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Die Vor- und Nachteile einer Ausbildung in einem Start-up-Unternehmen

Die Vor- und Nachteile einer Ausbildung in einem Start-up-Unternehmen
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Inhalt:
  1. Ausbildung in einem Start-up: Vor- und Nachteile für Azubis 
  2. Die Vorteile 
    1. Du siehst den Sinn deiner Tätigkeit
    2. Ein unschlagbares Betriebsklima 
    3. Flache Hierarchien 
    4. Ausbildung nicht nur nach Lehrplan 
    5. Deine Übernahmechancen nach der Ausbildung
  3. Die Nachteile 
    1. Die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb in der Gründerszene 
    2. Unsichere Zukunft 
    3. Ohne die richtige Einstellung klappt es nicht 
  4. Ausbildungsberufe für deine Ausbildung in einem Start-up 

Ein Start-up-Unternehmen ist ein kleiner Betrieb, der vor noch nicht allzu langer Zeit ins Leben gerufen wurde. Die Gründer: Meist kreative und hochmotivierte Absolventen. Doch auch berufserfahrene Arbeitnehmer wagen den Schritt weg vom sicheren Arbeitsverhältnis, hin zum Aufbau von etwas Eigenem. Start-ups sprießen wie die Pilze aus dem Boden – vor allem in den Großstädten. Immer mehr Menschen können sich mit dieser Gründerszene identifizieren und möchten ein Teil davon werden. So auch angehende Auszubildende. Start-ups haben einen überaus positiven Ruf, weshalb sie gerade bei jungen Menschen immer beliebter werden. 

Flache Hierarchien, kein Chef, den man nur einmal jährlich zu sehen bekommt, keine Kollegen, die sich für etwas Besseres halten und dem Konkurrenzkampf verfallen sind... In einem Start-up ziehen alle am selben Strang. Aus diesem Grund wird diese Unternehmensform gerade von jungen, angehenden Arbeitnehmern immer mehr geschätzt. Eine Ausbildung in einem Start-up-Unternehmen scheint die perfekte Wahl, um nicht nur einen ganz bestimmten Ausbildungsberuf zu erlernen, sondern auch, um Teil von etwas Größerem zu werden. 

Ausbildung in einem Start-up: Vor- und Nachteile für Azubis 

Schau dir an, welche Vor- und Nachteile eine Ausbildung in einem Start-up mit sich bringt und ob diese Art von Ausbildungsbetrieb auch zu dir passt.

Die Vorteile 

Du siehst den Sinn deiner Tätigkeit

In einem Start-up-Unternehmen wird der Arbeitsalltag von einer ganz konkreten Mission gesteuert: Das Produkt oder die Dienstleistung des Unternehmens bekannt und erfolgreich zu machen. Das Ziel steht immer im Fokus. Anders als bei sehr großen Ausbildungsbetrieben, in denen Azubis häufig gar nicht wissen, welchen Sinn das Ausführen einer bestimmten Tätigkeit überhaupt hat. In einem kleinen Start-up ist das anders, denn hier bespricht man gemeinsam, mit welchen Strategien welcher Effekt erreicht werden könnte. Somit ist ein Auszubildender in einem Start-up von Anfang an überall involviert und hat auch einen sehr guten Überblick über die Prozesse und Organisation einer Firma. 

Ein unschlagbares Betriebsklima 

Ein weiterer Vorteil einer Ausbildung in der Gründerszene ist, dass dieses gemeinsame Verfolgen eines Zieles die Arbeitnehmer untereinander viel enger zusammenschweißt. Der Sinn der eigenen Tätigkeit wird viel greifbarer. Dies wiederum führt zu mehr Motivation und auch dazu, dass man einfach mehr Spaß bei der Arbeit hat, weil man gemeinsam eine Mission verfolgt. Ein starkes Wir-Gefühl und ein positives Betriebsklima sorgen für einen rundum schönen Arbeitsalltag.

Flache Hierarchien 

Start-ups zeichnen sich auch dadurch aus, dass dort flache Hierarchien herrschen. Es ist nicht so, dass man seinen direkten Vorgesetzten nur einmal in der Woche zu Gesicht bekommt und den eigentlichen Chef des Unternehmens so gut wie nie. In einem frisch gegründeten Unternehmen arbeiten alle Hand in Hand, unabhängig vom Jobtitel, Alter oder Sonstigem. Es gibt noch keine festgefahrenen Strukturen, was gerade für Azubis den Start ins Berufsleben erleichtern kann. Alle sind neu im Unternehmen und versuchen gemeinsam, eine bestmögliche Zusammenarbeit aufzubauen. Bedeutet für dich: Nicht nur Kopieren und Daten pflegen, sondern eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe, in der auch mal nach deiner Meinung gefragt wird!

Ausbildung nicht nur nach Lehrplan 

Gehörst du zu den wenigen Glücklichen, die einen Ausbildungsplatz in einem Start-up-Unternehmen ergattern konnten, dann kannst du davon für deinen gesamten weiteren Lebenslauf profitieren! Denn: Du lernst mehr als nur im Lehrplan für deinen Ausbildungsberuf steht! Klar, der Rahmenplan für deine Ausbildung wird eingehalten und du lernst alles, was dort drin steht. Weil in so einem kleinen Betrieb nicht immer alles nach Plan läuft, und man nicht für jeden Aufgabenbereich eigens dafür zuständige Mitarbeiter hat, wirst du auch viele Aufgaben übernehmen, die nichts mit deinem Ausbildungsberuf zu tun haben. Mit einer Ausbildung in einem Start-up wirst du zum wahren Allrounder und Branchenkenner, weil du unterschiedliche Aufgabenbereiche übernehmen wirst.  

Deine Übernahmechancen nach der Ausbildung

Wenn du eine Ausbildung in einem kleinen Unternehmen wie in einem Start-up machst, dann ist die Chance relativ groß, dass man dich zu einer Fachkraft ausbildet, die man langfristig im Betrieb behalten möchte. Denn gerade in einem kleinen Unternehmen macht es keinen Sinn, drei Jahre in die Ausbildung eines Lehrlings zu stecken, wenn man diesen nicht behalten möchte. Wenn du dich also gut anstellst, stehen deine Chancen auf eine Übernahme nach der Ausbildung sehr gut!

Die Nachteile 

Die Suche nach einem Ausbildungsbetrieb in der Gründerszene 

Einen Ausbildungsplatz in einem Start-up-Unternehmen zu finden könnte sich zunächst als schwierig herausstellen – denn: viele Start-ups sind keine Ausbildungsbetriebe. Lass dich von diesem Hindernis nicht abbringen. Wenn du mal ein Praktikum in einem Start-up-Unternehmen absolviert hast, welches dir sehr gefallen hat, dann frag doch einfach mal nach, ob dieses Unternehmen dich auch ausbilden würde. Dazu muss es nur einen Antrag bei der zuständigen IHK stellen und ein Mitarbeiter müsste eine Weiterbildung zum Ausbilder machen. Beide Schritte sind weder besonders Zeit- noch kostenintensiv für den Betrieb. 

Wenn du nur sehr wenige Ausbildungsangebote in den Start-up-Unternehmen deiner Wahl findest, dann versuche es doch einfach mal mit Initiativbewerbungen und einem überzeugenden Motivationsschreiben. Dadurch kannst du das ein oder andere Start-up mit ein wenig Glück davon überzeugen, welchen Vorteil ein eigener Azubi für den Betrieb darstellen würde. Ansonsten bleibt nur die Suche nach einem Ausbildungsplatz in einem Start-up-Unternehmen in Berlin. An diesem Standort wächst das Ausbildungsangebot in Start-ups kontinuierlich. 

Unsichere Zukunft 

Ein Start-up-Unternehmen ist nicht unbedingt ein sicherer Arbeitgeber. Genauso schnell wie das Unternehmen gegründet wurde, kann es auch wieder verschwinden. Manchmal hat man Glück und die Geschäftsidee wird zum Erfolg, manchmal hat man aber auch eben Pech. Dies ist übrigens auch einer der wichtigsten Gründe, warum Gründer nur selten Auszubildende einstellen. Sie wissen schlicht und einfach nicht, ob das Unternehmen drei Jahre überleben wird. Ein Projekt der Industrie- und Handelskammer soll diese Risiken nun minimieren und dafür sorgen, dass mehr Start-ups Auszubildende einstellen. Dies soll mithilfe der Verbundaushilfe gelingen. Bei der Verbundausbildung schließen sich mehrere Unternehmen zusammen und bilden einen Lehrling aus. Sollte dann der schlimmste Fall eintreten und ein Start-up pleite gehen, dann kann der Lehrling seine Ausbildung einfach in einem anderen Unternehmen weiter ausgebildet werden. 

Ohne die richtige Einstellung klappt es nicht 

Um in einem Start-up erfolgreich zu sein, müssen Arbeitnehmer, aber auch Azubis, ganz bestimmte Eigenschaften mitbringen. Ein gutes Abschlusszeugnis reicht da nicht aus. Die richtige Einstellung ist das A und O. Diese besondere Unternehmensform benötigt Angestellte mit Macher-Mentalität, die sich für das Produkt der Firma leidenschaftlich begeistern können, gerne auch mal länger Arbeiten und alles für den Erfolg der Firma tun. Keine PR-Aktion ist dir zu peinlich, keine Aufgabe zu blöd. Du hast Spaß an deiner Arbeit und nutzt die einmalige Chance, von Anfang an am Aufbau einer Firma beteiligt zu sein. 

Ausbildungsberufe für deine Ausbildung in einem Start-up 

Du hast dich über all die Vor- und Nachteile einer Ausbildung in einem Start-up-Unternehmen informiert? Dann findest du jetzt eine Liste der gefragtesten Ausbildungsberufe in diesen Betrieben! Wenn dein Wunschberuf nicht dabei ist, dann lass bloß nicht den Kopf hängen! Je nach Unternehmen und Branche können auch andere Berufe gefragt sein! Informier dich einfach direkt beim jeweiligen Start-up!

  • Kaufmann/-frau für Büromanagement
  • Mediengestalter Digital und Print 
  • IT-Systemkaufmann/-frau
  • IT-Systemelektroniker/-in
  • Fachinformatiker/-in
  • Kaufmann/-frau für Marketingkommunikation
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