ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Azubi-Knigge: Charmant bei anderen Menschen vorstellen!

Azubi-Knigge: Charmant bei anderen Menschen vorstellen!

Azubi-Knigge: Charmant bei anderen Menschen vorstellen!
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Inhalt:
  1. Allgemein: Wie stellst du dich selbst vor?
  2. Warum ist es wichtig sich bei anderen vorzustellen?
  3. Was gehört in eine Selbstvorstellung?
  4. So klappt es: Mit diesen Tipps stellst du dich originell vor!
    1. Tipp 1: Authentisch sein
    2. Tipp 2: Buchstabiere deinen Namen
    3. Tipp 3: Rede verständlich und deutlich
    4. Tipp 4: Bring Begeisterung rüber
    5. Tipp 5: Mach ruhig auf deine Leistungen und Erfolge aufmerksam
  5. No-Gos beim Vorstellen: Das solltest du lieber vermeiden!
    1. No-Go 1: Lange Monologe
    2. No-Go 2: Falsches Interesse
    3. No-Go 3: Überheblichkeit und Übertreibung

Ob im Privatleben oder im Berufsalltag: Sich bei anderen Menschen vorzustellen gehört in der Gesellschaft dazu. Händeschütteln und ein paar Worte. Aber das Vorstellen dient nicht nur als knappe Information zur Person, denn besonders im Business können die wenigen Sekunden der ersten Begegnung entscheidend für Partnerschaften, Geschäfte und Beziehungen sein. Erfahre hier alle wichtigen Fakten über eine charmante und gekonnte Selbstvorstellung.

Allgemein: Wie stellst du dich selbst vor?

Die Geschäftswelt ist voll von händeschüttelnden Arbeitnehmern, egal ob Azubi, Manager oder Geschäftsführer. Neue Gesichter und unzählige Kontakte sind in vielen Beurfsbranchen Alltag.

Auch während deiner Lehre wirst du den ein oder anderen Geschäftsmann gegenüber stehen und auch wenn du deine Ausbildung beginnst, gehört das Vorstellen zu den ersten Wochen dazu. Hierbei stellst nicht nur du dich vor, sondern du lernst auch neue Menschen kennen.

Gar nicht so einfach, dabei nicht den Überblick zu verlieren. Nicht nur dir geht es so, auch andere Arbeitnehmer, Manager und Chefs lernen täglich neue Menschen kennen. Damit du auch positiv in Erinnerung bleibst und nicht in der Masse untergehst, ist es wichtig das du auffällst. Natürlich im positiven Sinne.

Mehr als die klassische Selbstvorstellung:

„Guten Tag, ich bin Name, Vorname von dem Unternehmen“ ist zwar eine typische Art sich vorzustellen, jedoch weniger originell. Trotzdem gehören ‚Vor- und Nachname zum grundlegenden Inhalt einer Vorstellung. Ausschlaggebend für dein Auftreten sind die gegebene Situation und der Kontext. Bist du den Personen bereits begegnet, stellst du dich anders vor, als Fremden.

Warum ist es wichtig sich bei anderen vorzustellen?

Gerade im Beruf ist es gang und gäbe, dass Kontakte geknüpft werden. Die Geschäftswelt beruht auf Zusammenarbeit – egal, ob neue Mitarbeiter, Kollegen, Kunden, Partner oder Unternehmen. In fremden Gesellschaften ist es wichtig, dass mit dem Vorstellen Zugehörigkeiten, berufliche Hirarchien und Interessengemeinschaften deutlich werden.

Mit einem persönlichen Kennenlernen entsteht eine andere Bindung zwischen Personen, als der bloße Kontakt über Telefon und Internet, was in der heutigen Zeit sicherlich nicht selten ist.

Was gehört in eine Selbstvorstellung?

Wenn du dich bei anderen Menschen vorstellst, sollst du denen nicht dein ganzes Leben offenbaren. Aber auch zu kurze Informationen sind nicht hilfreich.

Was genau gehört generell in eine gute Vorstellung der eigenen Person?

Folgende Aspekte sollte deine Vorstellung beinhalten:

  • Warum bist du hier? (z. B. bei einem Meeting, einem Geschäftsessen etc.)
  • Welche Aufgaben / Beruf hast Du? (Azubi, Geselle etc.)
  • Wie ist dein Name?
  • Was ist deine aktuelle Berufserfahrung?
  • Was gibt es an dir, das dich von anderen unterscheidet? (evtl. etwas Persönliches, besondere Leistungen)

Tipp: Während du dich vorstellst, solltest du immer freundlich sein und ganz besonders wichtig: Lächeln. Wenn du dich vorgestellt hast, hör auch den anderen zu und schenke ihnen deine Aufmerksamkeit!

So klappt es: Mit diesen Tipps stellst du dich originell vor!

Bedenke bitte, dass es auf die Situation ankommt, inwiefern du die folgenden Tipps umsetzen kannst. Dir sollte bewusst sein, dass du dich bei einem formalen Meeting anders präsentierst als bei einem Geschäftsessen in lockerer Atmosphäre mit Ausklang. Ordne die Situation zunächst ein, damit du entsprechend reagieren kannst und ein gutes Vorstellen gelingt.

Tipp 1: Authentisch sein

Vor einem Kennenlernen, steht die Anspannung besonders bei Berufseinsteigern und Ungeübten förmlich ins Gesicht geschrieben. Auch du bist bestimmt vor dem Vorstellen aufgeregt. Das ist kein Grund, um sich zu schämen. Was du daraus machst, ist ausschlaggebend.
Sei authentisch, was bedeutet, dass du entspannt sein sollst und die gesamte Situation nicht zu ernst sehen sollest. Ordne das Vorstellen nicht als Prüfung ein und sei einfach du selbst. Du wirst sehen, Authentizität kommt bei allen gut an.

Tipp 2: Buchstabiere deinen Namen

Einige Vornamen und auch Nachnamen sind komplizierter als andere. So kann es sein, dass dein Name vielleicht schwierig auszusprechen ist. Ist es schon häufiger vorgekommen, dass mehrmals nach deinem Namen gefragt wurde?

Dann solltest du deinem Gegenüber das unangenehme Nachfragen vorwegnehmen und offen sowie humorvoll mit dieser typischen Namens-Situation umgehen.

Ein komplizierter oder origineller Name ist keine Schande, vielmehr ist es ausschlaggebend, was du damit machst. Buchstabiere deinen Namen bei der Vorstellung oder ziehe einen passenden Vergleich zu deinem Namen. Dadurch brichst du das Eis und eine gewisse Anspannung fällt ab. Wohl möglich möchte niemand versehentlich den Namen seines Gegenübers falsch aussprechen oder verstehen.

Tipp 3: Rede verständlich und deutlich

Anspannung und Nervosität lassen manche Menschen verstummen. Die Worte wollen nicht so wirklich über die Lippen kommen, nuscheln und leise Stimme. Versuch lieber deutlich, klar und laut zu reden. Das hilft nicht nur deinem Gegenüber dich besser zu verstehen, es spricht auch für Selbstbewusstsein.

Tipp 4: Bring Begeisterung rüber

Abhängig davon, weshalb du dich mit einer noch unbekannten Person triffst, solltest du Begeisterung verkörpern. Triffst du dich etwa mit einem neuen Geschäftspartner für ein Projekt? Dann überzeuge deinen Gegenüber von dir selbst und dem Projekt. Selbstmarketing ist hier gefragt. Versuche bereits zu Beginn zu zeigen, was in dir steckt, warum du leidenschaftlich für das Projekt oder die zukünftige Zusammenarbeit brennst.

Tipp 5: Mach ruhig auf deine Leistungen und Erfolge aufmerksam

Stichpunkt Selbstpräsentation: Was hast du besonderes geleistet? Was macht dich zu einem unentbehrlichen Azubi? Überleg dir, weshalb du wichtig für bestimmte Projekte, Kooperationen oder beruflichen Schritte bist. Darfst du bereits als Auszubildender wichtige Aufgaben übernehmen oder glänzt du mit bestimmten Referenzen, kannst du diese auch im Laufe der Vorstellrunde darlegen.

No-Gos beim Vorstellen: Das solltest du lieber vermeiden!

Natürlich bleibt es jedem selbst überlassen, inwiefern die genannten Tipps beherzigt werden. Immerhin sollst du dir treu bleiben und keine falsche Persönlichkeit aufsetzen. Trotzdem gibt es einige Fettnäpfchen und absolute No-Gos während du dich vorstellst.

No-Go 1: Lange Monologe

  • Beim Vorstellen ist es Sinn und Zweck, dass dein Gegenüber etwas über die erfährt. Aber hierbei sind klare Grenzen zu setzen, so interessiert es den Vorgesetzten anderer Unternehmen eher weniger, was bei dir aktuell für Probleme im Privatleben vorkommen.
  • Konzentriere dich auf positive Aspekte deiner Person und versuche überwiegend berufliche Faktoren einzubeziehen.Für den Anfang reicht es, wenn du dich kurz vorstellst und dann auch deinen Gesprächspartner zu Wort kommen lässt. Greift dieser allerdings bestimmte Dinge auf und möchte näheres darüber wissen, bleibt es dir überlassen, inwiefern du darauf eingehst.
  • Wichtig ist, dass es eine gewisse Dynamik beim Vorstellen gibt. Aus abwechslungsreichen Redeanteilen entwickelt sich ein Gespräch. Mache dein Gegenüber bitte nicht zu einem stummen Zuhörer, der selbst nicht zu Wort kommt.

No-Go 2: Falsches Interesse

  • Jeder Mensch hat unterschiedliche Interessen, einige Bereiche interessieren dich mehr, andere weniger. Und auch bei bestimmten Personen im Berufsleben besteht ein größeres Interesse. Deshalb solltest du keine falsche Neugier erwecken, wenn dich die Person und ihre Arbeit eigentlich nicht begeistern.
  • Heuchelei wird in der Geschäftswelt nicht gerne gesehen, zumal dir das falsche Spiel auch nichts bringt. Mach deine beruflichen Absichten auf eine freundliche Art deutlich und konzentrier dich auf den gewünschten Personenkreis.

No-Go 3: Überheblichkeit und Übertreibung

  • Stolz auf erbrachte Leistungen sein, ist etwas anderes als nur von sich zu prahlen.
  • Sprichst du in übertriebenem Maß nur von dir und deinen fantastischen Fähigkeiten, kann dies schnell nach hinten losgehen. Es könnte den Anschein von Überheblichkeit erwecken.

Besser ist es, wenn du auf eine sympathische Weise mit dem gewissen Fingerspitzengefühl von deinen Stärken erzählst.

Wenn du diese Aspekte beim Vorstellen beachtest, solltes du in der Regel nichts falsch machen. Mit den genannten Tipps kannst du dich von der Masse abheneb und mit Charm sowie Charisma überzeugen. Ständig die selben Worte zu hören, wenn Menschen das erste Mal aufeinander treffen, kann schnell langweilen. Deshalb wirst du in Zukunft besonders auffallen und mit Sicherheit durch deine frische und offene Art und Weise überzeugen.

Bild: Anastasia Klingsiek
Anastasia Klingsiek (27 Artikel) Anastasia Klingsiek hat Germanistische Sprachwissenschaften und Literaturwissenschaften in Paderborn studiert. Während ihres Studiums hat sie bereits in journalistischen Redaktionen als freie Mitarbeiterin gearbeitet. Moderationen, Nachrichten und Artikel: alles kein Problem. Texten war schon immer ihre Leidenschaft. Auf ausbildungsstellen.de ist sie für den Bereich rund um Berufseinstieg, Büroalltag und Work-Life-Balance zuständig. Letzte Artikel
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