ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Jobsuche über Businessnetzwerke: So bewirbst du dich!

Jobsuche über Businessnetzwerke: So bewirbst du dich!

Jobsuche über Businessnetzwerke: So bewirbst du dich!
© Jane Kelly | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Jobsuche über Social Media: Was sind Xing und LinkedIn?
  2. Wie funktioniert die Bewerbung über die sozialen Netzwerke?
    1. Schritt 1: Profil anlegen
    2. Schritt 2: Netzwerk aufbauen
    3. Schritt 3: Im Netzwerk aktiv sein
    4. Schritt 4: Auf Stellenausschreibungen bewerben
    5. Schritt 5: Initiativ bewerben
  3. Bewerbung über Social Media: Fünf beliebte Fehler
    1. Fehler 1: Zu viele Informationen
    2. Fehler 2: Nicht auf Rechtschreibung und Grammatik achten
    3. Fehler 3:  Kein oder unpassendes Profilfoto
    4. Fehler 4: Interessen sind nicht nachvollziehbar
    5. Fehler 5: Keine Beachtung der Netiquette

Die Jobsuche hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Natürlich hat die klassische Papierbewerbung noch nicht vollkommen ausgedient, aber immer öfters setzten sich moderne Methoden durch. Während einige Unternehmen versuchen, ihre Bewerber auf Messen oder bei Speed Recruitings zu finden, gehen andere Unternehmen in den sozialen Netzwerken auf die Suche. Vor allem Businessnetzwerke wie Xing und LinkedIn liegen dafür im Trend. Doch wie funktioniert die Jobsuche über ein soziales Netzwerk eigentlich? Worauf muss man achten? Welche Fehler werden oft gemacht? Wir klären auf!

Jobsuche über Social Media: Was sind Xing und LinkedIn?

Facebook, Instagram und Twitter – das sind bekannte soziale Netzwerke, bei denen viele junge Menschen Mitglied sind. Sie vernetzen sich mit Freunden und teilen Fotos und Videos mit ihnen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, mit anderen Nutzern zu chatten und sich unter Inhalten zu markieren. Heutzutage ein beliebter Zeitvertreib und eine Möglichkeit up to date zu bleiben.

Xing und LinkedIn funktionieren so ähnlich. Allerdings sind beides Businessnetzwerke. Das bedeutet, dass die Mitglieder des Netzwerkes sich nicht mit Freunden, sondern mit beruflichen Kontakten vernetzen. Von den Funktionen her ähneln sich Xing, LinkedIn und die anderen sozialen Netzwerke aber. Deswegen wird zum Beispiel Xing auch als Facebook für den Beruf bezeichnet.

Xing ist allerdings ein deutsches soziales Netzwerk und fokussiert sich auch auf deutschsprachige Nutzer. LinkedIn dagegen ist global ausgerichtet, man kann sich also mit Personen auf der ganzen Welt vernetzen. Auf LinkedIn wird deswegen weitestgehend auf Englisch kommuniziert. Beide sozialen Netzwerke sind zunächst kostenlos. Es gibt aber Premium-Abos, die einen bestimmten Betrag in Monat kosten und einige zusätzliche Funktionen bieten.

Wie funktioniert die Bewerbung über die sozialen Netzwerke?

Die Bewerbung über ein soziales Netzwerk unterscheidet sich maßgeblich von der klassischen Bewerbung. Im Folgenden erfährst du, wie du vorgehen musst, wenn du dich über Xing oder LinkedIn bewerben möchtest.

Schritt 1: Profil anlegen

In jedem sozialen Netzwerk stellt ein Profil die Basis da. Denn du bist nicht anonym im Netz unterwegs, dein Profil ist immer für andere Nutzer sichtbar. Welche Informationen andere Nutzer über dich erfahren, entscheidest du selbst. Denn du kannst in den Einstellungen festlegen, welche Informationen für die Öffentlichkeit zugänglich sind und welche nicht.

Wenn du auf Jobsuche bist, ist es sinnvoll, vor allem die Informationen zu veröffentlichen, für die sich ein Personaler interessieren könnte. Das können zum Beispiel berufliche Stationen sein oder Studiengänge, die du belegt hast. Auch wenn du besondere Programme beherrscht oder viele Fremdsprachen sprichst, solltest du das in dem Profil angeben, denn das sind Dinge, die eventuell eher für dich sprechen als für einen anderen Bewerber und somit die Personaler überzeugen.

Schritt 2: Netzwerk aufbauen

Ein gut angelegtes Profil nutzt aber nichts, wenn es niemand sieht. Deswegen solltest du versuchen, ein Kontaktnetzwerk aufzubauen. Zu Beginn kannst du all diejenigen zu deinem Netzwerk hinzufügen, die du eh schon kennst – zum Beispiel Mitschüler, Lehrer, Professoren, Arbeitskollegen oder sogar deinen Chef. Im Anschluss ist es wichtig, dass dein Netzwerk stetig weiterwächst. Dafür sorgst du so: Sobald du einen Menschen kennenlernst, sei es ein neuer Kollege, ein Geschäftspartner oder ein Personaler auf einer Messe, vernetzte dich mit ihm in Anschluss an ein Gespräch in den sozialen Netzwerken. So bleibst du mit dem Kontakt in Verbindung und somit auch eher im Gedächtnis.

Schritt 3: Im Netzwerk aktiv sein

Vor allem LinkedIn lebt von der Aktualität. Die meisten LinkedIn-Nutzer suchen gar nicht direkt nach Profilen, sondern scrollen durch ihren Newsfeed. Dort tauchst du natürlich nur auf, wenn du regelmäßig Beiträge postest oder Inhalte kommentierst. Aber auch da geht es eher um die Qualität als um die Quantität. Überlege also gut, was du zu welchem Thema schreibst. Natürlich darfst du deine eigene Meinung äußern. Es ist aber immer besser, wenn sich diese mit Fakten belegen lässt, als wenn sie „aus dem Bauch heraus“ kommt. Das wirkt überzeugender und professioneller.

Schritt 4: Auf Stellenausschreibungen bewerben

Mittlerweile können Unternehmen auch in sozialen Netzwerken Stellenausschreibungen veröffentlichen. Dies ist zum Beispiel bei Facebook oder LinkedIn möglich. Wenn du auf der Suche bist, kannst du also auch mal in die jeweiligen Stellenbörsen schauen. Meistens sind sie in der Rubrik „Jobs“ zu finden. Oft kannst du dich direkt mit einem Klick über das Netzwerk bewerben.

Es besteht die Möglichkeit, dich mit deinem Profil zu bewerben, oder eine Art Kurzbewerbung hochzuladen und diese dann zu verschicken. Beide Varianten gehen recht unkompliziert und schnell. Achte bei der Bewerbung stets darauf, dass deine Bewerbungsunterlagen trotzdem – genauso wie bei der klassischen Bewerbung – vollständig sind. Ein Beispiel: Nicht immer gibt man seine Telefonnummer auf einem Social-Media-Profil frei. Für eine Bewerbung ist diese aber zwingend notwendig.

Schritt 5: Initiativ bewerben

Neben Bildern und Videos hochladen ist chatten eine wichtige Funktion von sozialen Netzwerken. Diese kannst auch du dir zu Nutze machen und dich über ein Chatgespräch initiativ bei Unternehmen bewerben. Hier ist es ganz wichtig, auf den Chatpartner persönlich einzugehen. Wenn deine Anfrage so wirkt, als würdest du sie genauso an zehn andere Unternehmen schicken, dann wird das Unternehmen kaum darauf reagieren.

Wecke ihre Neugier, dann schreiben sie dir mit Sicherheit zurück. Es ist auch gar nicht nötig, dass du im Chat direkt eine vollständige Bewerbung verschickst. Eine kurze Vorstellung und Begründung, warum du gut ins Unternehmen passen würdest, reicht in der Regel aus. Je kürzer und prägnanter du dich präsentierst, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ihr Interesse weckst. Und je eher du dich versiehst, bekommst du auch ohne vollständige Bewerbung ein Telefonat oder Vorstellungsgespräch.

Bewerbung über Social Media: Fünf beliebte Fehler

Eigentlich klingt die Jobsuche über Social Media relativ einfach, zum Beispiel wegen der Kürze und der geringeren Anzahl an formalen Vorgaben. Trotzdem gibt es einige Dinge, auf die du dringend achten solltest. Hier fünf Fehler, die sehr oft gemacht werden.

Fehler 1: Zu viele Informationen

Textwüsten mag niemand gerne. Das gilt natürlich auch für Texte auf Social-Media-Profilen. Vor allem Personaler haben nicht immer die Zeit, lange Beschreibungen zu lesen. Sie verlieren schneller das Interesse und erkennen unter Umständen gar nicht, wie geeignet du vielleicht für die Stelle bist. Es gilt also: Nicht das Profil mit so vielen Informationen wie möglich vollstopfen, sondern die Infos preisgeben, die für deine Traumstelle relevant sind.

Fehler 2: Nicht auf Rechtschreibung und Grammatik achten

Wenn du bei WhatsApp mit deinen Freunden schreibst, vergisst du schon einmal ein Komma oder verwendest Abkürzungen wie „biste“ statt „bist du? Dann Achtung, wenn du in sozialen Netzwerken mit deinem potenziellen neuen Arbeitgeber chattest. Denn hier ist eine fehlerfreie Rechtschreibung und eine einwandfreie Grammatik sehr wichtig, auch wenn es in der Regel weniger formell zugeht als in der klassischen Bewerbung. Denn zu viele Fehler würden einen schlechten Eindruck machen, was du natürlich vermeiden möchtest.

Fehler 3:  Kein oder unpassendes Profilfoto

Wie auch bei der klassischen Bewerbung ist ein Profilfoto natürlich keine Pflicht. Aber es erhöht deine Chancen, von den Personalern wahrgenommen zu werden. Wichtig ist aber in jedem Fall, dass du ein geeignetes Profilfoto auswählst. Partyfotos oder Bikinifotos aus dem Urlaub sind ein absolutes Tabu! Denn du möchtest ganz bestimmt nicht, dass diese von deinem potenziellen neuen Chef gesehen werden. Am besten gehst du zum Fotografen und lässt schöne Bewerbungsbilder schießen. Diese kannst du dann auch bei den Businessnetzwerken als Profilbilder verwenden.

Fehler 4: Interessen sind nicht nachvollziehbar

Glaubwürdigkeit und Authenzität sind wichtige Faktoren bei der Jobsuche. Diese werden von Personalern in Frage gestellt, wenn du beispielsweise in deinem Profil angibst, dass du dich für die Einzelhandelsbranche interessierst, aber dann nicht einem Unternehmen aus dieser Branche folgst oder in nicht einer Gruppe dieses Themas Mitglied bist. Das macht Unternehmen schon einmal stutzig, denn es wirkt nicht so, als würdest du dich für die Themen der Branche interessieren.

Fehler 5: Keine Beachtung der Netiquette

Ja, auch im Internet gibt es bestimmte Regeln, wie man sich verhalten sollte. Wenn man diese nicht beachtet, hat man kaum die Chance auf eine neue Stelle. Beispielsweise gehören eine ordentliche Anrede und eine Grußformel zur Netiquette dazu. Genauso wichtig ist eine höfliche und eher zurückhaltende Formulierung des Anliegens. Wenn du dagegen direkt mit der Tür ins Haus fällst und zum Beispiel sofort schreibst „Ich kann alles, stellen Sie mich ein“ wird der Versuch mit Sicherheit scheitern. Besser ist es, sich daran zu erinnern, wie man auf realen Netzwerktreffen mit Menschen sprechen würde. So sollte man auch in der digitalen Welt vorgehen.

Bild: Theresa Müller
Theresa Müller (8 Artikel) Theresa Müller hat Journalismus im Bachelor und Kommunikationsmanagement im Master in Bielefeld studiert. Bereits während des Studiums war sie für Tageszeitungen, Zeitschriften und in verschiedenen Online-Redaktionen als freie Mitarbeiterin tätig. Auch sammelte sie bereits Erfahrungen im Marketing- und PR-Bereich. Nun arbeitet sie als Online-Redakteurin und verfasst für ausbildungsstellen.de Artikel rund um die Themen Bewerbung, Ausbildung und Karrierestart. Schreibt sie mal gerade nicht, dann ist sie oft im Reitstall anzutreffen - hoch oben im Sattel. Letzte Artikel
Weitere Tipps für Azubis
Corona- und Grippevirus: So minimierst du die Ansteckungsgefahr im Job!
© art_inside | shutterstock.com
Corona- und Grippevirus: So minimierst du die...

Alle Jahre wieder: In den Winter- und frühen Frühlingsmonaten treiben jedes Jahr Viren vermehrt ihr Unwesen. Die immer wiederkehrende Grippewelle ist...

Abitur nachholen: So erlangst du die Hochschulreife über den zweiten Bildungsweg
© Solis Images | shutterstock.com
Abitur nachholen: So erlangst du die Hochschulreife über...

Immer mehr Schüler verlassen die Schule mit dem Abitur in der Tasche. Kein Wunder, denn mit dem höchsten Schulabschluss in Deutschland stehen einem alle...

Nonviolent Communication: Beziehungen verbessern mit gewaltfreier Kommunikation
© Dean Drobot | shutterstock.com
Nonviolent Communication: Beziehungen verbessern mit...

Konflikte sind überall – sie können zu Hause mit der Familie, unter Freunden und selbstverständlich auch auf der Arbeit oder schon in der...

Ausbildungsstellen finden leicht gemacht!

Auf ausbildungsstellen.de findest Du täglich aktuelle Ausbildungsstellen aus Deiner Umgebung.