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Wie kann ich nach der Ausbildung zum Meister werden? Die wichtigsten Infos!

Wie kann ich nach der Ausbildung zum Meister werden? Die wichtigsten Infos!
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Inhalt:
  1. Voraussetzungen für den Meister
  2. Wie werde ich Meister?
  3. Meister machen: Was kostet das?
  4. Meister machen oder nicht? Einige Vor- und Nachteile im Überblick
    1. Die Vorteile:
    2. Die Nachteile:

Lohnt sich der Meister für mich? Diese Frage stellen sich viele Azubi im Laufe ihrer Ausbildung. Auch du beschäftigst dich mit deiner beruflichen Zukunft? Du weißt, wie wichtig es ist, sich fortzubilden um wettbewerbsfähig zu sein und seine Chancen auf einen sicheren Arbeitsplatz zu erhöhen. Wer bei all den technischen Fortschritten und rasanten Veränderungen die Nase vor haben möchte, kommt selten drum herum, für eine gewisse Zeit die Schulbank zu drücken. Warum also nicht gleich in die vollen schöpfen und den Meister machen?

Ein Meister ist der absolute Profi im Handwerk und gilt in vielen Berufen als Voraussetzung dafür, sich irgendwann einmal selbstständig machen zu können. Zudem verspricht so ein Titel auch ein höheres Gehalt. Doch der Weg dahin kann auch ganz schön beschwerlich sein. Was während des Meisters auf dich zukommt, welche Voraussetzungen du dafür erfüllen musst, und welche Vor- und Nachteile damit verbunden sind, erfährst du hier bei uns!

Voraussetzungen für den Meister

Wer sich zum Meister weiterbilden möchte, muss lediglich eine Voraussetzung erfüllen: Du musst eine bestandene Gesellenprüfung vorweisen können. Das gilt zumindest, wenn du deinen Meister in dem beruflichen Schwerpunkt machen möchtest, den du in der Ausbildung gewählt hast. Strebst du einen Meister in einem anderen Bereich an, spricht man nicht mehr von einem fachinternen Meister. Die Voraussetzung für einen Meister in einem anderen Berufsfeld sind mehrere Jahre Berufserfahrung. Je nach Beruf können dies drei oder noch mehr Jahre Berufserfahrung sein, die du vor dem Beginn des Meisters nachweisen musst.

Wie werde ich Meister?

Der Meister ist eine Weiterbildung, die du entweder in Vollzeit oder in Teilzeit machen kannst. Vollzeit würde jedoch bedeuten, dass du während dieser Zeit nicht arbeitest und folglich auch kein Geld verdienst. Dann heißt es nämlich wieder von Montag bis Freitag die Schulbank drücken! Nach ca. einem Jahr (und vier abgelegten Prüfungen) bist du dann fertig. Wer nicht auf seinen Lohn verzichten möchte, kann eine Weiterbildung in Teilzeit machen. Diese dauert etwa zwei bis vier Jahre, da die Kurse nur abends und am Wochenende stattfinden. Insgesamt kannst du mit etwa 1000 Unterrichtsstunden rechnen, bevor du dich Meister nennen kannst. Der Besuch einer Meisterschule ist zwar nicht verpflichtend, da du theoretisch auch zu Hause lernen kannst, doch sehr empfehlenswert.

Um dich Meister nennen zu können musst du die Meisterprüfung bestehen. Die Meisterprüfung umfasst vier Prüfungsteile:

  • Teil 1: Die Fachpraxis
  • Teil 2: Die Fachtheorie
  • Teil 3: Wirtschaftliche und Rechtliche Grundlagen
  • Teil 4: Berufs- und Arbeitspädagogik

Nachdem du jede einzelne dieser Prüfungsteile abgelegt und bestanden hast, wird dir der Meisterbrief überreicht! Dieser ist international anerkannt, sodass du damit auch deine beruflichen Chancen im Ausland verbesserst! Meisterschulen gibt es in ganz Deutschland: Schau gleich nach, an welchem Standort du deinen Meister machen kannst: Meisterschulen

Meister machen: Was kostet das?

Zwischen 4.000 Euro und 9.000 Euro, je nach Beruf und Branche. Hierin sind die Kursgebühren enthalten, das Material mit dem du arbeiten wirst, genauso wie Lehrbücher und vieles mehr. Dazu kommen noch Prüfungsgebühren, die sich auf ca. 750 Euro belaufen können. Du siehst, seinen Meister zu machen ist nicht gerade günstig. Doch zum Glück kannst du auf finanzielle Unterstützung bauen! Zum Beispiel gibt es da das Meister-BAföG. Außerdem gibt es für Personen, die nach ihrer Ausbildung den Meister machen möchten, finanzielle Förderungen vom jeweiligen Bundesland, in dem man lebt.

Eine weitere Möglichkeit der finanziellen Unterstützung kann dein Ausbildungsbetrieb sein. Mit deiner Weiterbildung machst du dein Unternehmen ja zum Meisterbetrieb – wertest dieses also ganz schön auf. Als Gegenleistung ist es nicht unüblich, dass das Unternehmen dich finanziell unterstützt und beispielsweise die Prüfungsgebühr übernimmt! Wenn du also darüber nachdenkst, dich zum Meister weiterzubilden, dir aber wegen der finanziellen Last unsicher bist, kannst du dieses Thema ruhig mal mit deinem Vorgesetzten besprechen - Nachfragen kostet nichts!

Meister machen oder nicht? Einige Vor- und Nachteile im Überblick

Die Vorteile:

  • Aufstieg im Job: Mehr Verantwortung oder sogar Leitungsfunktion möglich
  • Höheres Gehalt nach dem Meister
  • Möglichkeit, sich selbstständig zu machen
  • Du wertest damit dein Unternehmen zum Meisterbetrieb auf, sodass alle davon profitieren
  • Dein Wissen wird vertieft und erweitert, du wirst zum absoluten Profi in deinem Job

Die Nachteile:

  • Der Meister ist zeitintensiv
  • Hohe Kosten kommen auf dich zu

Wenn du dir nicht vorstellen kannst, bis zur Rente ein Geselle zu bleiben, und du wirklich motiviert bist und Lust darauf hast, noch mehr über deinen Beruf zu lernen, dann solltest du deinen Meister machen! Am besten, du hängst diesen direkt an deine Ausbildung dran, sodass du nicht vollkommen „raus“ bist und dich an einen Alltag, in dem du die (Meister-) Schule besuchst, schnell wieder gewöhnen kannst. Damit sorgst du für die besten Voraussetzungen für eine erfolgreiche berufliche Laufbahn! Tipp: Detaillierte Informationen zum Meister in deinem Beruf findest du bei deiner zuständigen Industrie- und Handelskammer!

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