ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Soft Skills: So kannst du mit diesen Fähigkeiten überzeugen

Soft Skills: So kannst du mit diesen Fähigkeiten überzeugen

Soft Skills: So kannst du mit diesen Fähigkeiten überzeugen
© YAKOBCHUK VIACHESLAV | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Was sind eigentlich Soft Skills?
  2. Welche Arten von Soft Skills gibt es?
    1. Fähigkeit 1: Persönliche Kompetenzen
    2. Fähigkeit 2: Soziale Kompetenzen
    3. Fähigkeit 3: Methodische Kompetenzen
  3. Warum sind Soft Skills so wichtig?
  4. So lassen sich Soft Skills bei der Bewerbung erfolgreich einsetzen!
    1. Tipp 1: Schau dir die Stellenbeschreibung genau an!
    2. Tipp 2: Verschaffe dir einen Überblick über deine Soft Skills!
    3. Tipp 3: Konzentriere dich auf die wichtigsten Soft Skills!
    4. Tipp 4: Erwähne deine Soft Skills auch im Lebenslauf!
    5. Tipp 5: Halte dich an die Wahrheit!
    6. Tipp 6: Gehe offen mit Schwächen um!
  5. Kann man Soft Skills trainieren?
    1. Tipp 1: Definiere dein Ziel!
    2. Tipp 2: Recherchiere theoretische Informationen!
    3. Tipp 3: Setze das Erlernte in die Praxis um!
    4. Tipp 4: Trainiere regelmäßig!

Ein Blick in die Stellenangebote bringt es seit Langem an den Tag: Neben den fachlichen Kompetenzen für den angebotenen Job, werden von den Bewerbern meistens auch zusätzliche Qualifikationen gefordert, die sich unter dem Begriff Soft Skills zusammenfassen lassen. Was versteht man eigentlich unter diesen „weichen Fähigkeiten“? Warum wird heute so viel Wert auf diese Schlüsselqualifikationen gelegt? Bedarf es einer besonderen Gabe oder verfügt jeder Mensch über diese wichtigen Fähigkeiten?

Was sind eigentlich Soft Skills?

Soft Skills auch als „weiche Fähigkeiten“ bezeichnet, gehören zu den sogenannten Schlüsselqualifikationen eines Menschen. Ihnen gegenüber stehen die Hard Skills, die „harten“ und fachlichen Fähigkeiten, die im Zuge einer Ausbildung oder eines Hochschulstudiums erworben werden. Im Gegensatz zu den Soft Skills lassen sich diese sehr gut überprüfen. Deshalb stellen sie in der Regel ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Bewerbern für eine vakante Stelle dar.

Welche Arten von Soft Skills gibt es?

Soft Skills beinhalten drei verschiedene Kompetenzen. Im Vergleich zu den fachlichen Fähigkeiten sind sie nicht so einfach zu überprüfen. Außerdem lassen sie sich auch schwieriger aneignen.
Diese 3 Kompetenzbereiche sind eine wichtige Grundlage für Soft Skills:

Fähigkeit 1: Persönliche Kompetenzen

Sie betreffen nur deine Person und können sich auf dein soziales Umfeld auswirken. Das sind die wichtigsten persönlichen Kompetenzen:

  • Teamfähigkeit
  • Emotionale Intelligenz
  • Empathie
  • Interkulturelle Kompetenz
  • Personalentwicklung und Mentoring
  • Team- und Mitarbeiterführung
  • Mediation
  • Resilienz
  • Konstruktives Feedback
  • Menschenkenntnis
  • Integrationsvermögen

Fähigkeit 2: Soziale Kompetenzen

Diese Fähigkeiten haben direkten Einfluss auf deinen Umgang mit anderen Menschen. Das sind die wichtigsten sozialen Kompetenzen:

  • Selbstreflexion
  • Selbstvertrauen
  • Analytisches Denken
  • Selbstständigkeit
  • Entscheidungsfähigkeit
  • Engagement
  • Zielstrebigkeit
  • Selbstsicherheit
  • Lernbereitschaft

Fähigkeit 3: Methodische Kompetenzen

Zu diesen überfachlichen Fähigkeiten gehören zum Beispiel analytisches Denken, das Beherrschen von Präsentationstechniken und Organisationstalent. Das sind die wichtigsten methodischen Kompetenzen:

  • Strategisches Vorgehen
  • Schnelle Auffassungsgabe
  • Strukturierte Arbeitsweise
  • Kreativität
  • Organisationsvermögen
  • Problemlösungskompetenz
  • Flexibilität
  • Belastbarkeit
  • Motivation
  • Ausdauer

Warum sind Soft Skills so wichtig?

Die Arbeitswelt hat sich verändert und mit ihr auch die Anforderungen an die Qualifikationen der Menschen. Die Digitalisierung und neue Formen der Arbeit sind zwei Beispiele für diesen Wandlungsprozess. Unternehmen benötigen deshalb nicht nur gut qualifizierte Fachkräfte, sondern auch Menschen, die mit anderen Qualifikationen punkten. Untersuchungen haben zum Beispiel festgestellt, dass Herausforderungen wie die Digitalisierung nur gelingen können, wenn in den Unternehmen Menschen mit starken Soft Skills tätig sind.

Auch in Branchen, in denen es keine klaren Ausbildungswege gibt, haben Schlüsselqualifikationen eine nicht zu unterschätzende Bedeutung.

Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter im Marketing muss nicht nur über Wissen und Erfahrung für seine Tätigkeit in der Agentur verfügen, er braucht auch kommunikative Fähigkeiten, um einen erfolgreichen Umgang mit Kunden zu pflegen. Gleichzeitig sollte er auch überzeugend und selbstsicher auftreten.    

Soft Skills können in einem Bewerbungsprozess den Unterschied machen, wenn mehrere Interessenten in die enge Wahl gekommen sind.

Das heißt also, Personalverantwortliche haben den Wert von weichen Fähigkeiten längst erkannt und schauen bei der Stellenbesetzung sehr genau auf die Soft Skills.

So lassen sich Soft Skills bei der Bewerbung erfolgreich einsetzen!

Die harten Fähigkeiten können Personaler in den beigefügten Zeugnissen sofort erkennen. Zu den Soft Skills finden sie keine konkreten Angaben. Deshalb liegt es in deiner Hand, deine weichen Fähigkeiten zielführend darzustellen. Diese 5 Tipps sollen dir helfen, deine Soft Skills positiv in Szene zu setzen:  

Tipp 1: Schau dir die Stellenbeschreibung genau an!

Wenn du dich auf eine Stelle bewirbst, solltest du die Stellenausschreibung mit besonderer Sorgfalt lesen und analysieren. Neben den dort genannten Soft Skills ist es deine Kunst, für die ausgeschriebene Stelle weitere nicht explizit erwähnte Fähigkeiten abzuleiten.

Tipp 2: Verschaffe dir einen Überblick über deine Soft Skills!

Überlege dir genau, welche weichen Fähigkeiten dich auszeichnen. Sinnvoll ist es, eine Liste anzufertigen. Zur Unterstützung kannst du Freunde, Bekannte und Verwandte hinzuziehen. Hast du bereits in einem anderen Job gearbeitet, kannst du auch vorhandene Arbeitszeugnisse heranziehen, indem du die dort aufgeführten Soft Skills aufnimmst.

Ebenso kannst du dir überlegen, welche Soft Skills für die Tätigkeit wichtig sind und welche du eventuell noch weiter ausbauen kannst.

Tipp 3: Konzentriere dich auf die wichtigsten Soft Skills!

Soft Skills sind wichtig, jedoch macht es keinen guten Eindruck, wenn du eine extrem lange Liste mit deinen Fähigkeiten aufführst, die unter Umständen gar nicht für die ausgeschriebene Stelle relevant sind. Noch schlimmer ist es, wenn du diese Fähigkeiten gar nicht besitzt. Fokussiere dich auf die Wichtigsten und bleibe bei der Wahrheit.

Tipp 4: Erwähne deine Soft Skills auch im Lebenslauf!

Es ist sinnvoll, dass du nicht nur im Anschreiben auf deine Soft Skills hinweist, sondern auch im Lebenslauf darauf eingehst. Punkten kannst du, wenn du auch konkrete Beispiele anführst. Das können Referenzen, Zeugnisse oder auch erfolgreich abgeschlossene Weiterbildungen sein.

Tipp 5: Halte dich an die Wahrheit!

Wenn du deine Bewerbungsunterlagen eingereicht und eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten ist, bist du einen wichtigen Schritt vorangekommen. Hier musst du jedoch eine wichtige Bewährungsprobe bestehen. Und spätestens dann wird der Personaler feststellen, ob deine aufgeführten Soft Skills tatsächlich der Realität entsprechen. In der Praxis ist es durchaus üblich, dass du konkret darauf angesprochen wirst. Von Vorteil ist es, wenn du deine Fähigkeiten belegen und konkrete Beispiele benennen kannst.

Tipp 6: Gehe offen mit Schwächen um!

Falls du im Bewerbungsgespräch nach deinen Schwächen gefragt wirst, dann leugne sie nicht. Niemand ist perfekt. Positiv ist es, wenn du diese eingestehst und erklärst, dass du an der ein oder anderen Schlüsselqualifikation arbeitest, um dich zu verbessern. Es kann nicht schaden, wenn du konkrete Vorschläge machst und Beispiel nennst.

Kann man Soft Skills trainieren?

Generell gilt es als sicher, dass in der Persönlichkeit eines jeden Menschen Soft Skills verankert sind. Diese entwickeln sich in der Kindheit und im Laufe der Lebens- und Berufserfahrung automatisch weiter.  

Wenn du befürchtest, in Sachen Soft Skills noch nicht bestens ausgestattet zu sein, ist das kein Problem. Durch Trainings, Weiterbildungen und gezieltes Lernen im Alltag kannst du nämlich deine weichen Fähigkeiten auf Vordermann bringen. 4 Tipps, wie du Soft Skills erwerben kannst:

Tipp 1: Definiere dein Ziel!

Frage dich zunächst, welche Soft Skills du erlernen möchtest.

Tipp 2: Recherchiere theoretische Informationen!

Eigne dir theoretische Kenntnisse über die gewünschten Schlüsselqualifikationen an. In Büchern, Seminaren oder speziellen Kursen bekommst du entsprechende Informationen.

Tipp 3: Setze das Erlernte in die Praxis um!

Wenn du theoretisches Wissen erlangt hast, geht es darum, dieses in die Praxis umzusetzen. Das kannst du selbstständig erledigen oder alternativ auch ein Einzel- oder Gruppencoaching absolvieren. Im Anschluss daran empfiehlt sich der Besuch einer Weiterbildung oder eines Seminars, um später einen offiziellen Nachweis zu erhalten.

Tipp 4: Trainiere regelmäßig!

Allein die Teilnahme an einem Seminar bedeutet nicht unbedingt, dass die erworbene Schlüsselqualifikation bereits in Fleisch und Blut übergegangen ist. Durch regelmäßiges Üben kannst du die neu erworbene Fähigkeit in deiner Persönlichkeit verankern. Am sinnvollsten ist es, wenn du mit anderen Menschen trainierst, weil du hier direktes Feedback und den ein oder anderen Tipp bekommst. Das führt letztendlich dazu, dass du dir bei der Verwendung deiner Schlüsselqualifikationen immer sicherer wirst.       

Es ist unbestritten, Soft Skills sind nicht nur „nice to have“. Sie spielen im Berufsleben heute eine enorm wichtige Rolle. Personaler schauen bei der Stellenbesetzung schon lange nicht mehr nur auf die Hard Skills, die fachlichen Fähigkeiten. Schlüsselqualifikationen stellen ein wichtiges Entscheidungskriterium im Recruiting-Prozess dar. Jeder Mensch verfügt in seiner Persönlichkeit mehr oder weniger über diese weichen Fähigkeiten. Wie oben beschrieben, lassen sich einige Schlüsselqualifikationen durch gezieltes Training und den Besuch von Seminaren aneignen.

Bild: Christiane Peters
Christiane Peters (3 Artikel) Christiane Peters hat Germanistik, Literaturwissenschaft und Geschichte studiert und ist als Journalistin tätig. Aktuell ist sie als Redakteurin für ein Wirtschaftsmagazin tätig und berichtet über verschiedenste Themen, die den Unternehmensalltag bestimmen. Schwerpunkte sind u.a. Personal und Arbeit, Weiterbildung und Qualifizierung, Ausbildung und Karriere. Mit ihren langjährigen Kenntnissen und Erfahrungen unterstützt sie das Team von ausbildungsstellen.de und schreibt über Themen, die junge Menschen bei ihrem Start in den Berufsalltag interessieren. Letzte Artikel
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