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Eine Auszeit nach dem Schulabschluss? Deine Möglichkeiten im Überblick

Eine Auszeit nach dem Schulabschluss? Deine Möglichkeiten im Überblick
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Inhalt:
  1. Vier Möglichkeiten für eine Auszeit nach der Schule:
    1. 1. Das Freiwillige Soziale Jahr 
    2. 2. Als Au Pair ins Ausland 
    3. 3. Work and Travel
    4. 4. Praxisorientierung mithilfe eines Praktikums

Von der Schulbank gleich auf die nächste Schulbank? Immer mehr Absolventen legen nach dem Abi eine kleine Auszeit ein, bevor der Ernst des Berufsalltages auf sie zukommt. Noch einmal frei sein, die Welt entdecken oder Gutes tun. Zeit, die viele dafür nutzen, sich selbst ein bisschen näher kennenzulernen, die eigenen Stärken und Schwächen auszuloten, und persönlich zu wachsen. Dabei gibt es viele verschiedene Möglichkeiten, so eine Auszeit nach der Schule zu gestalten. Die meisten davon beinhalten einen Aufenthalt im Ausland. Wer noch vor dem Start ins Berufsleben Auslandserfahrung sammelt, schmückt damit seinen Lebenslauf für zukünftige Bewerbungen. Doch auch eine Auszeit im eigenen Land kann sinnvoll genutzt werden! Wir zeigen dir, wie!

Vier Möglichkeiten für eine Auszeit nach der Schule:

1. Das Freiwillige Soziale Jahr 

Viele Ausbildungsbetriebe und auch spätere Arbeitgeber legen viel Wert auf ehrenamtliches Engagement. Wer also Interesse an einem Freiwilligen Sozialen Jahr hat, kurz: FSJ, der tut damit auch für seinen Lebenslauf etwas Gutes! Ein FSJ wird in Vollzeit absolviert, also an fünf Tagen in der Woche für jeweils 8 Stunden am Tag. Die Dauer richtet sich je nach Anbieter und umfasst meist entweder 6 Monate, 12 Monate oder auch 18 Monate. Ein richtiges Gehalt gibt es nicht, dafür aber so etwas wie ein Taschengeld. Eine Unterkunft sowie Mahlzeiten werden in der Regel auch gestellt, sodass du dir darüber keine Sorgen machen musst. Das Mindestalter beträgt 15 Jahre. Wenn du dich für diese Möglichkeit der Auszeit vor Ausbildungsbeginn interessierst, dann solltest du etwa ein Jahr vor deinem Schulabschluss damit beginnen, einen passenden Anbieter zu finden und die ersten Bewerbungen schreiben. 

Dein Einsatzgebiet für das FSJ kann ganz unterschiedlich aussehen. Manche bewerben sich um ein FSJ in einer politischen Organisation, andere wiederum möchten sich in einem Krankenhaus engagieren. Weitere typische Einsatzmöglichkeiten bieten Jugendkulturzentren, Kindertagesstätten, oder auch Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Während deiner Zeit als Freiwillige/-r in so einer Einrichtung wirst du unterschiedliche Aufgaben übernehmen, die sich nach deinen Stärken und Vorkenntnissen orientieren werden. Dazu kann zum Beispiel gehören, anderen etwas beizubringen, Projekte zu realisieren, oder auch selbst Angebote zu gestalten. Wer sich für den Natur- und Umweltschutz engagieren möchte, für den eignet sich das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ). Ein weiterer Anbieter ist der Bundesfreiwilligendienst (BFD). 

2. Als Au Pair ins Ausland 

Du interessierst dich für einen Ausbildungsberuf, in dem du tagtäglich mit Kindern umgehen wirst? Egal ob als angehende/-r Erzieher/-in, Gesundheits- und Krankenpfleger/-in, Heilerziehungspfleger/-in oder Ähnliches: Es kann nie schaden, wenn man bereits viel Erfahrung im Umgang mit den Schützlingen sammelt. Wer dabei aber auch gleichzeitig Auslandserfahrung sammeln möchte, eine Fremdsprache nahezu perfekt erlernen möchte, sowie ein fremdes Land und eine fremde Kultur kennenlernen möchte, ist in einem Au Pair Programm bestens aufgehoben! Voraussetzung dafür ist, dass du mindestens 18 Jahre alt bist und Abitur hast. Die beliebtesten Länder für ein Au Pair Jahr sind die USA, Australien, Kanada, aber auch Länder in Europa, wie zum Beispiel England, Spanien und Frankreich. 

Als Au Pair im Ausland verbringst du zwischen 6 und 12 Monate bei einer Gastfamilie. Du musst also weder Miete noch Verpflegung zahlen. Dafür kümmerst du dich um die Kinder deiner Gasteltern und erhältst auch noch ein wöchentliches Taschengeld. Gleich morgens heißt es dann: Brote für die Schule schmieren, Kinder fertig machen für Schule oder Kindergarten, sie dort hin fahren, dann die Kinderzimmer aufräumen, die Wäsche der Kinder waschen, ein kleines Mittagessen vorbereiten, die Kinder wieder abholen, und die Nachmittage mit ihnen verbringen. An den Wochenenden und dann, wenn du Urlaub hast, kannst du dann das auserwählte Land bereisen und weitere Städte und Plätze entdecken. Durch den engen Kontakt zu den „Einheimischen“ lernst du nicht nur die Sprache des Ziellandes, sondern auch die Essgewohnheiten und viele weitere kulturelle Traditionen kennen. Diese Art von Auszeit nach der Schule bereitet dich nicht nur gut auf deinen zukünftigen Ausbildungsberuf vor, sondern bereichert auch in jedem Fall dein ganzes Leben!

3. Work and Travel

Wer nach der Schule viel Zeit im Ausland verbringen, und dabei auch noch Berufserfahrung sammeln möchte, für den ist Work and Travel genau das Richtige. Das Mindestalter für diese Auszeit liegt bei 18 Jahren, sodass sich diese Auszeit am ehesten für Abiturienten eignet. Nach dem Abi die Welt entdecken – wenn das dein Traum ist, solltest du etwa ein Jahr im Voraus damit beginnen, dein Auslandsabenteuer zu planen. Das kannst du entweder ganz alleine machen, oder mithilfe einer Agentur. Die meisten sind für etwa 6 bis 12 Monate unterwegs. Mit einem Working-Holiday-Visum ist ein Aufenthalt von einem Jahr meist kein Problem, ebenso wenig wie das Annehmen kleinerer Hilfsjobs. Zu den beliebtesten Ländern für Work and Travel zählen Australien, Neuseeland und Kanada. 

Der große Vorteil von Work and Travel ist, dass du nicht nur viel Reisen und ein Land entdecken kannst, sondern auch deine Sprachkenntnisse vertiefst, sowie praktische Erfahrungen sammelst, die dir in deinem späteren Berufsleben weiterhelfen können. Typische Aushilfsjobs, die du im Auslands annehmen könntest, wären zum Beispiel im Restaurant als Kellner, in Hotels oder in Bars und Cafés, aber auch als Farm- und Erntehelfer. Diese Jobs lehren dich wichtige Soft Skills für den späteren Berufsalltag. Du zeigst mit so einer Reise, dass du offen, aufgeschlossen, motiviert, engagiert und vor allem mutig bist. Eigenschaften, die in deiner Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sehr gut ankommen werden! Und ganz nebenbei wirst du nach deinem Work and Travel – Aufenthalt auch bestimmt fließend Englisch sprechen können!

4. Praxisorientierung mithilfe eines Praktikums

Du bist noch unentschlossen, welchen beruflichen Weg du einschlagen möchtest? Dann eignet sich ein Praktikum hervorragend, um sich einen kleinen Überblick über eine bestimmte Branche oder einen bestimmten Beruf zu verschaffen. Während der Schulzeit bleibt kaum Zeit, über einen längeren Zeitraum Berufserfahrung zu sammeln. Danach dagegen schon. Nutze deine Auszeit nach dem Schulabschluss zum Beispiel für ein mehrmonatiges Praktikum! Wenn du dich zwischen zwei Ausbildungsberufen nicht entscheiden kannst, welcher der beiden besser zu dir passt, dann bietet es sich an, deine freie Zeit dafür zu Nutzen, genau dies herauszufinden. Du kannst in diesem Fall zwei Praktika machen. Dies wird dir bei deiner Entscheidung sicherlich weiterhelfen können!

In einem Praktikum lernst du dich selbst, mitsamt deiner Stärken und Schwächen besser kennen. Mit diesem Wissen kannst du dann entspannt in die Ausbildung starten, ohne befürchten zu müssen, dass du gar kein Talent dazu hast, deinen Traumberuf auch wirklich zu erlernen und auszuüben. Ein weiterer Pluspunkt: Als Praktikant lernst du ein Unternehmen kennen, und kannst dich dabei auch schon für einen Ausbildungsplatz empfehlen. Wenn du dich nämlich gut anstellst, kann es sein, dass man dir sogar eine Ausbildungsstelle in diesem Unternehmen anbietet. Während des Praktikums hat dein Arbeitgeber genügend Zeit um dich und deine Arbeitsmoral kennenzulernen und einschätzen zu können, ob du eine gute Ergänzung für das bereits bestehende Team bist!


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