ausbildungsstellen.de Azubi Ratgeber Top 8 der verrücktesten Studiengänge!

Top 8 der verrücktesten Studiengänge!

Top 8 der verrücktesten Studiengänge!
© Roman Samborskyi | shutterstock.com
Inhalt:
  1. Platz 1: Promenadologie: Spaziergangswissenschaft
  2. Platz 2: Angewandte Freizeitwissenschaft
  3. Platz 3: Brauwesen und Getränketechnologie
  4. Platz 4: Oenologie: Weinbau und Weinwirtschaft
  5. Platz 5: Eurythmie: Bewegungskunst
  6. Platz 6: Blockflöte
  7. Platz 7: Angewandte Sexualwissenschaft
  8. Platz 8: Technologie der Kosmetika und Waschmittel
  9. Sei kreativ bei der Wahl deiner beruflichen Zukunft!

Deine Schulzeit neigt sich dem Ende. Was tun? Du möchtest die aufregende Welt der Studierenden kennenlernen? Vielleicht eine neue Stadt erobern? Die erste eigene Wohnung beziehen? Und dann die unbegrenzten Möglichkeiten erkunden, die das Universitäts- und Studierendenleben vielleicht zu bieten hat? Das hört sich nicht schlecht an. Du lernst neue Freunde kennen, hörst (hoffentlich) interessante Vorlesungen, und natürlich erweitert dir ein Studium deine Karrieremöglichkeiten. Aber was für Karriereoptionen werden überhaupt angeboten? Welche Studiengänge können gewählt werden? Und welche Berufe bieten sich dir nach einem erfolgreichen Abschluss?


Natürlich Jura, BWL, Medizin, Germanistik; die Klassiker also! Deine berufliche Zukunft winkt aus Kanzleien, Betrieben, Krankenhäusern oder aus Büros in Wolkenkratzern. Von überall dort, wo die meisten deiner Kommilitonen ebenfalls arbeiten werden. Aber du willst etwas anderes? Vielleicht sogar etwas ganz und gar Ungewöhnliches? Denn einfach kann jeder, sagst du dir. Deshalb pass nun gut auf! Wir stellen dir hier 8 außergewöhnliche, 8 der verrücktesten Studiengänge zusammen, die Deutschland zu bieten hat; damit du dich später von deinen arbeitenden Ex-Kommilitonen vielleicht etwas unterscheiden kannst

Platz 1: Promenadologie: Spaziergangswissenschaft

Das ist kein Witz! An der Universität Kassel kannst du als Teil deines Architekturstudiums lernen, wie der Mensch spazieren geht. Und das nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis. Denn Promenadologie ist tatsächlich die Wissenschaft vom Spazierengehen. Hier wird in erster Linie die Wahrnehmung des Menschen erforscht. Es soll herausgefunden werden, wie ein Spaziergänger seine Umwelt wahrnimmt, und wie sehr die Umwelt ihn beeinflusst. Ziel der Wissenschaft vom Spazierengehen ist es, die eigene Wahrnehmung auf die Umwelt zu erfassen und zu reflektieren und diese damit bestenfalls zu erweitern. Die Wissenschaft vom Spazierengehen berührt unterschiedliche Fachgebiete aus Architektur, Bewegungslehre, Wetterkunde, Kunst und Philosophie; Reveries hießen sie bei J.J.Rouseau. Allein schon der Name des Studienganges – krass.

Na dann: den Spazierstock zur Hand nehmen, festes Schuhwerk anziehen und los geht’s hinaus in die Welt, in der du lebst.

Platz 2: Angewandte Freizeitwissenschaft

Oft heißt es: Studenten verfügen über viel freie Zeit! Zum Teil bedienen Studierende dieses Vorurteil sicher, in dem sie ihre Arbeitsschritte oft individuell gestalten können. Und nicht zu vergessen: zwei Mal im Jahr die langen, langen Semesterferien. An der Hochschule Bremen kannst du genau diesen Teil deines Universitätslebens mit dem Ziel Bachelor-Abschluss studieren: die Angewandte Freizeitwissenschaft. Denn die Freizeit bietet ungeahnte Beschäftigungsmöglichkeiten. Freibäder, Museen, Freizeitparks, Festivals oder Hochseilgärten, Fußgängerzonen, Rennstrecken oder Sportarenen – Möglichkeiten, seine Mitmenschen in ihrer Freizeit zu beobachten und sich anschließend schlaue Gedanken zu machen, gibt es viele. Als Freizeitwissenschaftler bist du genau für diese Möglichkeiten verantwortlich. Ziel ist es, neben intellektuellen Kommentaren möglichst zahlreiche und attraktive Angebote zur Freizeitgestaltung beizutragen. Erforscht werden die Erwartungen der Gesellschaft an die eigene Freizeit, die Tourismus- und Freizeitbranche, und dir wird aufgezeigt, wie du dort Geld verdienen kannst, wo andere Urlaub machen oder ihre Wochenenden verbringen.

Platz 3: Brauwesen und Getränketechnologie

Prost! Auch das gehört für die meisten Hörsaal-Profis zu einem ausgelassenen Studierendenleben dazu: ab und an ein Bier mit Kommilitonen zu trinken. So verrückt es auch klingen mag, aber auch in diesem Bereich kannst du deinen Beruf ausüben – und dafür sogar ein akademisches Fundament legen: im Brauwesen und in der Getränketechnologie. An der TU München lernen die Studierenden in ihrem Bachelor of Science aber nicht bloß, wie Bier gebraut wird. Sie erforschen zusätzlich vor allem die Strukturen und wirtschaftlichen Abläufe eines Brauerei- oder Getränkebetriebs. Ziel ist es, die Prozesse der Getränkeherstellung aus technologischer, aber auch aus biologischer Sicht zu betrachten und die Qualität des einzelnen Getränkes immer im Fokus zu haben. Absolventen können in die Forschung gehen und natürlich in Brauereien oder in der Getränkeindustrie ihr Können zeigen.

Platz 4: Oenologie: Weinbau und Weinwirtschaft

Wenn wir schon mal beim Thema sind: Neben dem Bier trinken Studierende auch gerne mal ein Glas Wein. Und auch auf diesem alkoholischen Getränk kann der Absolvent einer Hochschule seine berufliche Zukunft aufbauen. Das Fach Oenologie kannst du sowohl mit dem Bachelor als auch mit dem Master als Abschluss studieren. Die Inhalte des Studiengangs befassen sich – wer hätte das gedacht - vorwiegend mit der Weinproduktion. Vom Keltern, über das Reifen des Weines, bis zum tatsächlichen Endprodukt und dessen Verkauf ist im Studium alles dabei – eben die gesamte Weinherstellung. Lerninhalte sind insbesondere landwirtschaftliche Technologien, naturwissenschaftliche Grundlagen sowie die erfolgreiche Vermarktung des Produkts: der Flasche Wein, so wie wir sie alle kennen. Tätig sein kannst du als LeiterIn von Weingütern, Kellereien oder Winzergenossenschaften sowie in der Vermarktungsorganisation und Zulieferindustrie. Also noch einmal: Prost!

Platz 5: Eurythmie: Bewegungskunst

M-I-C-H-E-L-L-E: tanze deinen Namen! Und das nicht nur aus Spaß, sondern auf akademischem Niveau: der Bachelor und der Master of Arts sind auch hier möglich. An der Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft bei Bonn z.B. kannst du die Kunst der Bewegung nicht nur studieren, sondern in der Praxis auch täglich anwenden. Denn im Eurythmie-Studium sollen deine individuellen Wahrnehmungs- und Ausdrucksmöglichkeiten geschult werden, die du in deinem Alltag immer wieder überprüfen kannst. Ziel ist es, die eigene Wahrnehmung in den Fokus zu setzen und die Bindung zwischen Welt und Mensch sichtbar zu machen und ausdrücken zu können. Der Körper des Menschen, seine Gestalt ist hierfür Instrument und Werkzeug. Mit einem erfolgreichen Studienabschluss kannst du als KünstlerIn beispielsweise einen eigenen Stil der Bewegung oder des körperlichen Ausdrucks gestalten. Auch in kulturpädagogischen und therapeutischen Bereichen kannst du deine berufliche Zukunft finden, indem du die Wirksamkeit der Eurythmie in Lern- und Heilprozessen erklärst und für Andere wirksam machst.

Platz 6: Blockflöte

Spröde und ein bisschen spießig, Birkenstock und weiße Bluse, Zöpfe und Midi-Röcke – die Bilder, die man mit diesem Instrument verbindet, sind viele. Der Ruf der Blockflöte eilt ihrer wahren Realität aber oft voraus. Denn für die Eine oder den Anderen ist dieses traditionelle Holzblasinstrument die größte Leidenschaft, die sie finden können. Auf der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart beschäftigt sich sogar ein ganzes Studienfach mit der Blockflöte. Denn einfach Bachelor der Musik kann ja jeder – der Bachelor-Abschluss Blockflöte hebt sich definitiv aus der Masse heraus! Natürlich flöten die Studierenden nicht den gesamten Tag verschiedene Tonfolgen, sondern sie setzen sich vor allem mit der Geschichte und Kultur der Blockflötenmusik auseinander. Diese hat eine lange Tradition, schon in der Antike kannte man Flötenmusik. In Stuttgart gehören Kammermusik und Blockflötenquartett zum Kanon der Pflichtfächer. Das Studium führt die Absolventen ins Orchester oder in die Solo-Karriere. Die Lerninhalte schaffen auf jeden Fall eine Grundlage für eine selbstständige künstlerische Tätigkeit.

Platz 7: Angewandte Sexualwissenschaft

Bei diesem Studiengang wird dein BWL-Kommilitone, mit dem du in der Seminarpause einen Espresso trinkst, ganz sicher hellhörig. Für viele mag das nach einem aufregenden Studiengang klingen. “Waaas studierst Du??“ Dieses Studienfach ist tatsächlich eine Wissenschaft, welches du mit einem Master abschließen kannst. Und statt sexueller Praktiken gehören hier vor allem wissenschaftliche Analysen sexueller Verhältnisse zum Lehrinhalt dieses Faches. An der Hochschule Merseburg soll die Entwicklung der Sexualkultur von der Frühzeit bis heute erforscht werden; außerdem stehen die Durchsetzung sexueller Rechte und die reproduktive Selbstbestimmung im Fokus. Als SexualwissenschaftlerIn kannst du später in der Beratung für Lebens- und Familienplanungen, in Kinderschutzdiensten oder Gesundheitsämtern tätig werden sowie in sozial- und medienpädagogischen Arbeitsfeldern. Des Weiteren wartet natürlich die Forschung auf dich sowie zahlreiche themenrelevante Träger oder Vereine von Sozial- und Gesundheitseinrichtungen. Dir stehen also hier viele Karriereoptionen offen.

Platz 8: Technologie der Kosmetika und Waschmittel

Fehlt die Mama, wenn du in die Universitätsstadt gehst, wird sich selbstständiges Wäsche waschen nicht mehr vermeiden lassen – es ist oft eines der ersten Tätigkeiten, die du zu Beginn deiner Studierendenzeit erlernst. Also: warum nicht gleich ein ganzes Bachelor-Studium daraus machen? An der TH Ostwestfalen-Lippe kannst du dies tatsächlich ermöglichen. Im Studiengang Technologie der Kosmetika und Waschmittel sollen dort vor allem Entwicklung und Produktion von kosmetischen Produkten und Wasch- und Reinigungsmitteln erforscht werden. Die Lehrinhalte richten sich also weniger auf eine neue und effektive Schmink- bzw. Waschtechnik, sondern auf die innerbetrieblichen Tätigkeiten der Kosmetik- und Waschmittelbranchen. Absolventen können in die Forschung und die Entwicklung gehen, für das Qualitätsmanagement in Produktionsbetrieben verantwortlich sein oder auch als KundenberaterIn im Bereich der Anwendungstechnik tätig werden. Technisches Marketing oder die Entwicklung neuer Vermarktungskonzepte können weitere Tätigkeitsfelder für dein berufliches Engagement werden.

Sei kreativ bei der Wahl deiner beruflichen Zukunft!

Studieren zu können ist immer noch ein Privileg. Also überlege gut: was passt zu dir? Die Wahl deines Studienfaches bedeutet in vielen Fällen: in diesem Bereich wirst du oft den Rest deines beruflichen Lebens verbringen. Dank unseres informativen Rankings von 8 ungewöhnlichen und nicht immer bekannten Studienfächern wirst du festgestellt haben: es gibt nichts, was es nicht gibt! Mit diesen besonderen Studiengängen wirst du während deiner Studienzeit, aber auch später im Beruf, stets für interessante Gespräche sorgen; und vielleicht wird er dich nicht so schnell zum einheitlichen Kostüm oder zum gedeckten Angestelltenanzug führen, mit dem du dann die Karriere im Großraum-Büro  anstreben musst.

Also: Sei kreativ und neugierig und studiere nicht bloß etwas, weil es alle anderen auch studieren!

Bild: Charlotte Tappmeier
Charlotte Tappmeier (2 Artikel) Charlotte Tappmeier studierte Germanistik und Literaturwissenschaften in Frankfurt a.M. und absolvierte ihren Master in Bielefeld. Bereits damals sammelte sie journalistische Erfahrungen als Freie Mitarbeiterin und arbeitete sowohl im Online- als auch im Print-Bereich. Ein Aufenthalt in Berlin führte sie in die Presse-und Öffentlichkeitsarbeit. Dort standen zahlreiche Veranstaltungen im Fokus, doch sie kam zurück zur Sprache: Sie verfasste ein Tagebuch-Roman – Doku-Fiktion über eine integrative Kindertagesstätte. Derzeit ist sie als Online-Redakteurin bei uns tätig. Letzte Artikel
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