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Corona- und Grippevirus: So minimierst du die Ansteckungsgefahr im Job!

Corona- und Grippevirus: So minimierst du die Ansteckungsgefahr im Job!
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Inhalt:
  1. Coronavirus: Wie schützt man sich vor einer Ansteckung?
  2. Hohe Ansteckungsgefahr durch Viren: Was bedeutet das für den Job?
    1. Coronavirus: Wer darf von zu Hause arbeiten?
  3. Was gilt für Auszubildende, wenn die Berufsschule wegen Corona geschlossen ist?
  4. Corona und Grippe: 7 Tipps, wie du dich vor einer Ansteckung schützt
    1. Tipp 1: Regelmäßig und ausreichend lange Hände waschen
    2. Tipp 2: Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen
    3. Tipp 3: Husten- und Nies-Etikette einhalten
    4. Tipp 4: Händeschütteln vermeiden
    5. Tipp 5: Regelmäßig lüften
    6. Tipp 6: Vitamine zu sich nehmen
    7. Tipp 7: Arbeitsplatz regelmäßig reinigen

Alle Jahre wieder: In den Winter- und frühen Frühlingsmonaten treiben jedes Jahr Viren vermehrt ihr Unwesen. Die immer wiederkehrende Grippewelle ist bereits bekannt, neu ist nun aber das sich schnell ausbreitende Coronavirus. Schulen und Grenzen werden geschlossen, immer mehr Menschen müssen in Quarantäne, Veranstaltungen werden abgesagt. Die Auswirkungen des neuartigen Virus bekommt aktuell jeder zu spüren. Für viele Arbeitnehmer läuft die Arbeit aber ganz normal weiter. Und natürlich ist man auch da der Gefahr ausgesetzt, sich mit dem Virus zu infizieren. Was bedeutet das und was kann man tun, um sich zu schützen? Wir geben Tipps!

Coronavirus: Wie schützt man sich vor einer Ansteckung?

Die beste Methode, um sich vor Corona zu schützen, ist, den Kontakt zu anderen Menschen weitestgehend einzuschränken. Denn Viren allgemein übertragen sich in der Regel von Mensch zu Mensch – zum Beispiel über eine Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass das Virus durch Niesen oder Husten von einem Erkrankten in die Umgebung abgegeben und von anderen eingeatmet wird. Auch auf Oberflächen, zum Beispiel Türgriffen, überleben Viren eine Zeit lang. So muss man nur den Türgriff berühren und sich anschließend ins Gesicht fassen – schon besteht die Gefahr, dass die Viren in den eigenen Körper gelangen. Ob das bereits für eine Ansteckung ausreicht, hängt damit zusammen wie viele Viren sich auf der Oberfläche befinden. Welche Anzahl von Coronaviren genau benötigt wird, versuchen Forscher aktuell herauszufinden.

Hohe Ansteckungsgefahr durch Viren: Was bedeutet das für den Job?

Im Job kommt man mit vielen Menschen in Kontakt, egal ob man im Supermarkt, im Büro oder auf der Baustelle arbeitet. Das Risiko sich bei der Arbeit mit Corona und Co. anzustecken, ist also durchaus groß. Während es leicht ist, auf die Party am Wochenende oder das Treffen im Sportverein zu verzichten, kann die Arbeit nicht einfach abgesagt oder verschoben werden. Meistens läuft sie ganz normal weiter! Deswegen wird sie zum Problem, denn dann macht man genau das Gegenteil von Kontakte meiden.

Die Lösung liegt aber eigentlich auf der Hand: Home Office. Tatsächlich schicken aktuell immer mehr Arbeitgeber ihre Mitarbeiter nach Hause. So können sie weiterarbeiten und die Ansteckungsgefahr wird gesenkt.

Coronavirus: Wer darf von zu Hause arbeiten?

Es gibt aber keinen gesetzlichen Anspruch darauf, dass du aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr mit Viren von zu Hause arbeiten darfst. Wer ins Home Office geht und wer nicht – das entscheidet in der Regel der Arbeitgeber. Es sei denn, du stehst unter Verdacht, mit dem Virus infiziert zu sein. Dann können dich die Gesundheitsämter in Quarantäne schicken.

Riskant ist es, ohne Anordnung des Gesundheitsamts auf Verdacht einfach zu Hause zu bleiben. Kannst du dann keine Krankmeldung vorweisen, könnte dies als unentschuldigtes Fehlen aufgefasst werden und eine Abmahnung zur Folge haben. Sprich am besten mit deinem Chef ab, ob es möglich ist, in der nächsten Zeit von zu Hause aus zu arbeiten. Viele Arbeitgeber sind aktuell sehr kompromissbereit und erlauben Home-Office-Regelungen, die im normalen Berufsalltag nicht möglich sind.

Was gilt für Auszubildende, wenn die Berufsschule wegen Corona geschlossen ist?

Immer mehr Bundesländer haben aktuell die Schließung aller Schulen, Kindergärten und Kindertagesstätten für mehrere Wochen beschlossen. Was bedeutet dies für Auszubildende, die eigentlich in die Berufsschule müssten? Sie haben nicht einfach frei, sondern müssen in der Zeit des ausgefallenen Unterrichts in ihrem Ausbildungsbetrieb erscheinen. Dies gilt, wenn der Ausbildungsbetrieb keine weiteren Maßnahmen, wie eben Home Office, angeordnet hat. Und der Azubi nicht unter Quarantäne steht. Es kann sein, dass Berufsschulen den Azubis digital Aufgaben zur Bearbeitung zukommen lassen, um die ausgefallenen Stunden abzufangen. Ist dies der Fall, sollte der Azubi mit seinem Ausbildungsbetrieb sprechen, ob es möglich ist, Zeit dafür zur Verfügung gestellt zu bekommen.

Corona und Grippe: 7 Tipps, wie du dich vor einer Ansteckung schützt

Auch wenn Home Office eine gute Schutzmaßnahme vor den Viren ist, hilft sie nicht jedem. Denn es ist nicht in allen Berufen mal eben so möglich, von zu Hause zu arbeiten. Hier einige Beispiele für Berufe, die sich nicht in Heimarbeit erledigen lassen:

  • Verkäufer im Einzelhandel
  • Mechatroniker
  • Krankenpfleger
  • Bäcker
  • Medizinischer Fachangestellter
  • Vermessungstechniker

Deswegen ist es wichtig, auch bei der Arbeit Maßnahmen zu ergreifen, um die Ansteckungsgefahr soweit wie möglich zu reduzieren. Dazu kann jeder einen Beitrag leisten. Folgende Tipps solltest du beachten:

Tipp 1: Regelmäßig und ausreichend lange Hände waschen

Tatsächlich ist Hände waschen eine sehr einfache und trotzdem sehr wirksame Methode, sich und andere vor einer Infektion zu schützen. Voraussetzung ist aber, dass du sie richtig wäscht. Das bedeutet:

  1. Hände unter fließend Wasser halten, Temperatur ist frei wählbar.
  2. Hände gründlich (alle Seiten sowie Fingernägel und Fingerzwischenräume) einseifen.
  3. Die eingeseiften Hände 20 bis 30 Sekunden unter dem Wasser reinigen.
  4. Im öffentlichen Raum Wasserhahn mit einem Einweghandtuch (z. B. aus Papier) oder dem Ellenbogen schließen. Ebenso die Toilettentür nicht mit den Händen berühren.

Wenn du diesen Vorgang regelmäßig am Tag wiederholst, reduzierst du immer wieder die Anzahl der Keime an deinen Händen, was dich vor einer Ansteckung schützt. Sogar so gut, dass ein Desinfektionsmittel nicht notwendig ist. Oft werden die Hände aber zu kurz und nicht gründlich genug gewaschen. So werden nicht genug Keime auf der Haut reduziert – die Infektionsgefahr bleibt bestehen.

Tipp 2: Nicht mit den Händen ins Gesicht fassen

Selbstverständlich kann man nicht alle fünf Minuten seine Hände waschen. Es lässt sich also kaum vermeiden, dass sich hin und wieder Keime an den Fingern befinden. Deswegen ist es wichtig, dass man die Hände soweit wie möglich von seinem Gesicht fernhält. Denn die Erreger einer Grippe beispielsweise werden vor allem durch die Schleimhäute in Mund und Nase übertragen. An den Fingernägeln kauen oder an der Nase kratzen ist also tabu! Auch sollte man, wenn möglich, kein Essen mit den Fingern zu sich nehmen oder direkt vorher seine Hände waschen.

Tipp 3: Husten- und Nies-Etikette einhalten

Viren werden oft über die sogenannte Tröpfcheninfektion verbreitet. Dies passiert vor allem durch Niesen und Husten. Folgendes solltest du beim Niesen beachten:

  • Dreh dich beim Niesen von anderen Personen weg.
  • Niese am besten in ein Taschentuch, das du nach einmaliger Benutzung entsorgst.
  • Wenn kein Taschentuch vorhanden ist, niese nicht in deine Hand, sondern in deine Armbeuge.
  • Wasch dir nach dem Naseputzen oder Niesen die Hände.

Tipp 4: Händeschütteln vermeiden

Gerade im Job kommt man jeden Tag mit vielen Menschen in Kontakt. In Europa gehört es zu den guten Manieren zur Begrüßung und zur Verabschiedung die Hand seines Gegenübers zu schütteln. In Zeiten, in denen Viren verbreitet sind, ist das keine gute Idee. Um nicht unhöflich zu wirken, kannst du deinen Gesprächspartner anlächeln und kurz erklären, warum es sinnvoll ist, auf den Händedruck zu verzichten.

Tipp 5: Regelmäßig lüften

Frische Luft hilft manchmal Wunder. Nicht nur, dass du durch einen Mittagsspaziergang wieder fit und produktiv für den Nachmittag wirst. Du schützt dich durch regelmäßiges Lüften auch vor Viren.  Deswegen gilt: alle zwei bis drei Stunden für fünf Minuten die Fenster auf.

Tipp 6: Vitamine zu sich nehmen

Der beste Schutz gegen Viren ist das eigene Immunsystem. Denn dieses ist in der Lage, Viren abzuwehren – insofern es stark genug ist. Deswegen lohnt es sich, sein Immunsystem zu unterstützen, zum Beispiel, indem man viele Vitamine zu sich nimmt. Diese stecken vor allem in Obst. Auch einige Teesorten stärken die Abwehrkräfte.

Tipp 7: Arbeitsplatz regelmäßig reinigen

Die Toilette wird regelmäßig gereinigt, aber wie sieht es mit deinem Arbeitsplatz aus? Hier wird die Hygiene oft vernachlässigt. Dabei tummeln sich gerade auf Dingen, die wir regelmäßig anfassen nur so die Keime. Meistens sogar mehr als auf der Toilettenbrille. Beispiele sind die Tastatur, das Telefon oder der Werkzeugkasten. Auch Türklinken werden oft bei einer Reinigung nicht bedacht. Gerade in der Hochzeit von Grippe oder Corona solltest du deine Arbeitsumgebung also gründlich und regelmäßig reinigen. Dafür kannst du zum Beispiel ein Einmaltuch und ein sanftes Reinigungsmittel wie Spülmittel verwenden.

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (8 Artikel) Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für ausbildungsstellen.de Artikel rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung und Karrierestart. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel. Letzte Artikel
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