noch entscheiden, ob du in deinem Ausbildungsbetrieb weiterhin angestellt sein möchtest. Es gibt immer gute Gründe für einen Wechsel, aber auch oftmals noch mehr gute Gründe für das Bleiben. Hier musst du für dich entscheiden, ob du nicht lieber den sicheren Weg gehen möchtest und in deinem Ausbildungsbetrieb bleibst.

Der Vorteil: Du kennst bereits alle Arbeitsabläufe und auch alle Mitarbeiter. Vielleicht hast du ja sogar gute Freunde im Unternehmen gefunden. Außerdem erhältst du nahtlos nach der Ausbildungsvergütung ein festes, jetzt erhöhtes Gehalt. Der Nachteil: Für manche Kollegen bleibst du unter Umständen immer „der Azubi“. Dir werden weiterhin Hilfsarbeiten aufgetragen und man wird dich eventuell nicht schon sofort als gleichgestellten Mitarbeiter ansehen. Trotzdem ist es häufig sinnvoll, bei einer angebotenen Übernahme im Ausbildungsbetrieb zu bleiben. Hier die Gründe:

Bleibst du nach Beendigung der Ausbildungszeit im Ausbildungsbetrieb weiterhin beschäftigt, dann vermeidest du eine eventuelle Arbeitslosigkeit. Zudem beginnst du dann bereits ab dem ersten Tag nach der Ausbildung damit, Berufserfahrung als Fachkraft zu sammeln. Bewerbungen um eine Stelle sind ohne Berufserfahrung häufig nicht so erfolgreich wie mit. Außerdem macht eine Übernahme einen sehr guten Eindruck auf deinem Lebenslauf. Denn dann sieht dein zukünftiger Arbeitgeber, dass man mit dir während der Ausbildung so zufrieden war, dass man dich behalten wollte. Ein großes Kompliment!

Ein neuer Job in einem neuen Unternehmen

Solltest du nicht von deinem Ausbildungsbetrieb übernommen werden, ist das kein Weltuntergang. Dies kann viele Gründe haben und muss nicht immer bedeuten, dass man dort nicht zufrieden mit deiner Leistung war. Oftmals sind Gründe wie ein zu knappes Budget dafür verantwortlich, dass Auszubildende nicht übernommen werden können.

Mit der Suche nach einem neuen Job solltest du nicht erst nach deiner Ausbildung beginnen. Erkundige dich so früh wie möglich, sprich ein halbes Jahr vor Ausbildungsende, wie die Chancen auf eine Übernahme stehen. Sieht es nicht so gut aus, solltest du bereits zu diesem Zeitpunkt damit anfangen, dir einen neuen Job für die Zeit nach der Ausbildung zu suchen. Eine wichtige Information, die du als Azubi wissen solltest: Wirst du während der letzten Monate der Ausbildung von anderen Unternehmen zu einem Vorstellungsgespräch oder einem Auswahlverfahren eingeladen, dann ist dein Ausbildungsbetrieb dazu verpflichtet, dich freizustellen.

Nach der Ausbildung weiterbilden

Du hast Spaß am lernen und möchtest weitere Qualifikationen erwerben? Dann kommt eine Zweit-, Ergänzungs- oder Vertiefungsausbildung für dich in Frage! Durch diese berufliche Weiterbildung ist ein Aufstieg auf der Karriereleiter möglich. Du erwirbst dann spezifische Kenntnisse für einen bestimmten Bereich deiner Ausbildung und bist danach besser qualifiziert als andere Fachkräfte, die diese Weiterbildungsmaßnahmen nicht in Anspruch genommen haben. Wenn du zum Beispiel eine Ausbildung zum Bäcker/-in absolviert hast, könntest du im Anschluss danach eine Aufstiegsweiterbildung zum Bäckermeister/-in, zum Industriemeister Fachrichtung Lebensmittel, oder beispielsweise zum geprüften Verkaufsleiter/-in im Lebensmittelhandwerk machen. Ein Studium bietet sich ebenfalls an.

Relativ häufig verspüren ausgelernte Azubis den Wunsch, ein Studium aufzunehmen. Bleiben wir beim Beispiel des Bäckers, so bietet sich ein Studium der Lebensmitteltechnologie an, aber auch der Studiengang Ernährungswissenschaft. Ein Studium nach der Ausbildung ist immer dann sinnvoll, wenn du wirklich wissbegierig bist und richtig Lust darauf hast, tiefer in die Materie deiner Ausbildungsinhalte zu tauchen. Der Vorteil: Du erhöhst damit deine beruflichen Chancen und auch deine Position in einem zukünftigen Unternehmen. Auch die Aussichten auf ein höheres Gehalt verbessern sich mit Studienabschluss. Der Nachteil: Du verlässt die Praxis und beschäftigst dich erstmal nur mit reiner Theorie. Dabei könnte etwas Praxiserfahrung verloren gehen. Aus finanzieller Sicht ist ein Studium auch nicht immer ganz einfach zu organisieren.

Ausbildung zu Ende? Zeit für andere Erfahrungen

Nicht immer muss ein Azubi nahtlos von einem Beschäftigungsverhältnis ins nächste übergehen. Manchmal sind auch andere Erfahrungen sehr nützlich. Zum Beispiel Auslandspraktika. Arbeitest du in einer Branche, in der Fremdsprachenkenntnisse von zentraler Bedeutung sind? Oder in einem internationalen Konzern, der auf der ganzen Welt Kooperationen hat? Auslandspraktika helfen nicht nur dabei, eine Sprache zu lernen, sondern vermitteln auch interkulturelle Kompetenz. Und diese ist bei Verhandlungen mit ausländischen Geschäftspartnern unerlässlich. Mit einem Auslandspraktikum kannst du ideal die Zeit zwischen zwei beruflichen Stationen überbrücken und gleichzeitig deinen Lebenslauf um Qualifikationen ergänzen, mit denen viele andere Bewerber nicht punkten können.

Manchmal entscheiden sich nicht übernommene Auszubildende auch bewusst dafür, eine kleine Auszeit vom Berufsleben zu nehmen und ein freiwilliges soziales Jahr zu machen. Hierbei kann man sich ehrenamtlich für einen Verein oder eine Organisation engagieren. Auch dies macht sich als positive Charaktereigenschaft auf dem Lebenslauf bemerkbar. Doch sollte man nach der Ausbildung nicht allzu lange damit warten, wieder ins Berufsleben einzusteigen. Bist du direkt nach der Ausbildung arbeitslos, dann bewirb dich bei anderen Unternehmen und nutze gleichzeitig deine viele freie Zeit, um solche „nicht-beruflichen“ Erfahrungen zu sammeln. Deine Priorität sollte aber immer darauf liegen, deine Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern und schnell wieder einen neuen Job zu finden.

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