ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Du hast mehr Auswahl als du denkst: Die unterschiedlichen...

Du hast mehr Auswahl als du denkst: Die unterschiedlichen Formen der Berufsausbildung

Du hast mehr Auswahl als du denkst: Die unterschiedlichen Formen der Berufsausbildung
© Konstantin Chagin / shutterstock.com
Inhalt:
  1. Die duale Ausbildung 
    1. Eine duale Ausbildung kann unter anderem in folgenden Bereichen absolviert werden:
    2. Zu den beliebtesten dualen Ausbildungsberufen gehören:
  2. Die schulische Ausbildung 
    1. Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen von schulischen Ausbildungen gehören:
  3. Das duale Studium
    1. Zu den beliebtesten dualen Studiengängen gehören:
  4. Die Sonderausbildung 
    1. Zu den beliebtesten Sonderausbildungen zählen:

Ausbildung ist nicht immer gleich Ausbildung! Wusstest du, dass es mehrere Formen der Berufsausbildung gibt? Neben der dualen Ausbildung gibt es zahlreiche weitere Möglichkeiten, um einen Beruf zu erlernen. Wir stellen dir unterschiedliche Formen der Berufsausbildung vor, damit du dich besser für das für dich passende Modell entscheiden kannst! Eine Form der Ausbildung wird hier allerdings nicht erwähnt: Die Ausbildung in Teilzeit. Informationen dazu findest du hier: Eine Ausbildung in Teilzeit: Gehalt, Ausbildungsdauer, Abschlussprüfung und Co. Hast du schon einmal von einer Sonderausbildung gehört? Und weißt du, was das Besondere an einer schulischen Ausbildung ist? Hier erfährst du alles Wissenswerte rund um die verschiedenen Möglichkeiten, einen Ausbildungsberuf zu erlernen!

Die duale Ausbildung 

Eine duale Ausbildung ist die gängigste und beliebteste Form der Ausbildung. Die meisten Schulabgänger wählen diese Variante, weil sie sofort praktische Fähigkeiten vermittelt. Außerdem werden die Azubis in der dualen Ausbildung vergütet, weil sie in einem Ausbildungsbetrieb angestellt sind. In der dualen Ausbildung wechseln sich Theorie und Praxis ab. Auszubildende besuchen sowohl eine Berufsschule, als auch ihren Ausbildungsbetrieb. Die perfekte Verschmelzung zwischen Lernen und Ausprobieren. 

Theorie und Praxis können sich entweder abwechseln, oder in Blöcken stattfinden. Es gibt also zwei Möglichkeiten: Du gehst beispielsweise 3-4 mal pro Woche in deinen Ausbildungsbetrieb, und die restlichen 1-2 Werktage besuchst du eine Berufsschule. Oder: Deine Ausbildung findet mehrere Wochen am Stück lediglich im Betrieb statt, und danach ein paar Wochen am Stück in der Schule. Dies nennt man Blockunterricht. So ein Block von mehreren Wochen Schule wird häufig mit einer Prüfung abgeschlossen. Deine Unterrichtsfächer sind sowohl berufsspezifisch, als auch allgemeinbildend. Du kannst dich also auf eine gute Mischung freuen! 

Entscheidest du dich für eine duale Ausbildung, dann hast du Glück, denn du wirst vergütet! Im Gegensatz zu einer schulischen Ausbildung verdienen Azubis in einer dualen Ausbildung ein Ausbildungsgehalt. Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist meist tariflich geregelt. Sollte das Einkommen zu knapp sein, können Azubis auf finanzielle Unterstützung in Form von Berufsausbildungshilfe (BAB) hoffen. Die Ausbildungsdauer bei einer dualen Ausbildung beträgt in der Regel zwischen zwei und vier Jahren. Wer besonders begabt ist und nur gute Noten schreibt, hat unter Umständen die Möglichkeit, seine Ausbildung zu verkürzen. Gleiches gilt für Auszubildende, die bereits eine bestimmte Vorbildung haben, denn auch in so einem Fall kann die Ausbildungsdauer um ein halbes Jahr verkürzt werden. 

Eine duale Ausbildung kann unter anderem in folgenden Bereichen absolviert werden:

  • im öffentlichen Dienst 
  • im Dienstleistungsbereich 
  • in Industrie- und Handel 
  • im Handwerk 
  • in der Landwirtschaft 
  • in der Schifffahrt 

Zu den beliebtesten dualen Ausbildungsberufen gehören:

  • Kaufmann/-frau für Büromanagement 
  • Industriekaufmann/-frau
  • Bäcker/-in
  • Koch/Köchin
  • Maler/-in
  • Industriemechaniker/-in
  • Verwaltungsfachangestellte/-r
  • Zahnmedizinische/-r Fachangestellte/-r

Das Ausbildungsziel ist erreicht, wenn 2 Prüfungen erfolgreich abgelegt worden sind. Die erste ist die Zwischenprüfung, welche etwa nach der Hälfte der Ausbildungszeit stattfinden wird. Die zweite und letzte Prüfung ist die Abschlussprüfung. Mit bestehen dieser bist du offiziell fertig mit deiner Ausbildung! 

Die schulische Ausbildung 

Eine weitere Option der beruflichen Ausbildung ist die schulische Ausbildung. In der schulischen Ausbildung besuchst du 5 Mal in der Woche die Berufsschule – es findet also eine Art Vollzeitunterricht statt, ähnlich wie du es aus deiner Schulzeit kennst. Eine schulische Ausbildung kannst du, je nach Ausbildungsberuf, in einer öffentlichen oder auch an einer privaten Berufsfachschule absolvieren. In den privaten Berufsschulen wird häufig ein Schulgeld fällig. Bei einer schulischen Ausbildung gibt es zwar keine Ausbildungsvergütung, dafür können die Auszubildenden finanzielle Hilfen in Form von BAföG in Anspruch nehmen. Die schulische Ausbildung kann genauso lange dauern wie eine duale Ausbildung auch, also meist zwischen zwei und dreieinhalb Jahre. 

Nur weil die schulische Ausbildung nicht in einem Betrieb stattfindet, brauchst du dir keine Sorgen zu machen, dass du nicht genügend auf die Praxis vorbereitet wirst! Denn der Unterricht wird praktisch gestaltet, mit Übungen und Aufgabenstellungen direkt aus der Praxis! Außerdem finden in einer schulischen Ausbildung immer wieder Praxisphasen statt, in denen die Auszubildenden Praktika in einem Unternehmen absolvieren. In diesen Praxisphasen kann das Gelernte dann angewendet werden. Du brauchst also nicht zu befürchten, dass du mit einer schulischen Ausbildung einen schwereren Berufsstart haben wirst und zum Zeitpunkt deines Arbeitsbeginnes weniger kannst als andere Azubis. 

Öffentliche Berufsfachschulen bieten häufig zwei verschiedene Abschlüsse an. Der eine nennt sich teilqualifizierend und gibt dir die Möglichkeit, einen Schulabschluss nachzuholen. Einen Berufsabschluss hast du damit aber noch nicht erworben. Dafür musst du häufig nach Abschluss der Berufsfachschule noch ein Jahrespraktikum oder Ähnliches machen. Nur wenn die schulische Ausbildung einen vollqualifizierenden Abschluss anbietet, dann erwirbst du mit dem Besuch dieser Berufsfachschule auch einen Berufsabschluss. An privaten Schulen sieht es häufig so aus, dass du dafür nicht unbedingt einen staatlichen anerkannten Abschluss bekommst, sondern vielmehr eine Art Bildungszertifikat. Dieses kann dich aber genauso für die Ausübung eines bestimmten Berufes qualifizieren. Hierbei ist es allerdings wichtig im Vorfeld zu prüfen, wie anerkannt die Bildungszertifikate der jeweiligen Schule sind, und welche Erfahrungen ehemalige Schüler damit gemacht haben. 

Für eine schulische Ausbildung gelten in der Regel feste Anmeldezeiten. Achte darauf, diese nicht zu verpassen! Häufig wählt die Berufsfachschule ihre Auszubildenden gut aus. Du musst also mit einem persönlichen Gespräch und unter Umständen auch mit einem Eignungstest rechnen. In manchen Berufen wird auch ein bestimmtes Mindestalter vorgeschrieben und ein bestimmter Schulabschluss. Informiere dich also rechtzeitig über die Voraussetzungen für deine schulische Ausbildung!

Zu den beliebtesten Ausbildungsberufen von schulischen Ausbildungen gehören:

  • Altenpfleger/-in
  • Medizinisch-technischer/-r Assistent/-in
  • Physiotherapeut/-in
  • Erzieher/-in
  • Dolmetscher/-in
  • Medienassistent/-in
  • Foto- und medientechnische/-r Assistent/-in

Das duale Studium

Ein duales Studium ist eine Ausbildung und ein Studium in einem und eignet sich daher lediglich für Schülerinnen und Schüler mit Abitur oder Fachabitur. Hier bekommst du sowohl ein Studium an einer Universität, inklusive akademischem Abschluss, genauso wie praktische Berufserfahrung in einem Ausbildungsbetrieb. Es gibt mehrere Möglichkeiten des dualen Studiums, wie das ausbildungsintegrierende, das berufsintegrierende, sowie das praxisintegrierende. Wenn du eine „klassische Ausbildung“ neben dem Studium absolvieren möchtest, dann ist das ausbildungsintegrierende duale Studium genau das Richtige für dich! 

Ähnlich wie in der dualen Ausbildung vereint das duale Studium Theorie und Praxis. Du lernst theoretische Grundlagen in Vorlesungen und in Seminaren, die du dann in einem Ausbildungsbetrieb anwenden kannst. Dein Ausbildungsbetrieb übernimmt dabei häufig die Studiengebühren. Eine Ausbildungsvergütung erhältst du auch noch! Sorgen ums Finanzielle brauchst du dir bei dieser Form der Ausbildung also nicht machen. Vor allem auch deshalb, weil dein Einstiegsgehalt in den Beruf dank deinem Studienabschluss auch höher liegt als bei Berufseinsteigern, die keinen Bachelor-Abschluss in der Tasche haben. 

Um ein duales Studium aufnehmen zu können, benötigst du sowohl einen Studienplatz an einer Hochschule, als auch einen kooperierenden Ausbildungsbetrieb. Damit du genügend Zeit hast, beides parallel zu organisieren, solltest du etwa anderthalb Jahre vor deinem Schulabschluss damit beginnen, dich zu bewerben. Die Bewerbungsfristen enden häufig ein Jahr im Voraus, weshalb du dich frühzeitig um dein duales Studium kümmern solltest. 

Zu den beliebtesten dualen Studiengängen gehören:

  • Betriebswirtschaftslehre
  • Digitale Medien 
  • Informatik
  • Gesundheitsmanagement
  • Soziale Arbeit 

Die Sonderausbildung 

Bei einer Sonderausbildung erwirbst du neben einem Ausbildungsberuf zusätzlich noch eine weitere Qualifizierung. Aus diesem Grund spricht man auch von einer doppelt qualifizierenden Erstausbildung. Diese findet dual statt, genauso wie auch eine duale Ausbildung, dass heißt, dass sich praktische und theoretische Phasen abwechseln. Der einzige Unterschied: Neben dem Ausbildungsberuf lernst du auch eine ganz bestimmte Zusatzqualifikation. Dies tust du, indem du gleichzeitig auch eine Zusatzausbildung oder eine Weiterbildung machst. Wenn du den Ausbildungsberuf Kauffrau im Einzelhandel in Form der Sonderausbildung machst, dann kannst du dabei die Zusatzqualifikation zur geprüften Handelsfachwirtin machen. Bei einer Ausbildung zum Bankkaufmann könntest du mit der Sonderausbildung auch gleichzeitig Finanzassistent werden. 

Da du quasi zwei Abschlüsse erwirbst, gibt es nach der klassischen Abschlussprüfung, mit der du den Berufsabschluss erwirbst, eine weitere Prüfung. Diese ist dafür da, deine Zusatzqualifikation zu  erwerben. Eine Voraussetzung für eine Sonderausbildung ist das Abitur oder Fachabitur. Die Sonderausbildung wird ebenso wie auch die duale Ausbildung vergütet. Diese Form der Berufsausbildung dauert zwischen zwei und vier Jahren.

Zu den beliebtesten Sonderausbildungen zählen:

  • Journalist/-in
  • Wirtschaftsinformatiker/-in
  • Fluglotse/Fluglotsin
  • Handelsassistent/-in
  • Finanzassistent/-in
  • Industrietechnologe/-technologin 
  • Handelsfachwirt/-in
Weitere Tipps für Azubis
Eine Ausbildung in Teilzeit: Gehalt, Ausbildungsdauer, Abschlussprüfung und Co.
© l i g h t p o e t / shutterstock.com
Eine Ausbildung in Teilzeit: Gehalt, Ausbildungsdauer,...

Du hast hart gearbeitet und einen guten Schulabschluss gemacht. Aufgrund deiner familiären Situation ist es dir aber nicht möglich, eine Ausbildung in...

Die Ausbildung verkürzen - Diese sechs Möglichkeiten hast du
© ESB Professional / shutterstock.com
Die Ausbildung verkürzen - Diese sechs Möglichkeiten hast du

Die Dauer eines Studiums kann ein Studierender häufig selbst beeinflussen. Wer besonders fleißig ist und auch nicht durch seine Prüfungen rattert,...

7 Kriterien: So erkennst du einen guten Ausbildungsbetrieb
© ESB Professional / shutterstock.com
7 Kriterien: So erkennst du einen guten Ausbildungsbetrieb

Die Wahl des Ausbildungsplatzes beeinflusst deine gesamte berufliche Karriere. Denn mit deiner Ausbildung legst du den Grundstein für deine professionelle...

Infos und Tipps für Azubis
Ausbildungsstellen finden leicht gemacht!

Auf ausbildungsstellen.de findest Du täglich aktuelle Ausbildungsstellen aus Deiner Umgebung.