ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Startschwierigkeiten? SOS-Tipps für den Ausbildungsbeginn

Startschwierigkeiten? SOS-Tipps für den Ausbildungsbeginn

Startschwierigkeiten? SOS-Tipps für den Ausbildungsbeginn
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Inhalt:
  1. Deine Erwartungen vs. Die Realität 
  2. Die perfekte Ausbildung?
  3. Problemanalyse: Womit bist du unzufrieden?
  4. Hilfe in Anspruch nehmen
  5. Der letzte Ausweg 

Mit dem Start ins Berufsleben kommen unglaublich viele neue Dinge auf dich zu. Klar, dass man da schnell das Gefühl bekommt, mit dem neuen Alltag unzufrieden zu sein. Kaum eine Umstellung ist größer als die eines Schülers oder einer Schülerin, der sich plötzlich mitten in der Jobwelt wiederfindet. Doch keine Panik! Wenn du zu Beginn deiner Ausbildung Startschwierigkeiten hast, dann befindest du dich in Bester Gesellschaft! Sei nicht so streng zu dir und gibt dir einfach ein wenig mehr Zeit, um dich an diese Umstellung zu gewöhnen. Im Folgenden findest du darüber hinaus noch nützliche SOS-Tipps gegen den Frust nach Ausbildungsbeginn!

Deine Erwartungen vs. Die Realität 

Schüler, die von ihrem Berufsleben träumen, stellen sich häufig vor, dass sie gleich wissen wie der Hase läuft, überall voll mitmachen können und routiniert ans Werk gehen. Doch bis man so ein Experten-Level erreicht, vergehen Jahre! Ja, du hast richtig gelesen, nicht Wochen oder Monate, sondern Jahre. Bis dahin kommst du nicht drum herum, dich immer wieder mit Unsicherheiten rumzuschlagen und ständig einen Kollegen um Rat bitten zu müssen. Aber so ist das nunmal. Lass dich nicht durch die Tatsache, dass du nicht als Meister vom Himmel gefallen bist, aus der Ruhe bringen. 

Viele Azubis sind deswegen so frustriert, weil sie einfach ein falsches Bild von der Ausbildung haben. Es handelt sich eben um einen Lernprozess, der manchmal sehr mühsam sein kann. Dennoch solltest du immer daran denken, dass deine Mühen eines Tages belohnt werden und du sehr wohl zum Experten avancieren wirst, wenn du nur motiviert am Ball bleibst. Macht sich also mal wieder der Frust breit, dann denke einfach immer daran, dass du womöglich mit unrealistischen Erwartungen in deine Lehre gestartet bist. Überdenke diese und du wirst sehen, dass du gleich viel glücklicher sein wirst.

Die perfekte Ausbildung?

Frust kann nicht nur durch falsche Erwartungen aufkommen, sondern auch von unserem Streben nach Perfektion. Wir leben heute in einer Gesellschaft, in der immer alles perfekt sein muss. Doch die perfekte Ausbildung, oder den einen perfekten Job gibt es nicht. Löse dich von diesem Gedanken! Oder kennst du jemanden, der noch nie über seinen Arbeitsplatz, seinen Chef oder seine Kollegen hergezogen hat? Nein? Gibt es auch nicht. Genauso wenig wie es den perfekten Job gibt. Du wirst sicherlich auf Aufgaben stoßen, die dir überhaupt keinen Spaß machen werden. 

Vielleicht hörst du auch von Freunden, dass diese ein viel höheres Weihnachtsgeld bekommen als du, dass sie sich ihre Arbeitszeiten flexibel einteilen können und vieles mehr. Diese brauchst du nicht zu beneiden, denn dafür wird es in anderen Betrieben und Berufen an anderen Dingen mangeln. Akzeptiere, dass es die perfekte Ausbildung nicht gibt und vergleiche deine Ausbildung auch nicht mit anderen. Enttäuschungen und schlechte Laune sind da nämlich vorprogrammiert! Mache dir die Vorteile deiner Berufsausbildung bewusst und schätze, was du hast. 

Problemanalyse: Womit bist du unzufrieden?

Frage dich selbst, mit welchen Dingen, die deine Ausbildung betreffen, du unglücklich bist. Sind es die Kollegen, zu denen du scheinbar einfach keinen Draht aufbauen kannst? Ist es der Ausbilder, der ständig meckert und über deine Leistungen herzieht? Oder bist du dir unsicher, ob der auserwählte Ausbildungsberuf auch wirklich zu dir passt? Horche in dich hinein und versuche dir darüber klar zu werden, welche Ursachen dein Frust zu Beginn der Ausbildung hat. Wenn du diese Problemquellen genau benennen kannst, kannst du dich gleich an die Arbeit machen und etwas gegen deinen schwierigen Ausbildungsstart unternehmen.

Probleme sind dafür da, dass man sie löst. Überlege dir, wie du deine Unzufriedenheit seit dem Beginn der Berufsausbildung aus der Welt schaffen kannst. Kleiner Tipp: Am besten gelingt dies mit Kommunikation. Sprich ruhig mit deinem Ausbilder, wenn du der Meinung bist, dass dieser zu streng mit dir ist. Oder frage deine Kollegen doch einfach mal, ob du sie beim Mittagessen begleiten kannst. Gehe deine Schwierigkeiten aktiv an und löse sie! Als Azubi bist du kein Schüler mehr, sondern musst jetzt, als Arbeitnehmer, die Verantwortung für deine eigene Situation übernehmen. Gefällt dir deine Situation nicht, dann nimm deinen ganzen Mut zusammen und ändere etwas daran!

Hilfe in Anspruch nehmen

Startschwierigkeiten zu Beginn einer Ausbildung sind nichts ungewöhnliches. Wichtig ist dabei nur, dass du die Flinte nicht gleich ins Korn wirfst. Es gibt nämlich jede Menge Anlaufstellen, an die du dich hilfesuchend wenden kannst. Diese helfen dir dabei, deine Startschwierigkeiten in den Griff zu bekommen. Diese Hilfe bekommst du zum Beispiel bei der Bundesagentur für Arbeit mit dem Programm „Assistierte Ausbildung“. Wende dich einfach an die zuständige Bundesagentur für Arbeit und vereinbare einen Beratungstermin zum Thema Assistierte Ausbildung. Dieses kostenlose Hilfsangebot solltest du dir unbedingt mal anschauen, denn erfahrene Mentoren und Sozialpädagogen können dir dabei helfen, in deiner Ausbildung wieder glücklich zu werden. Eine weitere Möglichkeit ist das VerA-Programm. Auch hier wird dir ein Mentor an die Seite gestellt, der sich für dich einsetzt und dir dabei hilft, die Herausforderungen einer Lehre zu bewältigen. 

Der letzte Ausweg 

Solltest du alles probiert haben, um dich mit deinem Ausbildungsverhältnis anzufreunden, aber nichts funktionieren sollte, dann bleibt nur noch ein letzter Ausweg: Der Wechsel des Ausbildungsbetriebes. Bevor du diesen Schritt allerdings wirklich in Erwägung ziehst, musst du dir ganz sicher sein, dass deine Startschwierigkeiten mit dem Ausbildungsbetrieb in Verbindung stehen, und nicht etwa, weil du dir einen falschen Beruf ausgesucht hast oder dir die Umstellung vom Schul- zum Berufsalltag so schwer fällt. Sind diese beiden Gründe ausgeschlossen, kann das Fortführen deiner Ausbildung in einem anderen Unternehmen die richtige Entscheidung sein. 

Bevor du aber zu solch drastischen Maßnahmen greifst, hast du bereits Hilfen wie die Assistierte Ausbildung in Anspruch genommen und auch mit deinem Ausbilder über deine Probleme gesprochen. Wenn nicht, solltest du dies vor dem Wechsel in ein anderes Unternehmen unbedingt tun. Es hilft nichts, den Kopf in den Sand zu stecken! Sei bereit, dich kommenden Herausforderungen zu stellen und mache stets das Beste aus deiner Situation!

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